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Ministerium

Bundesminister Dirk Niebel und Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz mit zahlreichen Mitgliedern des BMZ-Innovationsbeirats. Urheberrecht: Photothek.net

Der Innovationsbeirat – "Impulse für neue Ideen"

Im Oktober 2011 hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Innovationsbeirat ins Leben gerufen. Ziel des Beirates ist es, das Ministerium dabei zu unterstützen, Entwicklungspolitik neu zu denken und zu­kunfts­fähige Ideen für die Bewältigung der Herausforderungen des  21. Jahrhunderts zu entwickeln.

"Impulse für neue Ideen" – das verspricht sich das Ministerium von seinem neuen Beratungsgremium. Das BMZ versteht sich als lernendes Unternehmen und ist deswegen auch ausdrücklich an innovativen Ideen interessiert.

Die Mitglieder des Beirates kommen aus verschiedensten Be­reichen des öffentlichen Lebens wie der Zivilgesellschaft, Wirt­schaft, Wissen­schaft, Politik, Kultur und den Medien. Diese heterogene Zusammensetzung gewährleistet, dass tatsächlich neue Denkansätze entwickelt und Herausforderungen aus ver­schiedenen Blickwinkeln betrachtet werden.

"Das BMZ holt den Frühjahrsputz nach und bringt seine Methoden und Strategien auf Vordermann. Mit dem Innovationsbeirat tra­gen wir Entwicklungspolitik stärker in die Mitte der Gesellschaft. Wir brechen aus alten Denkmustern aus und denken 'out of the box', abseits der alten Trampelpfade", so formuliert es Staats­sekretär Hans-Jürgen Beerfeltz.

In seiner Vielfalt repräsentiert der Innovationsbeirat unter­schied­lichste gesellschaftliche Gruppen und stellt so eine Brücke zwischen diesen und dem BMZ dar.

Am 18. Oktober 2011 haben der Bundesminister für wirt­schaft­liche Zu­sammen­arbeit und Ent­wicklung, Dirk Niebel, und der Staatssekretär im BMZ, Hans-Jürgen Beerfeltz, den neu ge­schaffenen Innovationsbeirat in Berlin vorgestellt.

Die Mitglieder

"Hilfe für eine bessere Afrikapolitik."

Asfa-Wossen Asserate. Urheberrecht: Gaby GersterDr. Asfa-Wossen Asserate, Prinz aus dem äthiopischen Kaiserhaus, wurde 1948 in Addis Abeba geboren. An der Deutschen Schule bestand er das Abitur. Er studierte Geschichte und Jura in Tübingen und Cambridge und pro­mo­vierte in Frankfurt am Main. Die Re­vo­lu­tion in Äthiopien verhinderte die Rückkehr in seine Heimat. Er blieb in Deutschland und ist heute als Unter­nehmens­be­rater für Afrika und den Mittleren Osten und als politischer Analyst tätig. Sein Buch »Manieren« wurde von der Kritik gefeiert. Bei Scherz erschienen seine Bücher »Ein Prinz aus dem Hause David« (2007) und »Draußen nur Kännchen« (2010).

 

"Erste Schritte auf einem langen Weg."

Christina E. BannierProf. Dr. Christina E. Bannier hat seit 2007 die Professur für Mittelstandsfinanzierung an der Frankfurt School of Finance & Manage­ment inne, seit 2011 ist sie Leiterin des Finance-Departments. Ihr Studium der Volks­wirt­schafts­lehre und ihre anschließende Pro­mo­tion über Währungs­krisen wurden durch ein Stipendium der Studien­stiftung des deut­schen Volkes unterstützt. For­schungs­pro­jekte führten sie unter anderem an die London School of Economics, die San Diego State University und die Fi­nanz­akademie Moskau. Im Handelsblatt-Ranking der For­schungs­pro­duktivität zählt Christina Bannier zu den besten 10 Prozent der deutschsprachigen BWL-Professoren.

