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08.01.2010
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel auf erster Afrikareise

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel trifft nach dem Besuch mit Staatspräsident Paul Kagame mit der ruandischen Außenministerin Louise Mushikiwabo zusammen. Urheberrecht: Photothek.netBundesent­wick­lungsminister Dirk Niebel ist am 07.01.2010 zu einer einwöchigen entwick­lungs­poli­tischen Reise nach Ruanda, in die Demokratische Republik Kongo und nach Mo­sambik aufgebrochen.

Alle drei Länder haben schwere Konflikte durchlebt und befinden sich in unterschiedlichen Phasen des Wiederaufbaus und der Entwicklung.

Vor seiner Abreise sagte Minister Niebel: "Afrika ist unser un­mit­tel­barer Nachbar und der Kontinent, auf dem wir uns am meis­ten engagieren müssen, was die Bekämpfung der Armut und Hilfe zur Selbsthilfe angeht. Ich möchte mir daher auf dieser Reise selbst ein Bild von unserem Engagement und der Situation in drei wichtigen Partnerländern unserer Zusammenarbeit machen."

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel macht sich in Ruanda unter anderem ein Bild über den Entwicklungs- und Demokratisie­rungs­prozess seit der Überwindung des Genozids von 1994. Die Besichtigung einer zentralen Genozidgedenkstätte bildet den Auftakt der Reise.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel besucht ein Krankenhaus in Ruanda. Urheberrecht: Photothek.netWichtige Themen des Aufenthalts in Ruanda sind die Budgethilfe und die Umsetzung der Dezentrali­sie­rungs­politik auf kommunaler Ebe­ne. Außerdem besich­tigt der Minister eine Mine für das Spezialmetall Wolfram. Deutschland unterstützt hier die Konzeption eines transparenten Rohstoff­handels. Auch ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der ruandischen Zivil­gesellschaft steht auf dem Programm.

"Die Bundesrepublik engagiert sich für die Transparenz und gute Regierungsführung im Rohstoffsektor in der Große Seen Region. Da der illegale Abbau und Handel von Rohstoffen Konflikte mit­finanzieren kann, leistet Deutschland damit zur Stabilisierung der Region einen wichtigen Beitrag", so der Minister.

In der Demokratischen Republik Kongo macht sich Bundes­ent­wick­lungs­minister Niebel in der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu, Goma, ein Bild von der Lage im Osten des Landes. Im Gegensatz zum Großteil des Landes müssen die Menschen im Ostkongo noch unter bewaffneten Auseinandersetzungen leiden. Deutschland setzt daher mit Hilfsmaßnahmen direkt bei beson­ders betroffenen Gruppen der Bevölkerung an. Minister Niebel besucht dort ein Flüchtlingslager und ein Hilfsprojekt für vergewaltigte Frauen und Mädchen.

Weiterhin besucht der Minister den Virunga-Nationalpark und informiert sich dort über das deutsche Programm zum Umwelt- und Ressourcenschutz. Dort sind Gespräche mit Vertretern der kongolesischen Naturschutzinstitutionen und dem kongolesischen Umweltminister Jose Endundo vorgesehen.

Mit Mosambik besucht Minister Niebel ein Land, das auf über 15 Jahre demokratische Erfahrung nach einem jahrzehntelangen Konflikt zurückblicken kann und als Beispiel erfolgreicher Armuts­bekämpfung in Afrika gilt. In der Hauptstadt Maputo und der zweitgrößten Stadt des Landes, Beira, hat er die Möglichkeit, den politischen Dialog auf höchster Ebene zu führen und sich zu Gesprächen mit der mosambikanischen Regierung und dem auf­stre­benden Oppositionspolitiker Daviz Simango zu treffen.

Themen werden Armutsbekämpfung, gute Regierungsführung und die weitere demokratische Entwicklung des Landes sein. Daneben wird der Minister einzelne Projektvorhaben der Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit – nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Bildung und Dezentra­lisierung – besuchen. Unter anderem wird Minister Niebel dabei die Filiale einer von Deutschland mitgegründeten Mikrofinanzbank eröffnen.

Begleitet wird Minister Niebel bei seiner Reise von Mitgliedern des Deutschen Bundestages, der deutschen Entwicklungs­organi­sationen sowie von Vertretern und Vertrete­rinnen aus Wirt­schaft, Zivilgesellschaft und Medien.

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