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15.01.2010
"Weltbank ist Stützpfeiler der Internationalen Finanzarchitektur und wird sich neuen Heraus­forderungen stellen"

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (rechts) mit Weltbankpräsident Robert Zoellick. Urheberrecht: Photothek.netAuf Einladung von Bundes­ent­wick­lungsminister Dirk Niebel empfing dieser Weltbank­prä­si­dent Robert Zoellick am 15. Januar 2010 zu einem Gespräch. Zoellick stattet Deutschland einen dreitägigen Besuch ab. Es war das erste Treffen von Bundes­mi­nis­ter Niebel, der auch das Amt des deutschen Gouverneurs bei der Weltbank bekleidet, mit dem Weltbankpräsidenten.

Schwerpunktthema war die Rolle der Weltbank in und nach der Wirtschafts- und Finanzkrise. Bundesminister Niebel lobte die schnelle und umfangreiche Reaktion der Weltbankgruppe in der Krise, mit der sie ihre Rolle als Stützpfeiler der Internationalen Finanzarchitektur bekräftigt hat. Gleichzeitig machte der Minister deutlich, dass aus der Krise auch die notwendigen Lehren ge­zo­gen werden müssen. Die Weltbank müsse dem künftig auch mit einer strategischen Neuausrichtung begegnen. Bundes­ent­wick­lungs­minister Niebel sagte: "Die Weltbank hat gezeigt, dass sie rasch und umfassend in der Krise reagiert hat. Aber ein "business as usual" kann es nach der Krise auch für sie nicht geben." Nur so könne die Weltbank ihren hohen Stellenwert als wichtigste globale Entwicklungsorganisation behalten.

Reformen innerhalb der Weltbank werden insbesondere im Zu­sammenhang mit einer möglichen Kapitalaufstockung bei der Bank gefordert, die die G20-Staaten beschlossen hatten. Die veränderten weltwirtschaftlichen Gewichte müssen auch hier ihren Niederschlag finden. Der Präsident der Weltbank Zoellick stimmte der Notwendigkeit interner Reformen zu und verwies in diesem Zusammenhang auf wichtige laufende Reformvorhaben, um schneller, effizienter und kundenfreundlicher zu agieren. Zoellick begrüßte zudem das traditionelle deutsche Engagement bei der Weltbank, für die Deutschland ein wichtiger strategischer Partner bleibe. Er lobte die deutsche Rolle bei der Reformagenda der Weltbank, bei der Stimmrechtsreform und insbesondere die grundsätzliche Bereitschaft, eine mögliche Kapitalerhöhung der Bank mitzutragen. Die sei wichtig, um langfristig die Erfüllung der wichtigen Arbeit der Weltbank bei der Unterstützung der Ent­wick­lungsländer sicherzustellen.

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