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Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher


Junge Frau beim Einkaufen

Jeder kann dazu beitragen, dass unsere Welt gerechter wird. Fair und nachhaltig zu leben bedeutet, sich die Folgen seiner Lebens- und Konsumgewohnheiten bewusst zu machen und verantwortungsvoll zu handeln.

Nachhaltigkeit ist dabei nicht nur auf ökologische Aspekte beschränkt – sie hat ebenso wichtige wirtschaftliche, soziale und politische Dimensionen. Helfen Sie mit, dem Ideal einer gerechten und nachhaltigen Welt ein Stück näherzukommen! Zum Beispiel in folgenden Bereichen:

Fair einkaufen

Durch Ihre Kaufentscheidungen können Sie die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern beeinflussen. Das von Nichtregierungsorganisationen (NROs) getragene System des Fairen Handels garantiert den Produzenten in Entwicklungsländern einen Preis für ihre Güter, der nicht nur die Produktionskosten abdeckt, sondern auch Spielraum für nachhaltige Investitionen bietet. Mit den langfristig planbaren Einnahmen aus dem Fairen Handel können die Produktionskooperativen beispielsweise eine bessere Infrastruktur, soziale Sicherung und den Schulbesuch ihrer Kinder finanzieren.

Mittlerweile sind fair gehandelte Produkte im Sortiment von mehr als 42.000 deutschen Supermärkten, Naturkost- und Bioläden, Kaufhäusern und Drogeriemärkten, aber auch im Versandhandel und in Online-Shops zu finden.

Mehr Informationen zum Fairen Handel finden Sie hier.

Für mehr Durchblick bei den verschiedenen Umwelt- und Sozialsiegeln im Textilbereich sorgt unser Portal www.siegelklarheit.de. Die dazugehörige App hilft Ihnen direkt beim Kleidungskauf, die Glaubwürdigkeit eines Siegels zu beurteilen. Weitere Produktgruppen sollen hinzukommen.


Fair reisen

Für viele Entwicklungsländer ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig. Aber Urlaub ist nicht gleich Urlaub. Wichtig ist, dass auch die Armen vom Tourismusboom in ihren Ländern profitieren und die touristische Infrastruktur nicht auf Kosten natürlicher Ressourcen ausgebaut wird. Dazu können Sie als Urlauber beitragen.

Wenn Sie fair reisen wollen, sollten Sie bei Ihrem Anbieter nachfragen, wie viel von dem Geld, das Sie für Ihr Pauschalarrangement bezahlen, den Menschen im Ferienland bleibt. Auch die Frage nach fairen Löhnen und Arbeitsbedingungen für das Personal vor Ort und nach der Berücksichtigung von Umweltnormen gehört zu einem sozial verantwortlichen Tourismus.

Weitere Informationen gibt es beim Studienkreis für Tourismus und Entwicklung.


Faire Finanzanlagen

Private und institutionelle Anleger haben großen Einfluss auf Unternehmen. Bei der Auswahl lhrer Aktien und Fonds können Sie Unternehmen bevorzugen, die ökologisch und sozial verantwortlich handeln. Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, wofür Ihr Geld genutzt wird. Viele Gesellschaften bieten "ethische Investmentprodukte" an.


Initiativen am Arbeitsplatz

Setzen Sie sich dafür ein, dass auch in Ihrem Unternehmen fair gehandelte Produkte angeboten werden – zum Beispiel bei Besprechungen oder in Ihrer Kantine! Das Fairtrade-Siegel findet sich auf immer mehr Produkten, zum Beispiel auf Kaffee, Tee, Zucker, Kakao und Bananen.

Regen Sie im Kollegenkreis an, sich gemeinsam für ein entwicklungspolitisches Projekt zu engagieren. Das kann zum Beispiel eine Patenschaft für ein Kind in einem Entwicklungsland sein oder eine Spendensammlung für ein Projekt oder eine bestimmte Organisation. Anregungen dazu finden Sie hier.


Mitmenschen motivieren

Geben Sie Ihren Kindern durch Ihre Lebens- und Konsumgewohnheiten ein gutes Beispiel. Erklären Sie ihnen, dass unser Leben mit dem Leben der Menschen in anderen Ländern eng verflochten ist und unser Handeln auch Auswirkungen auf die Menschen in Entwicklungsländern hat.

Versuchen Sie, auch Ihre Mitmenschen dazu zu motivieren, bewusst zu leben. Machen Sie sie auf die verschiedenen Möglichkeiten, fair zu leben, aufmerksam. Dazu zählt nicht nur der Einkauf fair gehandelter Produkte: Eine klimaschonende Lebensführung verringert zum Beispiel den Druck auf die Entwicklungsländer, sich an die Folgen des Klimawandels anpassen zu müssen. Und umweltbewusstes Verhalten trägt zur Erhöhung der Lebensqualität bei – weltweit.


Spenden

Durch eine Spende oder die Mitgliedschaft in einer Organisation Ihrer Wahl können Sie ebenfalls etwas bewegen. In Deutschland gibt es mehr als 1.000 Organisationen, die sich entwicklungspolitisch engagieren. Wie Sie eine geeignete finden können, erfahren Sie hier.

Orientierungs- und Entscheidungshilfe leisten verschiedene freiwillige Transparenzinitiativen der deutschen Zivilgesellschaft, zum Beispiel der von Transparency International Deutschland initiierte übergreifende Zusammenschluss "Initiative Transparente Zivilgesellschaft". Eine Übersicht über die beteiligten Organisationen finden Sie hier.

Das durch verschiedene öffentliche Stellen (Bundesfamilienministerium, Senat von Berlin) getragene Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) vergibt ein jährliches "Spenden-Siegel": Als unabhängige Prüfinstanz bewertet es das Geschäftsgebaren von Hilfsorganisationen. Durch seine Empfehlungen gibt das DZI Spendern und Öffentlichkeit Sicherheit, mit seiner Kritik warnt es vor Missständen und schwarzen Schafen. Nur seriöse Organisationen, die freiwillig die Standards des DZI erfüllen, erhalten das Spenden-Siegel des Instituts. Die Spenderberatung des DZI finden Sie hier.



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Lexikon der Entwicklungspolitik

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