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17.04.2010
"Menschenrecht Wasser – Wasser als Konfliktstoff im Nahen und Mittleren Osten"

Hans-Jürgen BeerfeltzDem Thema "Menschenrecht Wasser – Wasser als Kon­flikt­stoff im Nahen und Mittleren Osten" widmet sich der dies­jäh­rige 5. Liberal Inter­na­tio­nal Day, der heute von der Frie­drich-Naumann-Stiftung und der Deutschen Gruppe der Li­be­ra­len Internationalen und der Liberalen Bewegung für ein Vereintes Europa e.V. in Berlin organisiert wird.

Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz hat in seinem Impulsreferat die besondere Situation der Region aber auch die vielfältigen Chancen, die sich aus Vorhaben der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit im Wassersektor ergeben können, verdeutlicht.

Staatssekretär Beerfeltz: "Zahlreiche Beispiele aus der Praxis unserer Zusammenarbeit in der Region zeigen, dass auch ein klassisches Feld der Entwicklungspolitik, wie die Wasser­ver­sor­gung, einen Beitrag zum friedlichen Miteinander leisten kann. Häufig begegnen sich bei diesen Projekten die vermeintlichen Feinde das erste Mal. Das gemeinsame Ziel verbindet; bei der praktischen Zusammenarbeit können Menschen aufeinander zugehen. Diese Erfahrungen müssen wir noch mehr nutzen. Denn aus Konfliktpotential kann auch unter schwierigen Bedingungen Kooperationspotential im Nahen und Mittleren Osten werden."

Jordanien, Israel und die Palästinensischen Gebiete gehören zu den zwei Dutzend Ländern der Erde, die als "extrem wasserarm" eingestuft werden. Doch ist die Sicherstellung einer effizienten Wasserbewirtschaftung in der Region nicht nur eine technische, sondern in erster Linie politische Herausforderung. Wasser ist integraler Bestandteil des seit Jahrzehnten andauernden Nah­ostkonflikts. Konfliktpotenzial bietet das offensichtliche Un­gleich­ge­wicht sowie die starke Übernutzung der Wasser­res­sour­cen.

Mit einem durchschnittlichen Mitteleinsatz von 170 Millionen Euro pro Jahr ist Deutschland nach den USA der größte Geber im Was­sersektor in der Region Mittlerer und Naher Osten. Die Arbeit mit den Partnern in der Region konzentriert sich dabei zum einen auf eine effizientere Nutzung der knappen Ressource Wasser und zum anderen auf den Ausbau der Wasserversorgung und des Abwassermanagements.

Hierbei kooperiert die staatliche Entwicklungszusammenarbeit vielfach mit dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft.

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