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Ministerium

Der Innovationsbeirat – "Impulse für neue Ideen"
Im Oktober 2011 hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Innovationsbeirat ins Leben gerufen. Ziel des Beirates ist es, das Ministerium dabei zu unterstützen, Entwicklungspolitik neu zu denken und zukunftsfähige Ideen für die Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu entwickeln.
"Impulse für neue Ideen" – das verspricht sich das Ministerium von seinem neuen Beratungsgremium. Das BMZ versteht sich als lernendes Unternehmen und ist deswegen auch ausdrücklich an innovativen Ideen interessiert.
Die Mitglieder des Beirates kommen aus verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens wie der Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kultur und den Medien. Diese heterogene Zusammensetzung gewährleistet, dass tatsächlich neue Denkansätze entwickelt und Herausforderungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden.
"Das BMZ holt den Frühjahrsputz nach und bringt seine Methoden und Strategien auf Vordermann. Mit dem Innovationsbeirat tragen wir Entwicklungspolitik stärker in die Mitte der Gesellschaft. Wir brechen aus alten Denkmustern aus und denken 'out of the box', abseits der alten Trampelpfade", so formuliert es Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz.
In seiner Vielfalt repräsentiert der Innovationsbeirat unterschiedlichste gesellschaftliche Gruppen und stellt so eine Brücke zwischen diesen und dem BMZ dar.
Am 18. Oktober 2011 haben der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, und der Staatssekretär im BMZ, Hans-Jürgen Beerfeltz, den neu geschaffenen Innovationsbeirat in Berlin vorgestellt.
Die Mitglieder
"Hilfe für eine bessere Afrikapolitik."
Dr. Asfa-Wossen Asserate, Prinz aus dem äthiopischen Kaiserhaus, wurde 1948 in Addis Abeba geboren. An der Deutschen Schule bestand er das Abitur. Er studierte Geschichte und Jura in Tübingen und Cambridge und promovierte in Frankfurt am Main. Die Revolution in Äthiopien verhinderte die Rückkehr in seine Heimat. Er blieb in Deutschland und ist heute als Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten und als politischer Analyst tätig. Sein Buch »Manieren« wurde von der Kritik gefeiert. Bei Scherz erschienen seine Bücher »Ein Prinz aus dem Hause David« (2007) und »Draußen nur Kännchen« (2010).
"Erste Schritte auf einem langen Weg."
Prof. Dr. Christina E. Bannier hat seit 2007 die Professur für Mittelstandsfinanzierung an der Frankfurt School of Finance & Management inne, seit 2011 ist sie Leiterin des Finance-Departments. Ihr Studium der Volkswirtschaftslehre und ihre anschließende Promotion über Währungskrisen wurden durch ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes unterstützt. Forschungsprojekte führten sie unter anderem an die London School of Economics, die San Diego State University und die Finanzakademie Moskau. Im Handelsblatt-Ranking der Forschungsproduktivität zählt Christina Bannier zu den besten 10 Prozent der deutschsprachigen BWL-Professoren.
"Veränderungen als Chance begreifen"
Bernd Becker ist Vorsitzender der Geschäftsführung ThyssenKrupp System Engineering. Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung als Industriekaufmann studierte er anschließend Betriebswirtschaftslehre. Seit 1978 ist Bernd Becker in verschiedenen Unternehmen des Maschinenbaus des ThyssenKrupp Konzerns tätig. In dieser Zeit war er unter anderem für strategische Aufgaben für den Vorstandsvorsitzenden der Maschinenbauholding und für den Bereich Finance/Controlling der Metalcutting Group verantwortlich. Ab 2004 übernahm er den Vorsitz der Geschäftsführung für diese Unternehmensgruppe. In 2006 wechselte er in den Vorsitz der Geschäftsführung der ThyssenKrupp Drauz Nothelfer GmbH und führte die im Marktsegement Automotive agierenden Anlagenbaubereiche von ThyssenKrupp (Drauz Nothelfer, Krause und EGM) zur neuen Gesellschaft ThyssenKrupp System Engineering zusammen. Bernd Becker ist als Vorsitzender der Geschäftsführung der ThyssenKrupp System Engineering für Strategy/New Business Areas, Global Product Management, Sales und Service verantwortlich. Das Maschinenbauunternehmen ist international aufgestellt (elf Länder) und mit eigenen Vertriebs-, Produktions- und Servicegesellschaften im Ausland aktiv. In diesem Zusammenhang ist Bernd Becker, nicht nur durch die Leitung der Aufsichtsgremien, auch regelmäßig in den Ländern Brasilien, China und Indien tätig.
