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Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Strategische Partnerschaft Digitales Afrika

Digitalisierung als Chance für Wirtschaft und Entwicklung


Collage aus vier Motiven: Mann arbeitet am Tablet, Detailansicht einer Festplatte, Ausschnitt aus einer Werkshalle, fliegende Drohne

Der Wandel Afrikas hin zu einer gut vernetzten Informationsgesellschaft birgt viele Potenziale für die Menschen vor Ort. Von internetbasierter Bürgerbeteiligung über Landwirtschafts-Apps und Telemedizin bis hin zu E-Learning-Plattformen – es gibt einen enormen Bedarf an innovativen Lösungen. Dies eröffnet auch deutschen und europäischen Unternehmen neue Geschäftschancen: So schätzt die Beratungsagentur Accenture die möglichen Einnahmen für digitale Produkte und Dienstleistungen, die zu nachhaltiger Entwicklung beitragen, für das Jahr 2030 auf rund 2,1 Billionen US-Dollar.

Digitalisierung bietet skalierbare Lösungen für das rasant wachsende Afrika – wir müssen das volle Potenzial heutiger Technik nutzen.
Günter Nooke, Persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung


Eine Partnerschaft für die digitale Zukunft

Um die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen, rief das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 2015 ein neues Netzwerk ins Leben: Die Strategische Partnerschaft Digitales Afrika bringt europäische Unternehmen gezielt mit Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit zusammen, so dass diese ihre Kräfte bündeln und gemeinsame Lösungen erarbeiten können.

Derzeit sind über 150 Firmen im Netzwerk aktiv; große Konzerne wie SAP und Siemens ebenso wie kleine und mittelständische Unternehmen. Unter dem Vorsitz von Günter Nooke, dem Persönlichen Afrikabeauftragten der Bundeskanzlerin im BMZ, entwickeln die Partner Projekte in den Themenfeldern Bildung, Energie, Gesundheit, Good Governance, Landwirtschaft und Mobilität und tauschen sich in Expertengruppen über innovative Ansätze und Ideen aus.


Gemeinsam von der Idee zum ersten Kunden

Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Gespräch am Tag der Strategischen Partnerschaft Digitales Afrika 2018

Das Netzwerk versteht sich als Inkubator für entwicklungspolitisch wirksame Geschäftsideen. Es initiiert und unterstützt privatwirtschaftliche Projekte, die zur Verwirklichung der globalen Nachhaltigkeitsziele beitragen. Ob es um die mobile Erfassung von Steuern in Sambia, um eine E-Commerce-Plattform in Ruanda oder die Digitalisierung von Wertschöpfungsketten in der Landwirtschaft in Uganda geht: Gemeinsam mit den Unternehmen entwickelt das Team der Strategischen Partnerschaft Digitales Afrika passende Konzepte, vernetzt die Akteure mit Ansprechpartnern vor Ort und hilft bei der Suche nach Finanzierungsmodellen. So wurden seit 2015 bereits rund 20 Projekte in unterschiedlichen Bereichen angestoßen.

Der Austausch mit Experten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Afrika ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit im Netzwerk. Der direkte Kontakt ermöglicht es:

  • Geschäftschancen auszuloten,
  • die Machbarkeit vor Ort zu prüfen,
  • lokale Kooperationspartner zu finden,
  • Projekte mit entwicklungspolitischem Mehrwert umzusetzen.

Projektbeispiel "Moving Rwanda"

Fahrzeugbau im VW-Werk in Kigali 2018

Die Initiative "Moving Rwanda" ist eine Kooperation von Volkswagen (VW), Siemens, SAP, Inros Lackner und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Sie soll die nachhaltige Entwicklung Ruandas durch digitale Mobilitätskonzepte unterstützen und entstand im Rahmen der Strategischen Partnerschaft Digitales Afrika. Anlass zu dieser Kooperation gab das Engagement von VW und die Eröffnung eines Werks in Kigali.

Die "Moving Rwanda"-Partner arbeiten innerhalb von verschiedenen Themenbereichen an konkreten Projekten: Digitale Plattform und erweiterte lokale Geschäftsmodelle, Energie und Elektromobilität, Ausbildung und Logistik. Im Ausbildungsbereich beispielsweise wird eine Professional Driving Acadmy in Kooperation mit VW aufgebaut, bei der vor allem Frauen als professionelle Fahrerinnen für den lokalen Markt ausgebildet werden.


Organisation des Netzwerks

Organisationsstruktur des Netzwerks

Bei Netzwerktreffen und in den Expertengruppen Bildung, Energie, Gesundheit, Good Governance, Landwirtschaft und Mobilität kommen Mittelständler, Start-ups und Konzerne mit Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit zusammen, um sich miteinander auszutauschen. Gemeinsam entwickeln sie Ideen für Projekte und stellen diese auf den Prüfstand. Durch die regelmäßigen Treffen und die Anbindung an andere Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit entstehen wertvolle Synergien. Die Kooperation über Branchen hinweg ermöglicht die Bildung von Allianzen und ebnet den Weg für innovative Projekte, die durch das gemeinsame Engagement erfolgreich sind.


Weitere Informationen

Logo: Strategische Partnerschaft Digitales Afrika

Die Strategische Partnerschaft Digitales Afrika vernetzt Unternehmen gezielt mit Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, um vor Ort gemeinsame Projekte anzustoßen. Ziel ist es, die Entwicklung Afrikas durch digitale Innovationen voranzubringen.

Kontakt

Ansprechpartner für die Strategische Partnerschaft Digitales Afrika im BMZ:
Christian Kaul
Referat 110 (Zusammenarbeit mit der Wirtschaft; Nachhaltige Wirtschaftspolitik)
Telefon: +49 30 18 535-2418
E-Mail: Christian-Marcus.Kaul@bmz.bund.de


Kontakt für Unternehmen:
Das Netzwerk steht allen deutschen und europäischen Unternehmen offen. Wir freuen uns auf Ihre Ideen und Ihr Interesse an einer Zusammenarbeit: digitales-afrika@giz.de

Melden Sie sich hier für den Newsletter der Strategischen Partnerschaft Digitales Afrika an.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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