 

"Veränderungen als Chance begreifen"

Bernd BeckerBernd Becker ist Vorsitzender der Geschäfts­führung ThyssenKrupp System Engineering. Mit einer abgeschlossenen Berufs­ausbildung als Industrie­kaufmann studierte er an­schlie­ßend Betriebs­wirt­schafts­lehre. Seit 1978 ist Bernd Becker in ver­schie­denen Unter­nehmen des Maschinen­baus des ThyssenKrupp Konzerns tätig. In dieser Zeit war er unter anderem für strategische Auf­gaben für den Vorstands­vorsitzenden der Maschinen­bau­holding und für den Bereich Finance/Controlling der Metalcutting Group verantwortlich. Ab 2004 übernahm er den Vorsitz der Geschäfts­führung für diese Unternehmens­gruppe. In 2006 wechselte er in den Vorsitz der Geschäfts­führung der Thyssen­Krupp Drauz Nothelfer GmbH und führte die im Markt­segement Automotive agierenden Anlagen­bau­bereiche von ThyssenKrupp (Drauz Nothelfer, Krause und EGM) zur neuen Gesell­schaft ThyssenKrupp System Engineering zusammen. Bernd Becker ist als Vorsitzender der Geschäfts­führung der Thyssen­Krupp System Engineering für Strategy/New Busi­ness Areas, Global Product Manage­ment, Sales und Service verantwortlich. Das Maschinen­bau­unter­nehmen ist inter­national aufgestellt (elf Länder) und mit eigenen Vertriebs-, Produktions- und Service­gesellschaften im Ausland aktiv. In diesem Zusammen­hang ist Bernd Becker, nicht nur durch die Leitung der Aufsichts­gremien, auch regel­mäßig in den Ländern Brasilien, China und Indien tätig.

 

"Digital-soziale Chancen nutzen."

Till BehnkeTill Behnke verfolgte nach dem Abitur zu­nächst eine Karriere als Leistungssportler, die ihn zum Rugby spielen nach Südafrika führte. Während seines Studiums der Wirt­schafts­in­formatik arbeitete er für das Deutsche-Bank-Tochter­unter­nehmen Paybox und an­schlie­ßend als Projekt- und Pro­zess­ma­na­ger für Daimler Financial Services in Europa und Nordamerika. Anfang 2007 verließ er Daimler, um betterplace.org aufzubauen. Inzwischen vermittelt die Internetplattform Millionen Euro Spenden an soziale Projekte aus über 100 Ländern. Der Ausbau der Non-Profit-Organisation wird von einer wachsenden Anzahl Social Investors und Förderer finanziert – ab 2012 wird sich die Organisation selbst finanzieren. Till Behnke wurde für better­place.org als Fellow und Stipendiat von Ashoka aus­ge­zeichnet, von der Zeitschrift Capital in die Junge Elite Top 40 der Wirtschaft gewählt und in das Young-Leaders-Netzwerk des Atlantik-Brücke e.V. aufgenommen.

 

"Die Armen selbst über ihre Entwicklung(sziele) bestimmen lassen..."

Frank BlissProf. Dr. Frank Bliss ist Professor für Ethnologie an der Universität Hamburg und Mitinhaber des entwicklungspolitischen Gutachterbüros Bliss & Gaesing – Associated Consultants. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen sozio-kulturelle As­pekte von Entwicklung, Gender, Be­völ­ke­rungs­be­tei­li­gung sowie der Trink­wasser­ver­sor­gung und beziehen sich vor allem auf Nordafrika, Sahelafrika und Zentralasien. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zu ent­wick­lungs­po­litischen und islam­wissen­schaftlichen Themen sowie zur Ethnologie Ägyptens, des Maghreb und Tadschikistans verfasst. Frank Bliss ist Vor­sitzender der Arbeits­ge­meinschaft Ent­wick­lungs­ethnologie und des Politischen Arbeitskreis Schulen.

 

"Grundlegend umdenken!"