"Digital-soziale Chancen nutzen."
Till Behnke verfolgte nach dem Abitur zunächst eine Karriere als Leistungssportler, die ihn zum Rugby spielen nach Südafrika führte. Während seines Studiums der Wirtschaftsinformatik arbeitete er für das Deutsche-Bank-Tochterunternehmen Paybox und anschließend als Projekt- und Prozessmanager für Daimler Financial Services in Europa und Nordamerika. Anfang 2007 verließ er Daimler, um betterplace.org aufzubauen. Inzwischen vermittelt die Internetplattform Millionen Euro Spenden an soziale Projekte aus über 100 Ländern. Der Ausbau der Non-Profit-Organisation wird von einer wachsenden Anzahl Social Investors und Förderer finanziert – ab 2012 wird sich die Organisation selbst finanzieren. Till Behnke wurde für betterplace.org als Fellow und Stipendiat von Ashoka ausgezeichnet, von der Zeitschrift Capital in die Junge Elite Top 40 der Wirtschaft gewählt und in das Young-Leaders-Netzwerk des Atlantik-Brücke e.V. aufgenommen.
"Die Armen selbst über ihre Entwicklung(sziele) bestimmen lassen..."
Prof. Dr. Frank Bliss ist Professor für Ethnologie an der Universität Hamburg und Mitinhaber des entwicklungspolitischen Gutachterbüros Bliss & Gaesing – Associated Consultants. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen sozio-kulturelle Aspekte von Entwicklung, Gender, Bevölkerungsbeteiligung sowie der Trinkwasserversorgung und beziehen sich vor allem auf Nordafrika, Sahelafrika und Zentralasien. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zu entwicklungspolitischen und islamwissenschaftlichen Themen sowie zur Ethnologie Ägyptens, des Maghreb und Tadschikistans verfasst. Frank Bliss ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsethnologie und des Politischen Arbeitskreis Schulen.
"Grundlegend umdenken!"
Prof. Dr. Hans-Gert Braun war Professor an der Universität Stuttgart und hat dort internationale Wirtschafts- und Entwicklungspolitik gelehrt. Zudem war er Direktor und Chefvolkswirt der DEG in Köln, der Finanzinstitution zur Förderung der Privatwirtschaft in Entwicklungs- und Reformländern. Daneben war er Mitherausgeber und Chefredakteur des Internationalen Afrikaforums und er war Berater für nationale Regierungen und Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit. Er hat zahlreiche Publikationen verfasst, sein jüngstes Werk "Armut überwinden ...." (2010) enthält eine Fülle entwicklungspolitischer Ideen, die jetzt der Umsetzung harren.
"Innovationsbeirat? 'Innovation by Rat' hat Chance wenn Entwicklungspolitik und Forschung sich gegenseitig mehr zuhören."
Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim von Braun ist Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) an der Universität Bonn und Professor für wirtschaftlichen und technologischen Wandel (www.zef.de). Am ZEF arbeiten unter anderem etwa 120 Doktoranden, überwiegend aus Entwicklungsländern. Von 2002 bis 2009 war von Braun Generaldirektor des International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington D.C. Von Braun ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. Er wirkte mit als Sprecher bei der Rio-Konferenz, Welternährungsgipfeln sowie dem "World Economic Forum" in Davos. Seine Forschung konzentriert sich auf Fragen der Armut, Agrarwirtschaft, Handel, Ernährung, Gesundheit, Forschungs- und Technologiepolitik.
"Zukunft gestalten – eine Gemeinschaftsaufgabe!"
Sabine Christiansen ist Medien-Unternehmerin, TV-Journalistin und UNICEF-Botschafterin. Sie gehört zu den bekanntesten Journalistinnen und Moderatorinnen im deutschen Fernsehen. Zehn Jahre – von 1998 bis 2008 – leitete Christiansen am Sonntagabend die Sendung "Sabine Christiansen" in der ARD mit bis zu 8,5 Millionen Zuschauern. Zuvor hatte Sabine Christiansen 10 Jahre lang die ARD-"Tagesthemen" moderiert. Für ihre Arbeit ist sie mit allen wichtigen Medienpreisen ausgezeichnet worden. Sabine Christiansen ist UNICEF-Botschafterin und Vorsitzende der Sabine-Christiansen-Kinderstiftung, die sich für Kinderrechte und Integrationsprojekte einsetzt. Für ihr soziales Engagement wurde sie vielfach, auch international ausgezeichnet: sie ist unter anderem Ritter der französischen Ehrenlegion und erhielt das Bundesverdienstkreuz.
