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Arbeitsweise

Der direkte Weg zum Partner


Kaffeeanbau in Kenia.

Wenn die Bun­des­re­pu­blik einem Ent­wick­lungs­land einen günstigen Kredit vermittelt, wenn deutsche Experten die Regierung eines Staates bei der Bekämpfung der Armut beraten oder wenn eine private deutsche Orga­ni­sa­tion eine afrikanische Klein­bauern­genossen­schaft fördert, sind das alles Wege der direkten Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit Deutsch­lands und seiner Partner.

Die beidseitige – bilaterale – Form der Kooperation mit Ent­wick­lungs­ländern ist unmittelbar und für jeden sichtbar. Sie wird in der Öffent­lichkeit stärker wahrgenommen als das deutsche En­gage­ment innerhalb der Europäischen Union, in den Vereinten Nationen oder in anderen in­ter­na­ti­o­nalen In­sti­tu­tionen. Die bilaterale Zu­sam­men­ar­beit ist darum im In- und Ausland das "Gesicht" der deutschen Ent­wick­lungs­po­li­tik.

Unterricht in der Metallverarbeitung, Äthiopien

Die direkte Zusammenarbeit bietet Deutschland die Chance, andere Länder von deutschen Fähigkeiten profitieren zu lassen und dabei selbst zu lernen. Diese Kooperation ist aber nicht nur eine Angelegenheit des Staates, jeder kann sich daran beteiligen: durch Spenden, durch die Mitarbeit in entwicklungspolitischen Initiativen und Organisationen, durch die Unterstützung des fairen Handels und sogar direkt vor Ort, zum Beispiel durch die Teilnahme am entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" oder über die Arbeit als Entwicklungshelfer.


Zwischenstaatliche Zusammenarbeit

Die Grundlage der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit sind offizielle Vereinbarungen zwischen Deutschland und seinen Kooperationsländern. Sie werden bei Regierungsverhandlungen getroffen, die in der Regel im Abstand von etwa zwei Jahren stattfinden. Bei diesen Verhandlungen werden gemeinsam Strategien für die Zukunft entwickelt, und es wird der Umfang der Finanziellen und Technischen Zusammenarbeit abgestimmt. Die Ergebnisse der Verhandlungen werden in völkerrechtlich bindenden Verträgen festgeschrieben.


Instrumente deutscher Entwicklungszusammenarbeit
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Instrumente deutscher Entwicklungszusammenarbeit


Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Organisationen

Die zwischen den Regierungen vertraglich abgesprochene Zusammenarbeit ist die eine Säule der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die zweite Säule sind die Aktivitäten, die von nichtstaatlichen Organisationen initiiert und in den Kooperationsländern umgesetzt werden – zum Beispiel von den Kirchen, von politischen Stiftungen und von einer sehr großen Zahl anderer Nichtregierungsorganisationen (NROs). Auch diese Form der deutschen Entwicklungszusammenarbeit wird vom Staat finanziell unterstützt. Die Verantwortung für die Durchführung der Projekte tragen die nichtstaatlichen Trägerorganisationen. Sie behalten trotz der staatlichen Zuschüsse ihre volle Eigenständigkeit.


Servicestelle Engagement Global

Um entwicklungspolitische Aktivitäten von Einzelpersonen, Vereinen, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen und Kommunen besser zu bündeln, hat die Bundesregierung Anfang 2012 die Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen gegründet. Ihre Aufgabe ist es, zivilgesellschaftliches und kommunales Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit zu fördern. Information, Beratung, Förderung und Qualifizierung werden aus einer Hand angeboten.

In die neue Servicestelle integriert wurden unter anderem das Sekretariat des Freiwilligendienstes weltwärts, das Sekretariat des Zivilen Friedensdienstes, die Beratungsstelle für entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen (bengo), das ASA-Programm für Arbeits- und Studienaufenthalte junger Menschen sowie die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW).

Über die verschiedenen von der Servicestelle betreuten Programme werden derzeit jedes Jahr rund 1.780 deutsche Nichtregierungsorganisationen finanziell gefördert und mehr als 7.600 Fachkräfte und Freiwillige in mehr als 100 Länder entsandt. Mit mehr als 5.000 staatlichen Partnern (zum Beispiel Ländern, Kommunen, Schulen und Universitäten) wird zusammengearbeitet. Außerdem werden über Veranstaltungen, Aktionen, soziale Netzwerke und Newsletter jährlich rund eine Million Kontakte zu Bürgerinnen und Bürgern gepflegt.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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