UNDP als Reform-Motor der Vereinten Nationen unterstützen
Berlin, 27.01.2010
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat heute die Administratorin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) Helen Clark getroffen. Wichtige Schwerpunkte des Gesprächs waren die Situation in und internationale Hilfe für Haiti sowie ein Ausblick auf die weitere internationale Unterstützung Afghanistans. Auch die entwicklungspolitischen Reformen der Vereinten Nationen, die Arbeit UNDPs sowie die Erreichung der Milleniumsentwicklungsziele wurden besprochen.
Mit Blick auf die anstehenden Afghanistan-Konferenzen in London und Kabul waren sich Niebel und Clark einig, dass eine gute Regierungsführung unterstützt, der Reformwille der afghanischen Regierung gestärkt und Zielvorgaben für Reformen in der afghanischen Regierung vereinbart werden müssen.
Die Reformen der Vereinten Nationen sollen zu einer höheren Effizienz und einer besseren internationalen Arbeitsteilung führen. Niebel begrüßte den "One UN"-Ansatz, bei dem die Organisationen der Vereinten Nationen auf Länderebene mit einem gemeinsamen Programm, einem gemeinsamen Finanzrahmen, in einem gemeinsamen Büro und mit einem gemeinsamen Koordinator auftreten: "UNDP wirkt dabei als Motor der Reformen und hat selbst in vorbildlicher Weise interne Reformen durch- und eine international anerkannte Evaluierungspolitik eingeführt. Dabei wollen wir UNDP auch in Zukunft unterstützen."
Anerkennend äußerte sich Niebel auch zur erfolgreichen Arbeit UNDPs in den Bereichen gute Regierungsführung und Krisenprävention. Der Minister machte deutlich, dass die Bundesregierung eine stärkere Verankerung des Menschenrechtsansatzes in allen Arbeitsbereichen begrüße.
Helen Clark leitet das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen seit April 2009. Sie war von 1999 bis 2008 Premierministerin Neuseelands.


