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Globale Umweltfazilität (GEF)


Logo: Globale Umweltfazilität (GEF)Die Glo­bale Umwelt­fazi­li­tät (Glo­bal En­vi­ron­ment Fa­cil­i­ty, GEF) för­dert seit 1991 Pro­jekte in Ent­wick­lungs­län­dern, die dem glo­balen Umwelt­schutz zu­gute­kommen. Die GEF stellt Mit­tel für die fol­genden sechs Bereiche zur Verfügung:

  • Klimawandel

  • Biodiversität

  • Landdegradierung/Wüstenbekämpfung

  • Internationale Gewässer

  • Chemikalien (Abbau der Ozonschicht, langlebige organische Schadstoffe, Quecksilber)

  • Wälder

Die GEF wurde im Vorfeld der Konferenz der Ver­einten Nationen über Um­welt und Entwicklung, die 1992 in Rio de Janeiro statt­fand, auf deutsch-französische Ini­tia­tive gegründet. Sie hat den Auftrag, Ent­wick­lungs­länder bei der Um­set­zung der Kon­ven­tionen zu Biodiversität, Klima, Wüsten­be­kämpfung und lang­lebigen organischen Schad­stoffen zu unterstützen.

Die Weltbank, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und das Umwelt­programm der Vereinten Nationen (UNEP) sind als Durch­füh­rungs­orga­ni­sa­tionen für die Pro­jekte der GEF verantwortlich. Darüber hin­aus be­tei­ligen sich sieben weitere multi­laterale Orga­ni­sa­tionen, zahl­reiche Nicht­regie­rungs­orga­ni­sa­tionen sowie nationale und bi­la­te­rale Durch­füh­rungs­orga­ni­sa­tionen an der Um­set­zung von GEF-Projekten.

In den 20 Jahren ihres Bestehens hat die Globale Umweltfazilität wesent­lich dazu bei­ge­tragen, dass die Entwicklungsländer den globalen Umwelt­schutz in ihre Entwick­lungs­stra­tegien aufgenommen haben. So be­tei­ligt sich die GEF maß­geb­lich an der Fi­nan­zie­rung von 1.600 Natur­schutz­gebieten welt­weit, die zu­sam­men zehn­mal so groß sind wie die Gesamt­fläche Deutsch­lands. Im Bereich Klima­schutz trug die GEF seit ihrer Gründung zur Ver­mei­dung von mehr als einer Mil­li­arde Ton­nen Kohlen­dioxid bei. Die GEF setzt sich dafür ein, dass Ent­wick­lungs- und Umwelt­ziele nicht getrennt, sondern auf­ein­ander ab­ge­stimmt ver­folgt werden.

Der GEF stehen in der Finanzierungs­periode von 2010 bis 2014 insgesamt 4,3 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Deutsch­land ist mit einem Anteil zwischen 11 und 13 Prozent seit der Grün­dung dritt­größter Geber der GEF nach den USA und Japan. In der laufenden Finan­zie­rungs­periode trägt die Bundes­re­gie­rung 347 Mil­lionen Euro (479 Mil­lionen US-Dollar) zur Fi­nan­zie­rung der GEF bei. Das Bundes­ministerium für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung (BMZ) ist dabei inner­halb der Bundes­re­gie­rung feder­füh­rend und ver­tritt Deutsch­land im GEF-Rat.

Die Globale Umweltfazilität hat zwei Unterfonds eingerichtet, die die An­pas­sung an den Klimawandel in Ent­wick­lungs­ländern unter­stützen: den Fonds für die am wenigsten ent­wick­elten Länder (Least Developed Countries Fund, LDCF) sowie den Sonder­fonds Klima­wandel (Special Climate Change Fund, SCCF). Deutsch­land ist mit bis­herigen Zu­sagen in Höhe von 65 Mil­li­onen Euro für den LDCF und 35 Millionen Euro für den SCCF (Stand: 31.12.2010) größter Geber für diese beiden Fonds.

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Kontakt

Globale Umweltfazilität (GEF)

1818 H Street, NW,
MSN G6-602
Washington DC 20433

USA
Telefon: 001 / 202 / 473 05 08
Fax: 001 / 202 / 522 32 40

Lexikon der Entwicklungspolitik

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