Hans-Gert BraunProf. Dr. Hans-Gert Braun war Professor an der Universität Stuttgart und hat dort inter­nationale Wirtschafts- und Ent­wicklungs­politik gelehrt. Zudem war er Direktor und Chef­volks­wirt der DEG in Köln, der Finanz­in­sti­tu­tion zur Förderung der Privat­wirtschaft in Ent­wicklungs- und Reform­ländern. Daneben war er Mit­heraus­geber und Chef­redakteur des Inter­nationalen Afrika­forums und er war Berater für nationale Regierungen und In­sti­tu­tionen der Ent­wicklungs­zu­sammen­arbeit. Er hat zahl­reiche Publikationen verfasst, sein jüngstes Werk "Armut über­winden ...." (2010) enthält eine Fülle ent­wick­lungs­politischer Ideen, die jetzt der Um­setzung harren.

 

"Innovationsbeirat? 'Innovation by Rat' hat Chance wenn Entwicklungspolitik und Forschung sich ge­gen­seitig mehr zuhören."

Joachim von BraunProf. Dr. Dr. h.c. Joachim von Braun ist Di­rek­tor des Zentrums für Ent­wick­lungs­for­schung (ZEF) an der Uni­versität Bonn und Professor für wirt­schaft­lichen und tech­no­lo­gi­schen Wandel (www.zef.de). Am ZEF arbeiten unter anderem etwa 120 Doktoranden, über­wie­gend aus Ent­wick­lungs­ländern. Von 2002 bis 2009 war von Braun General­direktor des International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington D.C. Von Braun ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technik­wissen­schaften. Er wirkte mit als Sprecher bei der Rio-Konferenz, Welt­er­nährungs­gipfeln sowie dem "World Economic Forum" in Davos. Seine For­schung kon­zentriert sich auf Fragen der Armut, Agrar­wirt­schaft, Handel, Er­nährung, Ge­sund­heit, Forschungs- und Tech­no­lo­gie­politik.

 

"Zukunft gestalten – eine Gemeinschaftsaufgabe!"

Sabine Christiansen. Urheberrecht: KoppelstätterSabine Christiansen ist Medien-Unter­nehme­rin, TV-Jour­na­listin und UNICEF-Bot­schafterin. Sie gehört zu den be­kannte­sten Jour­na­listinnen und Moder­atorinnen im deutschen Fernsehen. Zehn Jahre – von 1998 bis 2008 – leitete Christiansen am Sonntag­abend die Sendung "Sabine Christiansen" in der ARD mit bis zu 8,5 Millionen Zu­schauern. Zuvor hatte Sabine Christiansen 10 Jahre lang die ARD-"Tages­themen" moderiert. Für ihre Arbeit ist sie mit allen wichtigen Medienpreisen ausgezeichnet worden. Sabine Christiansen ist UNICEF-Botschaf­terin und Vorsitzende der Sabine-Christiansen-Kinderstiftung, die sich für Kinderrechte und Integrationsprojekte einsetzt. Für ihr soziales Engagement wurde sie vielfach, auch international ausgezeichnet: sie ist unter anderem Ritter der französischen Ehrenlegion und erhielt das Bundesverdienstkreuz.

 

"Entwicklungszusammenarbeit: Je wirksamer, desto besser für alle!"

Gerold DiekeGerold Dieke ist Diplom-Kaufmann und verbrachte mehrjährige Studien- und Arbeitsaufenthalte in Lateinamerika. Er arbeitete als freiberuflicher Gutachter für die Bereiche Ent­wick­lungs­banken, Selbst­hilfe­förde­rung, Projekt­prüfung. Er betreute Hoch­schul­partner­schaften der Universität zu Münster mit latein­ameri­kanischen Hoch­schulen, war Abteilungs­leiter in der Aus­lands­arbeit einer politischen Stiftung und 12 Jahre als Ge­schäfts­führer in der bilateralen Tech­nischen Zu­sammen­arbeit (ehemals GTZ). Zudem war er vier Jahre Vor­sitzender einer inter­nationalen Menschen­rechts­kommission und ehren­amtlich in der ent­wick­lungs­politischen Grund­satz­arbeit tätig. Persönliche fach­liche Schwer­punkte: Politik­beratung, Demokratie und Menschen­rechte, Raum­ordnung/Regional­planung, Selbst­hilfe­förderung, Artenschutz.