"Entwicklungszusammenarbeit: Je wirksamer, desto besser für alle!"
Gerold Dieke ist Diplom-Kaufmann und verbrachte mehrjährige Studien- und Arbeitsaufenthalte in Lateinamerika. Er arbeitete als freiberuflicher Gutachter für die Bereiche Entwicklungsbanken, Selbsthilfeförderung, Projektprüfung. Er betreute Hochschulpartnerschaften der Universität zu Münster mit lateinamerikanischen Hochschulen, war Abteilungsleiter in der Auslandsarbeit einer politischen Stiftung und 12 Jahre als Geschäftsführer in der bilateralen Technischen Zusammenarbeit (ehemals GTZ). Zudem war er vier Jahre Vorsitzender einer internationalen Menschenrechtskommission und ehrenamtlich in der entwicklungspolitischen Grundsatzarbeit tätig. Persönliche fachliche Schwerpunkte: Politikberatung, Demokratie und Menschenrechte, Raumordnung/Regionalplanung, Selbsthilfeförderung, Artenschutz.
"Nicht nur Neues denken, sondern auch Neues tun!"
Sabine Donner ist als Projektleiterin bei der Bertelsmann Stiftung verantwortlich für das Projekt "Den Wandel gestalten – Strategien der Entwicklung und Transformation" und den Transformation Index (BTI), an dessen Konzeption und Entwicklung sie seit 2001 beteiligt ist. Der BTI ist eine globale Untersuchung zur Qualität von Demokratie, Marktwirtschaft und Regierungsfähigkeit in 128 Transformations- und Entwicklungsländern. Ergänzt und komplettiert wird der BTI seit 2003 vom in Kooperation mit der GIZ veranstalteten Dialogformat "Transformation Thinkers", bei dem sich jährlich junge Akteure des Wandels aus allen Weltregionen über Strategien der Demokratisierung und Good Governance austauschen. Sabine Donner hat Politikwissenschaft, Literaturwissenschaft und Slawistik an der Universität Freiburg studiert und vor ihrer Tätigkeit bei der Bertelsmann Stiftung als freie Journalistin gearbeitet.
"Das einzige Ziel der Entwicklungshilfe muss sein: sich überflüssig zu machen."
Dr. Ursula Eid ist seit 2010 Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. Seit 2004 ist sie außerdem stellvertretende Vorsitzende des Beraterkreises für Wasser und sanitäre Grundversorgung des UNO-Generalsekretärs. Sie war von 1998 bis 2005 als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) tätig. Von 2001 bis 2005 beriet sie Bundeskanzler Gerhard Schröder als Persönliche G8-Afrikabeauftragte. Sie arbeitete für die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ, jetzt GIZ) in Eritrea und war zwanzig Jahre Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit 1980 ist Ursula Eid Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen.
"Menschenwürdig leben - überall!"
Prälat Dr. Karl Jüsten ist Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin. Nach dem Studium der katholischen Theologie in Freiburg, Innsbruck und Bonn promovierte er 1999 mit dem Thema "Ethik und Ethos in der Demokratie". 1987 wurde er zum Priester geweiht. Prälat Jüsten war bis 1990 Kaplan in zwei Kölner Pfarreien, ab 1994 Präfekt am erzbischöflichen Priesterseminar in Köln und von 1996 bis 2000 stellvertretender Hauptabteilungsleiter der Abteilung Seelsorge-Personal im Erzbistum Köln. Seither leitet er das Kommissariat der deutschen Bischöfe (Verbindungsstelle der Deutschen Bischofskonferenz zu den Organen des Bundes und der Europäischen Union). Er nimmt diverse Funktionen in der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit wahr, unter anderem als Vorsitzender der katholischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe und Co-Vorsitzender der gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung.
"Für eine gerechte Welt. Ohne Armut."
