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31.08.2010
Entwicklungsminister Niebel trifft Außenministerin von Bangladesch
Im Rahmen ihres viertägigen Deutschlandbesuches wurde die Außenministerin von Bangladesch, Dr. Dipu Moni, heute von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel zu einem Gespräch über die deutsch-bangladeschische Entwicklungszusammenarbeit empfangen. Bangladesch zählt zu den ärmsten Ländern weltweit, rund 40 Prozent der 160 Millionen Einwohner leben unter der nationalen Armutsgrenze. Aufgrund seiner geografischen Lage und der klimatischen Bedingungen ist das Land vom Klimawandel besonders betroffen. Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit mit Bangladesch sind die Bereiche Energieversorgung, Gesundheitswesen und gute Regierungsführung. Im Mai dieses Jahres machte Deutschland neue Zusagen über 28,8 Millionen Euro. Weitere 13,5 Millionen für den Gesundheitssektor sollen nach Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestages folgen.
Bundesminister Niebel betonte, die fast 40-jährige Entwicklungszusammenarbeit sei Ausdruck der sehr guten Beziehungen zwischen beiden Ländern. Er würdigte die Bemühungen der derzeitigen bangladeschischen Regierung, die Armut im Land bis 2015 zu halbieren. "Deutschland steht dazu, seinen Beitrag zur Lösung der gewaltigen Herausforderungen, denen sich Bangladesch bei seinem ehrgeizigen Ziel gegenübersieht, zu leisten", sagte Niebel.
Bangladesch erfreut sich zwar eines moderaten Wirtschaftswachstums, hat aber Schwierigkeiten, die steigenden Energiebedarfe von Bevölkerung und Industrie zu decken. Bundesentwicklungsminister Niebel unterstrich die Bedeutung von Energieeffizienz und erneuerbarer Energien als einen klimaneutralen Beitrag zur Verbesserung der Energieversorgung. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Bangladesch daher besonders in diesem Bereich, in dem Deutschland besondere Erfahrungen habe. Sehr wichtig bleibe aber auch die Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel.