 

"Nicht nur Neues denken, sondern auch Neues tun!"

Sabine DonnerSabine Donner ist als Projektleiterin bei der Bertelsmann Stiftung verantwortlich für das Projekt "Den Wandel gestalten – Strategien der Entwicklung und Transformation" und den Transformation Index (BTI), an dessen Konzeption und Entwicklung sie seit 2001 beteiligt ist. Der BTI ist eine globale Unter­suchung zur Qualität von Demokratie, Markt­wirtschaft und Regierungs­fähigkeit in 128 Trans­for­mations- und Ent­wick­lungs­ländern. Ergänzt und komplettiert wird der BTI seit 2003 vom in Ko­opera­tion mit der GIZ veranstalteten Dialog­format "Trans­formation Thinkers", bei dem sich jährlich junge Akteure des Wandels aus allen Welt­regionen über Strategien der Demo­krati­sierung und Good Governance aus­tauschen. Sabine Donner hat Politik­wissen­schaft, Literatur­wissen­schaft und Slawistik an der Uni­versität Freiburg studiert und vor ihrer Tätigkeit bei der Ber­tels­mann Stiftung als freie Journalistin gearbeitet.

 

"Das einzige Ziel der Entwicklungshilfe muss sein: sich überflüssig zu machen."

Ursula EidDr. Ursula Eid ist seit 2010 Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundes­re­gierung. Seit 2004 ist sie außer­dem stell­ver­tretende Vor­sitzende des Be­rater­kreises für Wasser und sanitäre Grund­ver­sorgung des UNO-General­sekretärs. Sie war von 1998 bis 2005 als Parla­men­tarische Staats­sekre­tärin im Bundes­ministe­ri­um für wirt­schaft­liche Zu­sammen­arbeit und Ent­wicklung (BMZ) tätig. Von 2001 bis 2005 beriet sie Bundes­kanzler Gerhard Schröder als Persönliche G8-Afrika­be­auf­tragte. Sie arbeitete für die Ge­sell­schaft für Technische Zu­sammen­arbeit (GTZ, jetzt GIZ) in Eritrea und war zwanzig Jahre Mit­glied des Deutschen Bundes­tages. Seit 1980 ist Ursula Eid Mit­glied von Bündnis 90/Die Grünen.

 

"Menschenwürdig leben - überall!"

Karl Jüsten. Urheberrecht: Karl JüstenPrälat Dr. Karl Jüsten ist Leiter des Kom­mis­sa­ri­ats der deutschen Bischöfe – Ka­tho­lisches Büro in Berlin. Nach dem Studium der ka­tho­lischen Theologie in Freiburg, Innsbruck und Bonn promovierte er 1999 mit dem Thema "Ethik und Ethos in der Demokratie". 1987 wurde er zum Priester geweiht. Prälat Jüsten war bis 1990 Kaplan in zwei Kölner Pfarreien, ab 1994 Präfekt am erz­bischöf­lichen Priester­seminar in Köln und von 1996 bis 2000 stell­ver­tretender Hauptabteilungsleiter der Abteilung Seelsorge-Per­so­nal im Erz­bistum Köln. Seither leitet er das Kommissariat der deutschen Bischöfe (Verbindungsstelle der Deutschen Bischofs­kon­fe­renz zu den Organen des Bundes und der Euro­päischen Union). Er nimmt diverse Funktionen in der kirchlichen Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit wahr, unter anderem als Vorsitzender der katholischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe und Co-Vor­sitz­en­der der ge­meinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung.

