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Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz bei der Vorstellung des zweiten Evaluierungsberichts der GTZ am 15.12.2010. Urheberrecht: GIZ

15.12.2010
Hans-Jürgen Beerfeltz: Wirksamkeit steigern – aus Evaluierungen lernen

Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zu­sammen­arbeit (GTZ) hat heute in Berlin ihren zweiten Evaluierungsbericht vorgestellt. Bei der Vorstellung des Berichts sagte Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz: "Es ist gut, dass sich die GTZ der Selbstkritik unterzieht. Es ist mutig, weil es angreifbar macht. Und es ist richtig, denn nur so kann man dazulernen – und das sollte das Ziel von Evaluierungen sein."

Hans-Jürgen Beerfeltz begrüßte den Anspruch, sich mehr an Ergebnissen zu messen als an Ausgaben. Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Wirksamkeit der Entwicklungspolitik zu steigern.

Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz bei der Vorstellung des zweiten Evaluierungsberichts der GTZ am 15.12.2010. Urheberrecht: GIZ"Wirksame Ent­wicklungs­zu­sammen­arbeit stellt sich selbst, ihre Me­cha­nismen und Ar­beits­weisen immer wieder in Frage", so Beerfeltz.

Zur Reform der ent­wicklungs­po­li­tischen Strukturen, die zurzeit vom BMZ umgesetzt wird, gehöre es deshalb auch, ein unabhängiges Evaluierungs­institut in Bonn aufzubauen.

Den Nachweis zu er­bringen, was wirkt und was nicht, sei in kom­plexen Ent­wick­lungs­pro­zessen alles andere als ein­fach, so der Staats­sekretär. Er betonte, dass die Akzeptanz der Ent­wicklungs­zu­sammen­arbeit steigen wird, wenn sie glaubwürdig und nachprüfbar mit Ergebnissen belegt werden kann. Gerade in Zeiten leerer Kassen müsse die Öffentlichkeit davon überzeugt werden, dass die eingesetzten Steuergelder gut investiert sind und langfristig positiv wirken. Öffentlichkeits­arbeit und entwicklungspolitische Bildungsarbeit sollen deshalb in Zukunft stärker als bisher fundiert überprüfte Ergebnisse präsentieren und mehr mit konkreten Beispielen arbeiten.

"Mehr als 100 unterschiedliche Akteure wenden sich mit mehr als 100 Handreichungen vor allem an Lehrer und Schüler und nur selten entsteht daraus hand­lungs­orientierte Urteils­kraft. Ich will das nächstes Jahr stark konzentrieren, praxisnäher machen und projekt­orientiert ausbauen", kündigte Staatssekretär Beerfeltz an.

"Ich will aus dieser Konzentration für Sekundarstufe II dann Mittel gewinnen für eine breitenorientierte und breitenwirksame Bildungsarbeit, mit der wir unser großes Thema, unser wichtiges Thema ’raustragen aus pädagogischen Kuschelgruppen und hineintragen in die Mitte der Gesellschaft."

Den gesamten Wortlaut der Rede von Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz finden Sie hier

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