Hauptinhalt
Meldungen
17.06.2010
Bundesentwicklungsminister Niebel trifft senegalesischen Außenminister
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel traf heute den Außenminister Senegals, Madicke Niang.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Schwerpunkte der langjährigen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit, insbesondere der Bereich der erneuerbaren Energien und die Grundbildung.
Bundesminister Niebel sagte anlässlich des Gesprächs eine zusätzliche Unterstützung zur Umsetzung des nationalen Bildungsprogramms und konkret zum Bau von dringend benötigten Grundschulen im ländlichen Bereich in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro zu. Der deutsche Beitrag unterstützt Senegal in der Erreichung des zweiten Millenniumsentwicklungsziels "Verwirklichung der allgemeinen Grundschulbildung". Zwar konnten die Einschulungsraten von Mädchen und Jungen in den vergangenen Jahren von 69 Prozent in 2000 auf 90 Prozent erheblich gesteigert werden, jedoch werden aufgrund des Bevölkerungswachstums von 2,7 Prozent weiterhin zusätzliche Schulen gebraucht, um das Einschulungsniveau zu halten und die Qualität des Unterrichts zu verbessern.
Im Rahmen der internationalen Beiträge zur Klimapolitik unterstützt die Bundesregierung im Senegal verstärkt die Stromversorgung aus erneuerbaren Energien. Die senegalesische Regierung sieht in der Ausweitung der Versorgung durch erneuerbare Energien eine wichtige Alternative zur derzeit hohen Abhängigkeit von importiertem Rohöl. Mit sogenannten "Solar-Home-Systems" kann vor allem in abgelegenen Dörfern des ländlichen Raums Strom genutzt werden. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat so in zwei Jahren rund 70.000 Menschen den Zugang zu Elektrizität ermöglicht.
Senegal, seit seiner Unabhängigkeit 1960 ein wichtiges und stabiles Partnerland der deutschen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit, hat Fortschritte bei der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung erzielt. Jedoch brach das Wirtschaftswachstum 2009 wegen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise und aufgrund unzureichender Stromversorgung ein. Für die nächsten Jahre wird eine langsame wirtschaftliche Erholung prognostiziert.