 

"Für eine gerechte Welt. Ohne Armut."

Jörn KalinskiJörn Kalinski ist Mitbegründer des Oxfam Deutschland e.V., er leitet dort den Bereich Lobby- und Kampagnen­arbeit und ist Mit­glied der Steuer­ungs­gruppen der Globalen Bil­dungs­kam­pagne sowie der Kam­pagne "Steuer gegen Armut". Zudem war er Mit­be­gründer der "Ge­sell­schaft für soli­darische Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit" (GSE), der damals – außer­halb der kirchlichen Kreise – ersten ent­wick­lungs­politischen Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tion der DDR. Vor seiner Tätigkeit bei Oxfam promo­vierte er an der Universität Leipzig und arbeitete als wissen­schaftlicher Assistent an den Uni­versi­täten Leipzig und Oxford.

 

"Mutig nach vorne schreiten und etwas bewegen."

Marion KrachtMarion Kracht entstammt einer Künstler­familie und ist seit ihrem 5. Lebens­jahr als Schau­spielerin in Theater, Film und Fern­sehen tätig. Seit vielen Jahren ist sie sozial en­ga­giert. Unter anderem hat sie seit Anfang der 90er Jahre mehrere Paten­schaften bei dem Kinder­hilfs­werk Plan Inter­national, ist dort Kura­to­ri­umsmit­glied, stell­ver­tretende Vor­sitzende bei der Fair Play Stiftung, Förder­mit­glied bei der Berliner Tafel und über­nahm die Paten­schaft für die Aktion Bio­brot­box 2009–2011. 250 Mal spielte die Trägerin der Goldenen Kamera die gehörlose Sarah in "Gottes vergessene Kinder" und setzt sich seither für die Belange Gehör­loser ein. 2002 erhielt sie das Bundes­ver­dienst­kreuz. Die en­ga­gierte Klima­schützerin ist seit 20 Jahren Vegetarierin. Durch ihre vielen Aus­lands­auf­enthalte, unter anderem für Plan Inter­national, sind ihr die Förde­rung von Mädchen und der Klima- und Umwelt­schutz von besonderer Bedeutung.

 

"Beweglich bleiben – Ideen – Innovation – Perspektive"

Nia KünzerNia Künzer wurde in Botsuana geboren und wuchs im hessischen Wetzlar auf, wo auch ihre Karriere als Fußballspielerin begann. 2008 schloss sie an der Universität Gießen ihr Pädagogikstudium ab. Heute arbeitet Nia Künzer im Hessischen Innenministerium und ist Sportbotschafterin des Landes Hessen. Zudem fungiert sie als ARD-Frauenfußball-Expertin. Des Weiteren engagiert sich Nia Künzer als Botschafterin bei "Kinder stark machen" und "Integration gewinnt" sowie bei vielen weiteren sozialen und integrativen Projekten. Als Laureus-Botschafterin zählt die Weltmeisterin zu den Gesichtern des Projektes "Laureus Kicking Girls". Im Mai 2011 wurde Nia Künzer vom Bundes­minis­terium für wirt­schaft­liche Zu­sammen­arbeit und Ent­wicklung (BMZ) der Walter-Scheel-Preis für ihr Engage­ment in der Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit überreicht.

 

"Mehr Transparenz und Effizienz."

Edda Müller. Urheberrecht: DanetzkiProf. Dr. Edda Müller absolvierte ihr Studium an der ENA (Ecole nationale d’administration) und ist Honorarprofessorin für Politik­wissen­schaft an der Hochschule für Ver­wal­tungs­wissen­schaft Speyer. Seit 2010 ist sie ehren­amtliche Vorsitzende von Transparency International Deutschland. Bis Juli 2007 hatte sie den Vorstand des Ver­braucher­zentrale Bundes­verbands e.V. inne. Zuvor war sie Vize­direktorin der Europäischen Umwelt­agentur in Kopenhagen, Leiterin der Abteilung Klima­politik des Wuppertal Instituts, Ministerin für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein, Ministerial­dirigentin im Bundes­ministerium für Umwelt, Natur­schutz und Reaktor­sicherheit und war somit zu­ständig unter anderem für Klima­politik. Weitere berufliche Stationen waren im Umwelt­bundesamt, in der Planungs­ab­teilung des Bundes­kanzler­amts und in der Ver­fassungs­abteilung des Bundes­ministeriums des Innern.

