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Vereinte Nationen

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen

Kinder in einem Mutter-Kind-Heim in Burundi.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (United Nations Children’s Fund, UNICEF) arbeitet seit 1946 für das Wohl der Kinder. Es handelt auf der Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention von 1989, die die Mitgliedstaaten verpflichtet, das Überleben der Kinder zu schützen, ihre Entwicklung zu fördern, sie vor Missbrauch und Gewalt zu schützen und sie an wichtigen Entscheidungen zu beteiligen.

Die Arbeit von UNICEF orientiert sich an den Forderungen des Weltkindergipfels von New York (2002) sowie an den jüngst beschlossenen Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030. Schwerpunkte der Arbeit von UNICEF sind Kinderrechte, Nothilfe- und Entwicklungsmaßnahmen. UNICEF ist eine der wenigen UN-Organisationen, die ein duales Mandat sowohl für humanitäre Nothilfe als auch für längerfristige Entwicklungszusammenarbeit haben, und verfügt über langjährige Erfahrung in der Verzahnung beider Tätigkeitsfelder.

Die aktuelle mittelfristige Programmarbeit von UNICEF für die Jahre 2014 bis 2017 konzentriert sich auf sechs Bereiche, die im Strategischen Plan 2014–2017 der Organisation festgehalten sind:

  • Gesundheit von Kindern und Müttern, mit Fokus unter anderem auf die Reduzierung von Kindersterblichkeit bei unter Fünfjährigen sowie auf Impfkampagnen;
  • HIV und Aids, um sowohl die Ansteckungsrate bei der Geburt zu verringern als auch die Gesundheitsversorgung von infizierten Müttern, Kindern und Jugendliche zu verbessern;
  • Zugang zu sauberem Trinkwasser und angemessenen Sanitäts- und Hygieneeinrichtungen für Kinder, wobei die Bedürfnisse von Mädchen besondere Aufmerksamkeit erfahren;
  • Ernährungssicherung, um weltweite Unterernährung insbesondere in den entscheidenden ersten Lebensjahren zu bekämpfen;
  • Zugang zu und Qualität von Bildung, insbesondere auch in Krisensituationen;
  • Kinderschutz, um Kinder weltweit besser vor Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch zu schützen;
  • soziale Inklusion von Kindern, um Benachteiligung und Ausgrenzung insbesondere von armen Familien zu verringern.

Die Bundesregierung unterstützt diesen Programmansatz von UNICEF.

Deutscher Beitrag

Logo: Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Die Bundesregierung unterstützt UNICEF 2016 mit einem ungebundenen freiwilligen Regelbeitrag von zehn Millionen Euro. Darüber hinaus fördert die Bundesregierung UNICEF durch die Bereitstellung projektbezogener Mittel, insbesondere für Bildungs- und Gesundheitsprojekte und zur Stärkung der Kinderrechte, aber auch im Bereich der Demokratieförderung und der Krisenprävention. Schließlich finanziert die Bundesregierung auch die Entsendung von Beigeordneten Sachverständigen, die an verschiedenen Standorten für UNICEF arbeiten. 2015 unterstützte die Bundesregierung UNICEF insgesamt mit Beiträgen in Höhe von 254 Millionen Euro, davon kamen 250 Millionen Euro aus dem BMZ. Für das Jahr 2016 hat das BMZ Mittel in Höhe von 260 Millionen Euro zugesagt.


Memorandum of Understanding

Seit 2012 ist das BMZ innerhalb der Bundesregierung federführend für UNICEF zuständig. Die Zusammenarbeit mit UNICEF basiert auf einem 2013 unterzeichneten Memorandum of Understanding. Dieses liefert Ansatzpunkte für neue Projekte und dient zur Orientierung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Arbeit wird gemeinsam vom zuständigen Referat und der UNICEF-Beauftragten des BMZ, Dr. Ulla Mikota, gestaltet. Die erfolgreiche Kooperation wurde auf dieser Basis in den vergangenen Jahren kontinuierlich vertieft.


Deutsches Komitee für UNICEF

Unter den 34 weltweiten Nationalkomitees gehört das Deutsche Komitee für UNICEF e.V. in Köln seit Jahren regelmäßig zu jenen mit dem höchsten Spendenaufkommen. Im vergangenen Jahr konnte das Nationalkomitee insgesamt 74,5 Millionen Euro für UNICEF zur Verfügung stellen. Vorstandsvorsitzender des Deutschen Komitees für UNICEF ist seit April 2008 der Unternehmer Dr. Jürgen Heraeus, Geschäftsführer ist seit Juni 2010 Christian Schneider.

Die Bundesregierung kooperiert sowohl mit UNICEF International  als auch mit dem deutschen Nationalkomitee. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens von UNICEF Deutschland im Jahr 2013 startete das BMZ gemeinsam mit dem Nationalkomitee die Initiative WorldWeWant.de. Diese Plattform bot Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Ideen und Wünsche an die Politik heranzutragen und in die Agenda 2030 einzubringen.


Weitere Informationen

Kontakt

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)
Deutsches Komitee für UNICEF

Höninger Weg 104
50969 Köln
Telefon 02 21 / 9 36 50-0
Fax: 02 21 / 9 36 50-2 79

Lexikon der Entwicklungspolitik

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