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Erfahrungsberichte aus den Headquarters

Headquarters


"Das Mentoring-Programm für JPOs in Genf bietet eine ideale Ergänzung zur hervorragenden Betreuung der deutschen JPOs. Letztendlich muss jeder selbst seinen Weg in das System der Vereinten Nationen finden. Dabei kann es jedoch sehr nützlich sein, einen erfahrenen Begleiter auf diesem Weg zu haben."

Gruppenbild der  Junior Professional Officer s Tobias Schuldt, Nisha Manjooran, Anja Niebergall und Arne Treves. Urheberrecht: Tobias Schuldt, Nisha Manjooran, Anja Niebergall und Arne Treves

Tobias Schuldt, Nisha Manjooran (beide UN OCHA), Anja Niebergall (UNHCR) und Arne Treves (UNOG), Genf

Tobias Schuldt: "Bereits vor meiner JPO-Zeit hatte ich für die Vereinten Nationen in Krisenregionen gearbeitet. Somit war für mich die JPO-Stelle nicht wirklich der Einstieg in das System der Vereinten Nationen. Trotzdem ist für mich das JPO-Programm eine gute Möglichkeit, die Arbeit der VN, vor allem im Hauptquartier, kennen zu lernen, sein Netzwerk zu erweitern, sich auszutauschen und verschiedenen Menschen zu begegnen. Es ist eine gute Chance, sich weiter für eine Laufbahn in den VN zu qualifizieren."

Nisha Manjooran: "Wenn ich mich unter meinen Kollegen umschaue, sehe ich, dass viele Wege zu den VN führen können. Oft muss man zum Einstieg aber prekäre Vertragsverhältnisse in Kauf nehmen. Als JPO genießt man den Luxus "seine" VN-Organisation und das VN-System 2-3 Jahre als Arbeitgeber kennenlernen zu können. Vielen JPOs gefällt es danach so gut, dass sie dabei bleiben möchten. Durch die relevante Berufserfahrung und das Netzwerk, das man erworben hat, verlaufen die Bewerbungen auf reguläre Stellen dann auch oft erfolgreich. Das ist zwar keine Garantie für eine lebenslange VN-Laufbahn, wenn es das ist, was man anstrebt, aber ein guter Start."

Anja Niebergall: "Wir JPOs hier in Genf sind so vielfältig wie die Jobmöglichkeiten bei den IO selbst. Was uns jedoch vereint ist, dass wir hier mit unserer Expertise Veränderung innerhalb der Organisationen bewirken möchten."

Arne Treves: "Eine gute Verbindung zwischen Ausbildungs- und Berufseinstiegsprogramm."

Junior Professional Officer  Dorothee Georg. Urheberrecht: Dorothee Georg

Dorothee Georg, OECD, Paris

"Seit Anfang 2012 bin ich nun Beigeordnete Sachverständige bei der OECD in Paris. Ich helfe mit, die neue Entwicklungsstrategie der OECD umzusetzen und Politikkohärenz, d.h. Policy Coherence for Development, zwischen den einzelnen Politikbereichen der OECD Länder zu schaffen.

Besonders interessant an den JPO Programmstellen im Allgemeinen ist, dass sie so ausgewählt werden, dass die JPOler meistens einen sehr interessanten und strategisch wichtigen Bereich innerhalb der Organisation kennenlernen können. So kann ich mich mit meiner Stelle im Büro des Generalsekretärs in viele verschiedene Politik- und Entwicklungsbereiche einarbeiten, Kontakte knüpfen und kreativ entfalten.

Mein JPO Jahr ist bisher ein sehr spannendes Jahr gewesen, abgerundet durch die sehr gute Betreuung vor Ort und in Bonn."

Junior Professional Officer  Sabine Starke. Urheberrecht: Julia Bacher, WFP

Sabine Starke, WFP, Berlin

"Ich bin seit Oktober 2012 als Donor Relations Officer im Liaison Office des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) in Berlin tätig. Unser Büro ist für die Geberbeziehungen mit Deutschland, Österreich und Liechtenstein zuständig. Wir verstehen uns dabei als Vermittler zwischen den für WFP verantwortlichen Ministerien und unseren Kollegen im Hauptquartier in Rom und den Länderbüros. Zum einen informieren wir unsere deutschen Geber über die Ernährungssituation und die WFP Operationen weltweit, zum anderen sind wir in ständigem Kontakt mit unseren Kollegen, um die Bedarfe vor Ort zu erfahren und den Einsatz der Mittel zu verfolgen. Darüber hinaus begleiten wir die deutsche Delegation zu den Sitzungen des WFP Exekutivrats in Rom und vertreten WFP auf verschiedensten Veranstaltungen und Konferenzen. Mir bereitet die Arbeit viel Freude, da sie sehr vielfältig, interessant und erfüllend ist. Ich kann sowohl strategisch als auch inhaltlich arbeiten und bekomme durch den täglichen Kontakt mit meinen Kollegen "im Feld" einen guten Einblick in unsere Aktivitäten weltweit die von Nothilfemaßnahmen bis zu Entwicklungsprojekten reichen."