 

"Der Politik mit Rat und Irritation zur Seite stehen."

Volker Perthes. Urheberrecht: SWPProf. Dr. Volker Perthes ist Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Die SWP berät auf der Grundlage eigener, praxisbezogener Forschung den Deutschen Bundes­tag und die Bundes­re­gierung in allen Fragen der Außen- und Sicherheits­politik. Er ist außer­plan­mäßiger Professor an der Humboldt-Uni­versität zu Berlin sowie Honorar­professor an der Freien Universität Berlin. Perthes gehört als Mitglied dem Beirat des Shanghai Institute for International Studies (SIIS) und dem Forschungsbeirat The Finnish Institute of International Affairs (FIIA) an. Zuvor war er Leiter der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika der SWP in Berlin und hatte eine Assistenzprofessur der American University in Beirut inne.

 

"Mehr suchen als planen."

Ulrich PostUlrich Post leitet den Arbeitsbereich Politik und Außen­be­ziehungen bei der Welt­hunger­hilfe in Bonn. Zuvor arbeitete er unter an­de­rem im Afrika-Institut in Hamburg, beim "Stern", der Zeitschrift "der überblick" sowie als Geschäftsführer der Nord-Süd-Initiative Germanwatch. Vier Jahre lang leitete er die Redaktion von "Litsoakotleng", der größten Zeitschrift Lesothos und bildete in dieser Zeit auch Journalisten aus dem südlichen Afrika weiter. Post vertritt als Vorsitzender des Dachverbandes VENRO die Interessen der deutschen Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sationen (NRO) gegenüber Politik und Wirtschaft.

 

 

"Über Stereotype hinausgehen – neue Ansätze finden!"

Stephan ReimersPrälat em. Dr. Stephan Reimers war von 1999 bis 2009 Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union. In dieser Zeit war er auch für die ent­wick­lungs­politische Arbeit der Kirchen in ver­schiedenen Funktionen ver­ant­wort­lich tätig: Vorsitzender der Ge­mein­samen Konferenz Kirche und Ent­wicklung (GKKE), Vorsitzender der Evangelischen Zentral­stelle für Ent­wick­lungs­hilfe (EZE) und Auf­sichts­rats­mit­glied des Evangelischen Ent­wick­lungs­dienstes (EED). Zuvor initiierte er als Leiter des Diakonischen Werkes Hamburg eine Reihe sozialer Projekte wie zum Beispiel: Obdachlosenzeitung "Hinz&Kunzt", das Hamburger Spendenparlament und den Mitter­nachts­bus. Seit 2008 ist er Mitglied des Präsidiums der Welt­hungerhilfe e.V.

 

"Fuck the motto."

Katja Riemann. Urheberrecht: Matthias BothorKatja Riemann ist eine deutsche Schau­spielerin, Sängerin, Kinderbuchautorin und UNICEF-Botschafterin. Nach dem Abitur begann sie 1983 ihr Studium in Hamburg mit einem Semester Tanzpädagogik, ab 1984 besuchte sie die Hochschule für Musik und Theater Hannover und anschließend die Otto-Falckenberg-Schule in München. Ihre erste Filmrolle erhielt sie 1985 von Peter Beauvais in "Sommer in Losmona". Noch vor Ende ihrer Ausbildung wurde sie in das Ensemble der Münchner Kammer­spiele aufgenommen. Triumphe in der Schauspielkunst feierte sie unter anderem bei den Filmfestspielen in Venedig 2003 (beste Hauptdarstellerin für "Rosenstraße") und mit dem Deutschen Filmpreis 2005 für "Agnes und seine Brüder" von Oskar Roehler. Mit ihrem aktuellen Programm "Friedensreich – Ein Doitsch­land­abend" ist sie derzeit auf deutschen Bühnen zu erleben.

