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Stimmen aus dem Projekt

"Wir bauen jetzt zwei- bis dreimal im Jahr Kartoffeln an!"


Landwirt Marcelino Quispe auf seinem Feld

Don Marcelino Quispe, 65 Jahre alt, ist Landwirt. Seine Familie lebt seit Generationen von dem, was sie auf ihren Feldern anbaut und erntet. "Die Landparzellen, die wir geerbt haben, sind fruchtbar", erzählt er. Doch früher seien sie vom Regen abhängig gewesen. Dadurch hätten die Ernten geradeso gereicht, um die Familien zu ernähren. Das hat sich durch ein Projekt der deutsch-bolivianischen Entwicklungszusammenarbeit geändert.

Heute erhalten die Bäuerinnen und Bauern in der Region Wasser aus dem neuen Staubecken von Aiquile. Der Staudamm wurde im Rahmen des Bewässerungsprogramms SIRIC (Sistema de Riego Intercomunal) gebaut, das die KfW im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums finanziert. Vom Sammelbecken leiten neue Kanäle das Wasser zu den Feldern der Landwirte.

"Das Projekt wurde vor knapp zwei Jahren fertiggestellt. Früher, ohne die Bewässerung, hatten wir eine Kartoffelernte. Jetzt bauen wir zwei- bis dreimal im Jahr Kartoffeln an", erzählt Don Marcelino. So kann er auch einen Teil der Ernten verkaufen. Und er hat einen weiteren Schritt gewagt: Da er nun nicht mehr auf Regen warten muss, sondern genau weiß, wann er seine Felder bewässern kann, hat Don Marcelino seine Produktpalette erweitert und baut nun zum Beispiel auch Tomaten an.

Selbstverwaltung aufgebaut

Die Bauern in Aiquile profitieren überdies nicht nur von der Bewässerung: Sie haben sich auch organisiert und verwalten die Wasserbezugsrechte selbst. Die Regionalregierung hat die Verantwortung für den Betrieb und die Unterhaltung der Bewässerungsinfrastruktur an den Bewässerungsverband "Asociación de Regantes de Aiquile" übertragen, der bereits bei der Projektvorbereitung mitgewirkt hatte.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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