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Deutscher Beitrag

Umsetzung der Agenda 2030 im Rahmen internationaler Organisationen

Abschlussplenum der Konferenz für Entwicklungsfinanzierung 2015 in Addis Abeba

Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, globale Fragen und grenzüberschreitende Probleme gemeinsam zu lösen. Denn einzelne Länder können nur einen begrenzten Beitrag zur Verbesserung der globalen Situation leisten. Es gilt, die internationalen Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung zu verbessern.

Beispiel Klimaversicherung

Auf Anregung Deutschlands wurde im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft 2015 die Klimarisikoversicherungsinitiative InsuResilience ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, die Anzahl der Menschen, die gegen wetter- und klimabedingte Katastrophenschäden versichert sind, bis 2020 weltweit von 100 Millionen auf mindestens 400 Millionen zu erhöhen. Damit sollen vor allem arme Bevölkerungsgruppen in Entwicklungs- und Schwellenländern gegen die negativen Auswirkungen von extremen Wetterereignissen abgesichert werden. Die Klimarisikoversicherung ist ein starker Beitrag der Bundesregierung, Entwicklungsländer bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Das BMZ hat eine weitere Unterstützung in Höhe von 420 Millionen US-Dollar für InsuResilience angekündigt.


Engagement in internationalen Organisationen

Multilaterale Organisationen spielen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Agenda 2030. Die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die OECD sind wichtige Organisationen bei der Setzung von Normen und Standards. Deutschland ist in allen internationalen Organisationen ein geschätzter Partner. Das BMZ setzt sich dafür ein, dass diese Institutionen die Agenda 2030 zur Richtschnur ihres Handelns machen. Das gilt auch für die multilateralen Entwicklungsbanken, die bei der Kreditvergabe insbesondere auch die Bedürfnisse der Ärmsten und Schwächsten noch stärker berücksichtigen sollten.

Innerhalb der Europäischen Union engagiert sich das BMZ dafür, das Innen- und Außenhandeln der EU an der Agenda 2030 auszurichten. Die EU-Entwicklungszusammenarbeit legt den Fokus zwar weiterhin auf die Beseitigung von Armut, bezieht nun aber alle drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung mit ein. Gleichzeitig wurde die EU-Kommission aufgefordert, bis Mitte 2018 eine Umsetzungsstrategie für alle Politikbereiche vorzulegen. Diese soll dem universellen und transformativen Anspruch der Agenda 2030 gerecht werden.

Die G20 hat ein immenses Potenzial, zu nachhaltiger Entwicklung weltweit beizutragen. Sie kann Richtungsweiser sein für eine gerechte Globalisierung und eine effektive Klimapolitik. 2017 übernahm Deutschland zum ersten Mal die G20-Präsidentschaft und verankerte Entwicklungs-, Klima- und Nachhaltigkeitsthemen prominent in der deutschen G20-Agenda. Diese wurde vom BMZ wesentlich mitgestaltet. So koordinierte das BMZ die Weiterentwicklung des G20-Aktionsplans zur Umsetzung der Agenda 2030. Auf Initiative des BMZ verpflichtete sich die G20 zudem dazu, die zentrale Rolle des Hochrangigen Forums für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (HLPF) durch eigene Staatenberichte zu unterstützen.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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