 

"Gemeinsam planen – nachhaltig umsetzen."

Jens RomausJens Romaus ist als Senior Vice President und Global Head of Public Services Industry Solutions weltweit für die Lösungen der SAP im Bereich Public Services verantwortlich. Nach seinem Studium der Wirt­schafts­wissen­schaften startete Jens Romaus seine be­ruf­liche Karriere bei Siemens. Bei SAP war er ab 1994 zunächst im Bereich "Corporate Sales" tätig, bevor er das "Industry Center of Expertise" im Bereich Public Sector und danach die interne Revision leitete. Im Jahr 1998 verließ er SAP und übernahm bei mehreren SAP-Kunden und einem SAP-Partner Führungsaufgaben (CFO, CIO, Partner). Im Jahr 2006 kehrte er zu SAP zurück und übernahm 2010 die Leitung von "Public Services Industry Solutions".

 

"Mehr Menschenrechte in die Entwicklungspolitik!"

Beate Rudolf. Urheberrecht: Deutsches Institut für Menschenrechte / S. PietschmannProf. Dr. Beate Rudolf ist Direktorin des Deutschen Instituts für Menschen­rechte, der un­ab­hängigen nationalen Menschen­rechts­institution Deutschlands. Zuvor forschte sie an der Freien Universität Berlin und der Tulane Law School, New Orleans, zu Grund- und Menschen­rechten und zu Staats­struktur­prinzipien nach Völker­recht, Europa­recht und deutschem Ver­fassungs­recht sowie in rechts­ver­gleichender Perspektive. Im Sonder­forschungs­bereich "Governance in Räumen begrenzter Staat­lichkeit" untersuchte sie völker­rechtliche Vorgaben für Gov­er­nance in schwachen und zerfallenden Staaten. Sie ist unter anderem Vize­präsidentin der European Women Lawyers Association und Mit­heraus­geberin eines Kommentars zum UN-Über­ein­kommen zur Be­seitigung jeder Form der Dis­kriminierung der Frau (CEDAW).

 

"Entwicklungspolitik durch nachhaltigen Konsum, nachhaltiger Konsum durch Entwicklungspolitik."

Ulf SchraderProf. Dr. Ulf Schrader leitet das Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger Konsum an der Technischen Universität Berlin. Seit über 15 Jahren arbeitet er zu Fragen der ökologischen und sozialen Ver­ant­wortung von Unter­nehmen und Kon­su­men­ten. Im Hinblick auf eine innovative Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit interessieren ihn vor allem eine umfassende und selbst­kritische Orien­tie­rung am Leitbild der nach­haltigen Ent­wick­lung, die Rolle von Marketing und Konsum bei der globalen Durchsetzung von Umwelt- und Sozial­standards sowie die Potenziale einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Bil­dungs­thema ist ins­be­sondere relevant im Rahmen seiner Mit­arbeit bei "PERL – The Partnership for Education and Research about Responsible Living" (www.perlprojects.org).

 

"Kunst für alle. Überall."

