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Die Parlamentarische Staats­sekre­tärin im Bundes­ent­wick­lungs­ministerium Gudrun Kopp wird am 24./25. April an der Früh­jahrs­tagung der Weltbank (WB) in Washington teilnehmen


23.04.2010 -

Kopp sagte vor ihrer Abreise: "Deutschland hat im G20-Prozess zugesichert, eine angemessene Kapitalausstattung bei den Multi­la­te­ra­len Entwicklungs­banken mitzutragen. Deutschland bleibt ein verlässlicher Partner der Weltbank und wird daher in Washington der vorgeschlagenen, insgesamt moderaten Kapitalerhöhung zustimmen. Damit sorgen wir zugleich für eine Stärkung der Weltbank als global dominierender Entwicklungsorganisation und sorgen dafür, dass Deutschland seinen strukturellen Einfluss in der Weltbank behält."

Mit der Kapitalerhöhung wird auch eine strategische Neuausrichtung der Weltbank verknüpft. Auf der Frühjahrstagung wird außerdem eine Stimmrechtsreform zugunsten unterrepräsentierter Schwellen- und Entwicklungsländer beschlossen.

Kopp sagte: "Auf der Frühjahrstagung sind historisch zu nennende Beschlüssen zu Kapitalerhöhung, Stimmrechtsreform und künftiger Strategie geplant. Damit zieht die Weltbank Lehren aus der Krise und stellt sich in einem gewandelten Umfeld den gewachsenen globalen Herausforderungen. So beweist die Weltbank, dass sie willens und in der Lage ist, sich zu reformieren und ihrem internationalen Mandat gerecht zu werden."

Bei der diesjährigen Frühjahrstagung werden für die Weltbank zentrale Weichenstellungen getroffen. Die Weltbank hat schnell und umfangreich auf die Wirtschafts- und Finanzkrise reagiert, vor allem durch eine deutliche Ausweitung ihres Ausleih­volumens. Sie hat damit ihre Rolle als Stützpfeiler der internationalen Finanz­architektur bekräftigt. Ein Ziel der Jahrestagung der Weltbank wird daher sein, eine Kapital­erhöhung zu beschließen, um langfristig die Erfüllung der wichtigen Arbeit der Weltbank bei der Unterstützung der Entwick­lungs­länder sicherzustellen. Zugleich wird die Weltbank bei ihrer Frühjahrs­tagung unter Beweis stellen müssen, dass sie aus der Krise die notwendigen Lehren gezogen hat. Kopp meinte dazu: " Ein 'business as usual' konnte es nach der Krise auch für sie nicht geben."

Wichtige interne Reformvorhaben müssen vorangetrieben werden, um die Weltbank strategisch für die Zeit nach der Krise zu positio­nieren. Ziel dieser Strategie muss eine transparente, effiziente und kundenfreundliche Weltbank sein. Zudem müssen die ver­än­der­ten weltwirtschaftlichen Gewichte ihren Niederschlag in einer Neuordnung der Stimm­rechts­ver­teilung finden. Die Stimm­um­ver­tei­lung von mindestens 3 Prozent­punkten zugunsten unter­re­prä­sen­tierter Schwellen- und Entwicklungs­länder soll während der Frühjahrs­tagung gelingen.

Die Weltbankgruppe ist eine internationale Entwicklungs­bank mit fünf Mitglieds­organi­sationen, von denen die wichtigsten die Inter­nationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD), die Internationale Entwicklungs­organisation (IDA) und die Internationale Finanz-Corporation (IFC) sind. Die IBRD wurde gemeinsam mit dem Inter­nationalen Währungs­fonds (IWF) im Jahr 1944 in Bretton Woods gegründet und hat ihren Sitz in Washington. Deutschland ist im Jahr 1952 beigetreten und verfügt nach Abschluss der ersten Phase der Stimm­rechts­reform über einen Stimmrechtsanteil von 4,35 Prozent.

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