Jörn Kalinski ist Mitbegründer des Oxfam Deutschland e.V., er leitet dort den Bereich Lobby- und Kampagnenarbeit und ist Mitglied der Steuerungsgruppen der Globalen Bildungskampagne sowie der Kampagne "Steuer gegen Armut". Zudem war er Mitbegründer der "Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit" (GSE), der damals – außerhalb der kirchlichen Kreise – ersten entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisation der DDR. Vor seiner Tätigkeit bei Oxfam promovierte er an der Universität Leipzig und arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten Leipzig und Oxford.
"Mutig nach vorne schreiten und etwas bewegen."
Marion Kracht entstammt einer Künstlerfamilie und ist seit ihrem 5. Lebensjahr als Schauspielerin in Theater, Film und Fernsehen tätig. Seit vielen Jahren ist sie sozial engagiert. Unter anderem hat sie seit Anfang der 90er Jahre mehrere Patenschaften bei dem Kinderhilfswerk Plan International, ist dort Kuratoriumsmitglied, stellvertretende Vorsitzende bei der Fair Play Stiftung, Fördermitglied bei der Berliner Tafel und übernahm die Patenschaft für die Aktion Biobrotbox 2009–2011. 250 Mal spielte die Trägerin der Goldenen Kamera die gehörlose Sarah in "Gottes vergessene Kinder" und setzt sich seither für die Belange Gehörloser ein. 2002 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Die engagierte Klimaschützerin ist seit 20 Jahren Vegetarierin. Durch ihre vielen Auslandsaufenthalte, unter anderem für Plan International, sind ihr die Förderung von Mädchen und der Klima- und Umweltschutz von besonderer Bedeutung.
"Beweglich bleiben – Ideen – Innovation – Perspektive"
Nia Künzer wurde in Botsuana geboren und wuchs im hessischen Wetzlar auf, wo auch ihre Karriere als Fußballspielerin begann. 2008 schloss sie an der Universität Gießen ihr Pädagogikstudium ab. Heute arbeitet Nia Künzer im Hessischen Innenministerium und ist Sportbotschafterin des Landes Hessen. Zudem fungiert sie als ARD-Frauenfußball-Expertin. Des Weiteren engagiert sich Nia Künzer als Botschafterin bei "Kinder stark machen" und "Integration gewinnt" sowie bei vielen weiteren sozialen und integrativen Projekten. Als Laureus-Botschafterin zählt die Weltmeisterin zu den Gesichtern des Projektes "Laureus Kicking Girls". Im Mai 2011 wurde Nia Künzer vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) der Walter-Scheel-Preis für ihr Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit überreicht.
"Mehr Transparenz und Effizienz."
Prof. Dr. Edda Müller absolvierte ihr Studium an der ENA (Ecole nationale d’administration) und ist Honorarprofessorin für Politikwissenschaft an der Hochschule für Verwaltungswissenschaft Speyer. Seit 2010 ist sie ehrenamtliche Vorsitzende von Transparency International Deutschland. Bis Juli 2007 hatte sie den Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V. inne. Zuvor war sie Vizedirektorin der Europäischen Umweltagentur in Kopenhagen, Leiterin der Abteilung Klimapolitik des Wuppertal Instituts, Ministerin für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein, Ministerialdirigentin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und war somit zuständig unter anderem für Klimapolitik. Weitere berufliche Stationen waren im Umweltbundesamt, in der Planungsabteilung des Bundeskanzleramts und in der Verfassungsabteilung des Bundesministeriums des Innern.
"Der Politik mit Rat und Irritation zur Seite stehen."
Prof. Dr. Volker Perthes ist Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Die SWP berät auf der Grundlage eigener, praxisbezogener Forschung den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung in allen Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik. Er ist außerplanmäßiger Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin. Perthes gehört als Mitglied dem Beirat des Shanghai Institute for International Studies (SIIS) und dem Forschungsbeirat The Finnish Institute of International Affairs (FIIA) an. Zuvor war er Leiter der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika der SWP in Berlin und hatte eine Assistenzprofessur der American University in Beirut inne.
"Mehr suchen als planen."
Ulrich Post leitet den Arbeitsbereich Politik und Außenbeziehungen bei der Welthungerhilfe in Bonn. Zuvor arbeitete er unter anderem im Afrika-Institut in Hamburg, beim "Stern", der Zeitschrift "der überblick" sowie als Geschäftsführer der Nord-Süd-Initiative Germanwatch. Vier Jahre lang leitete er die Redaktion von "Litsoakotleng", der größten Zeitschrift Lesothos und bildete in dieser Zeit auch Journalisten aus dem südlichen Afrika weiter. Post vertritt als Vorsitzender des Dachverbandes VENRO die Interessen der deutschen Nichtregierungsorganisationen (NRO) gegenüber Politik und Wirtschaft.