Tom Tykwer. Urheberrecht: Joachim GernTom Tykwer ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor, Komponist und Produzent. 1980 zog er von seiner Heimatstadt Wupper­tal nach Berlin, jobbte in verschiedenen Pro­gramm­kinos als Filmvorführer und über­nahm 1988 die Programmgestaltung des Berliner »Moviemento«-Kinos. Tom Tykwer ist Gründer und Gesellschafter der Film­pro­duk­tions­firma X Filme Creative Pool GmbH. Seine bisherige Filmographie enthält unter anderem »Die Tödliche Maria« (1993), »Winterschläfer« (1997), »Lola rennt« (1998), »Der Krieger und die Kaiserin« (2000), »Heaven« (2002), »Das Parfum – die Geschichte eines Mörders« (2006) und »The International« (2009). 2008 gründete Tykwer gemeinsam mit Marie Steinmann den gemeinnützigen Verein One Fine Day e.V., der Kunsterziehungs- und Weiterbildungsprojekte mit Jugend­lichen in Ostafrika, insbesondere Kenia, fördert. Aus diesem Verein ging die Produktionsfirma One Fine Day Films hervor, deren Pilot-Filmprojekt »Soul Boy« im November 2008 in Nairobis größtem Slum Kibera gedreht wurde. »Soul Boy« wurde im Januar 2010 beim Filmfestival in Göteborg uraufgeführt. Als Film­pro­du­zent engagierte sich Tykwer bisher unter anderem bei fol­gen­den Projekten: »Absolute Giganten« (1999, Regie: Sebastian Schipper), »Lautlos« (2004, Regie: Mennan Yapo), »Ein Freund von mir« (2006, Regie: Sebastian Schipper) und »Das Herz ist ein dunkler Wald« (2007, Regie: Nicolette Krebitz).

 

"Ein Grundpfeiler der nachhaltigen Armuts­be­kämpfung ist die berufliche Bildung. Sie sollte daher integraler Bestandteil der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit sein. Die deutsche Wirt­schaft kann hierzu viel beitragen."

Martin Wansleben. Urheberrecht: Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.Dr. Martin Wansleben ist seit 2001 Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Nach seiner Schulbildung studierte er von 1977 bis 1982 Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Bonn und Köln. Mit seinem Abschluss als Diplom-Volkswirt promovierte er 1986 an der Universität Tübingen zum Dr. rer. pol. Von 1982 bis Oktober 2001 war Wansleben in verschiedenen Positionen beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) in Frankfurt am Main tätig, zuletzt als Hauptgeschäftsführer.

 

"Mehr Soziale Marktwirtschaft in der Entwicklungspolitik!"

Martin J. WildeMartin J. Wilde ist Geschäftsführer des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) und der BKU-nahen AFOS-Stiftung für Unter­nehmer­ische Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit. Er war für die Konrad-Adenauer-Stiftung in Ghana, Senegal und Nigeria tätig und zuvor als Referent im BMZ. Martin Wilde ist ins­be­sondere an einer ordnungs­politischen Reform der Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit interessiert und war Mit­initiator des Bonner Aufrufs. Er ist Vorsitzender des Ghana-Forums NRW, stell­ver­tretender Vor­sitzender von Don Bosco Jugend Dritte Welt e.V. sowie Ku­ra­to­ri­ums­mitglied bei World Vision Deutschland e.V.

 

"Weichen richtig stellen!"

Margret Wintermantel. Urheberrecht: FiegelProf. Dr. Margret Wintermantel ist seit 2006 Präsidentin der Hoch­schul­rektoren­konferenz, die sich für die Zu­sammen­arbeit von Hoch­schulen mit Partnern in Ent­wick­lungs­ländern engagiert. Margret Wintermantel hat Psy­cho­lo­gie und Publizistik in Mainz studiert, wo sie auch promovierte. Sie ist Professorin für So­zial­psy­cho­logie an der Uni­versität des Saar­landes, deren Präsidentin sie von 2000 bis 2006 war. Sie arbeitet in einer Viel­zahl nationaler und inter­nationaler Fach­gremien mit, unter anderem im Kuratorium des Deutschen Aka­demischen Aus­tausch­dienstes, des Deutschen Studenten­werks, der Studien­stiftung des Deutschen Volkes. Sie ist Mitglied des Österreichischen Wissen­schafts­rates, des Council der United Nations University sowie des Vor­stands der European University Association (EUA). Für ihr Engagement wurde sie 2005 durch Ernennung zum Ritter der französischen Ehrenlegion und 2009 durch Vergabe des Verdienst­kreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

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