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15.06.2010
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel: "Ein Meilenstein in der Strukturreform der Technischen Zusammenarbeit ist erreicht"

Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz und Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Urheberrecht: BMZNachdem am ver­gangenen Freitag das Reform­kon­zept für die Struk­tur­reform der Tech­nischen Zu­sam­men­arbeit in der deutschen Entwick­lungs­politik zur Ab­stim­mung an die Ressorts versandt worden war, stellten Bundesentwicklungs­minister Dirk Niebel und der Staatssekretär im BMZ, Hans-Jürgen Beerfeltz, Grundlinien der Konzeption heute der Öffentlichkeit vor.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel: "Zentrale Säulen des Konzepts sind die Stärkung der entwicklungspolitischen Ge­staltungsfähigkeit der Bundesregierung, die Schaffung einer schlanken, innovativen Durchführungsorganisation als deutsches Aushängeschild und eine neue Aufstellung der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft. Mittelfristig wird die Zusammenlegung der Organisationen die Effizienz der Zusammenarbeit deutlich erhöhen und Kosten einsparen. Diese Gelder stehen dann für die Zusammenarbeit mit unseren Partnern zur Verfügung, ohne dass für den Steuerzahler Mehrkosten entstehen."

Staatssekretär Beerfeltz: "Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Verschmelzung der drei Organisationen Gesell­schaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Internationale Weiter­bildung und Entwicklung (InWEnt) und Deutscher Ent­wick­lungs­dienst (DED) erreicht. Das vorgelegte Reformkonzept bildet die Grundlage für den Abbau von bestehenden Doppel­strukturen in der Technischen Zusammenarbeit und für eine Erhöhung der Wirtschaftlichkeit in der Entwicklungs­zusam­menarbeit."

Die Verschmelzung der drei Organisationen soll auf Augenhöhe erfolgen, die Instrumente effizienter gebündelt, jedoch in ihrer Vielfalt auch in der neuen Organisation erhalten bleiben. Gleiches gilt für die existierenden Standorte. Um eine zukunfts- und lernfähige Organisation sicherzustellen, sollen unter anderem in politisch-strategischen Bereichen mehr Wettbewerbselemente eingeführt werden.

Das Reformkonzept des BMZ zielt auch darauf ab, einen ein­heitlichen und sichtbaren Außenauftritt der deutschen Entwick­lungszusammenarbeit sicherzustellen und Deutschland als innovativen Motor der internationalen Entwicklungspolitik zu etablieren. Dirk Niebel: "Die OECD bringt es auf den Punkt, wenn sie feststellt: Angesichts unserer Möglichkeiten boxen wir nicht in unserer Preisklasse. Dies werden wir ändern. Die Reform wird die Schlagkraft der deutschen Entwicklungszusammenarbeit erhöh­en. Hierzu werden Aufgaben im Ministerium, die bislang durch externe Mitarbeiter der GTZ übernommen wurden, durch eigene Dienstposten im BMZ ersetzt werden."

Am 7. Juli soll im Kabinett eine Entscheidung über die Reform herbeigeführt werden, um die Reform anschließend zügig umsetzen zu können.

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