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20.06.2010
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel in den Palästinensischen Gebieten
Bei seinem heutigen Treffen mit Präsident Abbas sowie dem palästinensischen Premierminister Fayyad hat der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, bekräftigt, dass sich Deutschland auch zukünftig dafür engagieren wird, die Lebensumstände der Menschen in den Palästinensischen Gebieten zu verbessern.
Die deutsch-palästinensische Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich vor allem auf die Verbesserung der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie auf die Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Darüber hinaus unterstützt Deutschland den Aufbau von handlungsfähigen kommunalen und staatlichen Institutionen, um den Palästinensischen Gebieten die Perspektive einer eigenen Staatlichkeit zu geben. Für das Jahr 2010 sagte die Bundesregierung insgesamt 42,5 Millionen Euro für die deutsch-palästinensische Entwicklungszusammenarbeit zu. Damit wird die Fortführung wichtiger Vorhaben vor allem im Wassersektor und im Wirtschaftsbereich sichergestellt.
Gemeinsam mit dem palästinensischen Premierminister Fayyad hat Bundesminister Niebel in einer feierlichen Zeremonie den Bau einer neuen Kläranlage in Deir Sharaf westlich von Nablus eröffnet. Die Kläranlage, für die die Bundesregierung knapp 40 Millionen Euro bereitgestellt hat, wird in ca. zwei Jahren ihren Betrieb aufnehmen. Hierdurch wird im Westteil der Stadt Nablus eine umwelt- und gesundheitsverträgliche Abwasserentsorgung sichergestellt. Auch die Umweltsituation im ökologisch sensiblen Wadi Zeimar soll verbessert und die knappen Grundwasserressourcen des westlichen Aquifers enlastet werden. Von der neuen Kläranlage werden mittelfristig ca. 250.000 Menschen im Einzugsgebiet des Wadi Zeimar profitieren.
Der Wasser- und Abwassersektor ist ein Schwerpunkt der deutsch-palästinensischen Entwicklungszusammenarbeit. Bisher hat die Bundesregierung über 220 Millionen Euro für Investitionsmaßnahmen und Beratungsprogramme zugesagt.