"Über Stereotype hinausgehen – neue Ansätze finden!"
Prälat em. Dr. Stephan Reimers war von 1999 bis 2009 Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union. In dieser Zeit war er auch für die entwicklungspolitische Arbeit der Kirchen in verschiedenen Funktionen verantwortlich tätig: Vorsitzender der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), Vorsitzender der Evangelischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe (EZE) und Aufsichtsratsmitglied des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED). Zuvor initiierte er als Leiter des Diakonischen Werkes Hamburg eine Reihe sozialer Projekte wie zum Beispiel: Obdachlosenzeitung "Hinz&Kunzt", das Hamburger Spendenparlament und den Mitternachtsbus. Seit 2008 ist er Mitglied des Präsidiums der Welthungerhilfe e.V.
"Fuck the motto."
Katja Riemann ist eine deutsche Schauspielerin, Sängerin, Kinderbuchautorin und UNICEF-Botschafterin. Nach dem Abitur begann sie 1983 ihr Studium in Hamburg mit einem Semester Tanzpädagogik, ab 1984 besuchte sie die Hochschule für Musik und Theater Hannover und anschließend die Otto-Falckenberg-Schule in München. Ihre erste Filmrolle erhielt sie 1985 von Peter Beauvais in "Sommer in Losmona". Noch vor Ende ihrer Ausbildung wurde sie in das Ensemble der Münchner Kammerspiele aufgenommen. Triumphe in der Schauspielkunst feierte sie unter anderem bei den Filmfestspielen in Venedig 2003 (beste Hauptdarstellerin für "Rosenstraße") und mit dem Deutschen Filmpreis 2005 für "Agnes und seine Brüder" von Oskar Roehler. Mit ihrem aktuellen Programm "Friedensreich – Ein Doitschlandabend" ist sie derzeit auf deutschen Bühnen zu erleben.
"Gemeinsam planen – nachhaltig umsetzen."
Jens Romaus ist als Senior Vice President und Global Head of Public Services Industry Solutions weltweit für die Lösungen der SAP im Bereich Public Services verantwortlich. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften startete Jens Romaus seine berufliche Karriere bei Siemens. Bei SAP war er ab 1994 zunächst im Bereich "Corporate Sales" tätig, bevor er das "Industry Center of Expertise" im Bereich Public Sector und danach die interne Revision leitete. Im Jahr 1998 verließ er SAP und übernahm bei mehreren SAP-Kunden und einem SAP-Partner Führungsaufgaben (CFO, CIO, Partner). Im Jahr 2006 kehrte er zu SAP zurück und übernahm 2010 die Leitung von "Public Services Industry Solutions".
"Mehr Menschenrechte in die Entwicklungspolitik!"
Prof. Dr. Beate Rudolf ist Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, der unabhängigen nationalen Menschenrechtsinstitution Deutschlands. Zuvor forschte sie an der Freien Universität Berlin und der Tulane Law School, New Orleans, zu Grund- und Menschenrechten und zu Staatsstrukturprinzipien nach Völkerrecht, Europarecht und deutschem Verfassungsrecht sowie in rechtsvergleichender Perspektive. Im Sonderforschungsbereich "Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit" untersuchte sie völkerrechtliche Vorgaben für Governance in schwachen und zerfallenden Staaten. Sie ist unter anderem Vizepräsidentin der European Women Lawyers Association und Mitherausgeberin eines Kommentars zum UN-Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau (CEDAW).
"Entwicklungspolitik durch nachhaltigen Konsum, nachhaltiger Konsum durch Entwicklungspolitik."
Prof. Dr. Ulf Schrader leitet das Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger Konsum an der Technischen Universität Berlin. Seit über 15 Jahren arbeitet er zu Fragen der ökologischen und sozialen Verantwortung von Unternehmen und Konsumenten. Im Hinblick auf eine innovative Entwicklungszusammenarbeit interessieren ihn vor allem eine umfassende und selbstkritische Orientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung, die Rolle von Marketing und Konsum bei der globalen Durchsetzung von Umwelt- und Sozialstandards sowie die Potenziale einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Bildungsthema ist insbesondere relevant im Rahmen seiner Mitarbeit bei "PERL – The Partnership for Education and Research about Responsible Living" (www.perlprojects.org).
