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Vereinte Nationen

Internationale Arbeitsorganisation


Logo: Internationale Arbeitsorganisation (ILO)Die Inter­na­ti­o­nale Arbeits­orga­ni­sa­tion (Inter­na­ti­onal Labour Orga­ni­za­tion, ILO) ist die äl­teste Son­der­orga­ni­sa­tion der Ver­einten Na­ti­onen. Sie wur­de 1919 ge­grün­det und hat ihren Sitz in Genf. Als ein­zige UN-Orga­ni­sa­tion setzt sie sich nicht aus­schließ­lich aus Staaten zu­sam­men. Ihrer drei­glie­drigen Struk­tur ge­hören neben den Regie­rungen auch Arbeit­geber- und Arbeit­nehmer­orga­ni­sa­tionen an. Da­mit ist sie das ein­zige globale Forum für die Ent­wick­lung ge­mein­samer Maß­nah­men von Re­gie­rungen, Arbeit­gebern und Ge­werk­schaften zur För­de­rung der sozialen Gerech­tig­keit und zur Ver­bes­se­rung der Arbeits­be­din­gungen in aller Welt. Der ILO gehören gegen­wärtig 187 Mitglieds­staaten an.

Zu den wesentlichen Aufgaben der ILO gehören die Normen­setzung, die Über­wa­chung der Ein­hal­tung der ILO-Normen in den Mit­glieds­staaten, die tech­nische Zusammen­arbeit mit den Ent­wick­lungs­ländern sowie die Ver­brei­tung von In­for­ma­tionen und For­schungs­er­geb­nissen. Seit ihrer Gründung werden von der ILO inter­nationale Arbeits­standards in Form von Über­ein­kommen und Empfeh­lungen aus­ge­ar­bei­tet und auf den inter­nati­onalen Arbeits­kon­fe­renzen ver­ab­schie­det. Sie be­fas­sen sich zum einen mit grund­legenden Arbeit­neh­mer­rechten wie der Ver­eini­gungs­frei­heit und der Koa­li­tions­frei­heit, zum anderen mit grund­legenden Men­schen­rechten, wie der Ab­schaf­fung von Zwangs- und Kinder­arbeit. Außerdem beschäf­tigt sich die ILO auch mit einer Fülle von anderen Normen auf dem Gebiet der Arbeits­welt und leistet schließ­lich technische Hilfe auf folgenden Gebieten:

  • berufliche Bildung

  • Beschäftigungspolitik

  • Arbeitsverwaltung

  • Arbeitsrecht

  • Arbeitsbedingungen

  • soziale Sicherheit

Deutschland zählt neben den USA und Japan zu den wichtigsten Gebern der ILO. Zusätz­lich beteiligt sich die Bundes­republik an Treuhand- und Sonderprojekten, die von der ILO durch­ge­führt werden – zum Beispiel im Rahmen der 2008 ein­ge­führten ILO-Länder­programme (Decent Work Country Programme) mit den Schwer­punkten Be­kämp­fung der Kinder­arbeit, Förderung pro­duk­tiver Be­schäf­ti­gung und Gewerk­schafts­förderung in Entwicklungsländern.

Weitere Informationen

Kontakt

Internationale Arbeitsorganisation (ILO)

4 route des Morillons
1211 Genf 22
Schweiz
Telefon: 00 41 / 22 / 7 99 61 11
Fax: 00 41 / 22 / 7 98 86 85

Lexikon der Entwicklungspolitik

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