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Weltbevölkerung

Stele vor dem BMZ zeigt wachsende Weltbevölkerung in Echtzeit


Darstellung der wachsenden Weltbevölkerung auf einer Stele vor dem BMZ in Berlin

Vor dem Berliner Dienstsitz des Bundesentwicklungsministeriums in der Stresemannstraße sorgt seit Kurzem eine Stele für Aufmerksamkeit bei Passanten, Touristen und den Besuchern des Ministeriums.

Auf einem sich ständig aktualisierenden Display zeigt die Stele in Echtzeit, wie die Zahl der Menschen wächst, die zurzeit auf der Welt leben. Die Zahlenangabe beruht auf einem Rechenmodell, das auf den Zahlen der Vereinten Nationen zur Analyse der Bevölkerungsentwicklung basiert (UN World Population Prospects).

Wie die Stele zeigt, leben heute weit mehr als 7,3 Milliarden Menschen auf der Erde. Jeder von ihnen ist frei und mit gleichen Rechten ausgestattet – wo immer er zur Welt kommt. Seine Würde ist unantastbar.

Dieses Bewusstsein leitet und prägt unsere Arbeit im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Vor 15 Jahren hat sich die internationale Gemeinschaft die Millenniumsentwicklungsziele gesetzt. Auch das BMZ setzt sich seither mit aller Kraft dafür ein, diese Ziele zu erreichen.

Und wir haben Erfolge:

  • Die absolute Armut ist gesunken.
  • Mehr Kinder denn je gehen zur Schule.
  • 1950 wurde weltweit nur einer von hundert Menschen älter als 70 Jahre. Heute erreichen mehr als die Hälfte der Menschen dieses Alter.
  • Insgesamt leben immer mehr Menschen auf einem immer höheren Wohlstandsniveau. Und das, obwohl wir heute eine Milliarde mehr sind, als noch zur Jahrtausendwende.

Aber: Auch im Jahr 2015 gibt es noch viel zu viele Menschen, die nicht einmal ihre wichtigsten Grundbedürfnisse erfüllen können.

Noch immer…

  • …leben 1,2 Milliarden Menschen in Armut. Einer von sechs!
  • …sterben sechseinhalb Millionen Kleinkinder jährlich an den Folgen von Unterernährung oder an vermeidbaren Krankheiten.
  • …können 58 Millionen Kinder keine Schule besuchen.
  • …haben 750 Millionen Menschen keinen ausreichenden Zugang zu Trinkwasser.

Darum stand die Menschheit – trotz aller erreichten Erfolge – noch nie in der Geschichte vor so großen gemeinsamen Aufgaben: Wie können wir Armut und Elend weltweit überwinden und allen Menschen ein Leben in Gleichberechtigung und Würde ermöglichen? Und wie können wir zugleich den Wandel hin zu einer nachhaltigen Lebensweise vorantreiben und die Zerstörung der Lebensgrundlagen verhindern, von denen wir alle abhängen?

Wir tun etwas

Deutschland spricht nicht nur über seine wachsende Verantwortung in der Welt, sondern handelt auch. Von der Bewältigung der Flüchtlingskrise mit fast 60 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, über die Bekämpfung des Klimawandels bis hin zu Gesundheitsprogrammen für Afrika – zusammen mit seinen Partnern ist das BMZ weltweit im Einsatz, leistet Hilfe und entwickelt Perspektiven für die Menschen. Dabei ermöglicht uns der größte Haushalt seit Gründung unseres Ministeriums in Höhe von 7,42 Milliarden Euro für das kommende Jahr, diese Arbeit weiter auszubauen. Auch die wichtige Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft, den Kirchen, den Kommunen und der Wirtschaft werden wir verstärken.

So will das BMZ im kommenden Jahr 600 Millionen Euro in Flucht- und Aufnahmeländer investieren, besonders in den Ländern, die von den Folgen des Syrien-Konflikts betroffen sind. Allein im Libanon können mit deutscher Unterstützung 80.000 syrische, palästinensische und libanesische Kinder zur Schule gehen.

Die Mittel im Kampf gegen den Klimawandel sollen um zusätzlich 250 Millionen Euro steigen. Das BMZ trägt hier eine wachsende Verantwortung, da es für 90 Prozent der globalen Klimamittel Deutschlands zuständig ist. Auch Gesundheitssysteme sollen gestärkt werden, vor allem in Afrika. Hier will das BMZ in den kommenden Jahren zusätzliche 600 Millionen Euro investieren. Erhöht werden sollen auch die Mittel für die Bekämpfung des Hungers in der Welt und für Ausbildungsinitiativen in Nordafrika und im Nahen Osten.

Weitere Informationen

Datenquelle

Die Zahlenangabe beruht auf einem Rechenmodell, das die Vereinten Nationen zur Analyse der Bevölkerungsentwicklung verwenden (UN World Population Prospects). Weitere Informationen darüber finden Sie hier (englisch).

Lexikon der Entwicklungspolitik

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