"Kunst für alle. Überall."
Tom Tykwer ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor, Komponist und Produzent. 1980 zog er von seiner Heimatstadt Wuppertal nach Berlin, jobbte in verschiedenen Programmkinos als Filmvorführer und übernahm 1988 die Programmgestaltung des Berliner »Moviemento«-Kinos. Tom Tykwer ist Gründer und Gesellschafter der Filmproduktionsfirma X Filme Creative Pool GmbH. Seine bisherige Filmographie enthält unter anderem »Die Tödliche Maria« (1993), »Winterschläfer« (1997), »Lola rennt« (1998), »Der Krieger und die Kaiserin« (2000), »Heaven« (2002), »Das Parfum – die Geschichte eines Mörders« (2006) und »The International« (2009). 2008 gründete Tykwer gemeinsam mit Marie Steinmann den gemeinnützigen Verein One Fine Day e.V., der Kunsterziehungs- und Weiterbildungsprojekte mit Jugendlichen in Ostafrika, insbesondere Kenia, fördert. Aus diesem Verein ging die Produktionsfirma One Fine Day Films hervor, deren Pilot-Filmprojekt »Soul Boy« im November 2008 in Nairobis größtem Slum Kibera gedreht wurde. »Soul Boy« wurde im Januar 2010 beim Filmfestival in Göteborg uraufgeführt. Als Filmproduzent engagierte sich Tykwer bisher unter anderem bei folgenden Projekten: »Absolute Giganten« (1999, Regie: Sebastian Schipper), »Lautlos« (2004, Regie: Mennan Yapo), »Ein Freund von mir« (2006, Regie: Sebastian Schipper) und »Das Herz ist ein dunkler Wald« (2007, Regie: Nicolette Krebitz).
"Ein Grundpfeiler der nachhaltigen Armutsbekämpfung ist die berufliche Bildung. Sie sollte daher integraler Bestandteil der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sein. Die deutsche Wirtschaft kann hierzu viel beitragen."
Dr. Martin Wansleben ist seit 2001 Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Nach seiner Schulbildung studierte er von 1977 bis 1982 Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Bonn und Köln. Mit seinem Abschluss als Diplom-Volkswirt promovierte er 1986 an der Universität Tübingen zum Dr. rer. pol. Von 1982 bis Oktober 2001 war Wansleben in verschiedenen Positionen beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) in Frankfurt am Main tätig, zuletzt als Hauptgeschäftsführer.
"Mehr Soziale Marktwirtschaft in der Entwicklungspolitik!"
Martin J. Wilde ist Geschäftsführer des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) und der BKU-nahen AFOS-Stiftung für Unternehmerische Entwicklungszusammenarbeit. Er war für die Konrad-Adenauer-Stiftung in Ghana, Senegal und Nigeria tätig und zuvor als Referent im BMZ. Martin Wilde ist insbesondere an einer ordnungspolitischen Reform der Entwicklungszusammenarbeit interessiert und war Mitinitiator des Bonner Aufrufs. Er ist Vorsitzender des Ghana-Forums NRW, stellvertretender Vorsitzender von Don Bosco Jugend Dritte Welt e.V. sowie Kuratoriumsmitglied bei World Vision Deutschland e.V.
"Weichen richtig stellen!"
Prof. Dr. Margret Wintermantel ist seit 2006 Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, die sich für die Zusammenarbeit von Hochschulen mit Partnern in Entwicklungsländern engagiert. Margret Wintermantel hat Psychologie und Publizistik in Mainz studiert, wo sie auch promovierte. Sie ist Professorin für Sozialpsychologie an der Universität des Saarlandes, deren Präsidentin sie von 2000 bis 2006 war. Sie arbeitet in einer Vielzahl nationaler und internationaler Fachgremien mit, unter anderem im Kuratorium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, des Deutschen Studentenwerks, der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Sie ist Mitglied des Österreichischen Wissenschaftsrates, des Council der United Nations University sowie des Vorstands der European University Association (EUA). Für ihr Engagement wurde sie 2005 durch Ernennung zum Ritter der französischen Ehrenlegion und 2009 durch Vergabe des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.