"Auch wenn man mehrere Sprachen spricht, fachlich sehr gut ausgebildet ist und bereits praktische Erfahrungen auf multikultureller Ebene gesammelt hat, ist der Einstieg in die Arbeitswelt internationaler Organisationen für junge Akademiker alles andere als leicht. Das JPO-Programm öffnet mir die Tür zu einem spannenden und vielfältigen Arbeitsumfeld und ermöglicht mir, die globalen Entwicklungen im Bereich des Strafrechts mitzuverfolgen und aktiv meinen Beitrag zur Verbesserung der internationalen Kooperation und Kriminalitätsbekämpfung zu leisten.

In der Division for Treaty Affairs der Organized Crime Branch von UNODC bin ich als Associate Expert im Bereich Verbrechensprävention tätig und beschäftige mich insbesondere mit Cybercrime und anderen "serious crimes"."

Junior Professional Officer  Maike Christiansen. Urheberrecht: Maike Christiansen

Maike Christiansen, UN ECE, Genf

"Umweltprobleme machen an keiner Grenze halt. Darum ist internationale Zusammenarbeit gerade in diesem Bereich wichtig. Als JPO bei den Vereinten Nationen berate ich Regierungen, wie sie Emissionen einsparen können."

Junior Professional Officer  Gabriel Vockel mit Herrn Stütz in der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen. Urheberrecht: Gabriel Vockel

Gabriel Vockel, UNICEF, Bishkek

"Nachdem ich einige Jahre in Haiti und Burundi "im Feld" bei den Vereinten Nationen gearbeitet hatte, war es eine faszinierende Lernerfahrung, mit sehr erfahrenen Kollegen im UNICEF-Hauptsitz an globalen Richtlinien und Programmen zum Kinderschutz mitzuarbeiten. Mein Fokus lag dabei im Bereich (sexueller) Gewalt gegen Kinder – ein trauriges wie wichtiges und spannendes Arbeitsfeld.

Neben der Arbeit beim Kinderhilfswerk war der Austausch im Rahmen des deutschen JPO-Netzwerks – u.a. organisiert durch die tolle Unterstützung der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der UNO in New York – eine große Hilfe. Trotz der Größe und Angebotsvielfalt des "Big Apple" haben wir uns regelmäßig getroffen, ob zum Mittagessen, in der Vertretung oder auf Partys. So sind nicht nur ein tragfähiges Netzwerk unter Kollegen entstanden, sondern auch echte Freundschaften.

Nicht zuletzt hat die Zeit als Beigeordneter Sachverständiger für mich persönlich einen wichtigen Baustein dafür gelegt, dass ich nun als "regulärer" Mitarbeiter bei UNICEF als "Child Protection Specialist" in Kirgistan tätig sein kann. Allen Mitarbeitern des BMZ sowie des Auswärtigen Amtes möchte ich daher danken!"

Junior Professional Officer Jennyfer Wolf im Gespräch mit einem Referenten der Ständigen Vertretung. Urheberrecht: Jennyfer Wolf

Jennyfer Wolf, WHO, Genf

"Das JPO-Programm ist für mich ein fantastischer Einstieg in den internationalen Public Health-Bereich."

"Als JPO bei der Weltbank ist man fast täglich mit Partnern in Entwicklungsländern in Kontakt und kann Projekte direkt mitgestalten. Die Organisation bietet ein extrem faszinierendes Arbeitsumfeld, hoch professionell und gleichzeitig äußerst warm und menschlich, inmitten einer jungen und lebendigen Metropole."

Junior Professional Officers Nina Paustian und Eva Melis. Urheberrecht: Nina Paustian und Eva Melis

Nina Paustian und Eva Melis, Weltbank, Washington

"Seit 8 bzw. 18 Monaten arbeiten wir im Headquarter der Weltbank in Washington, D.C. und sind noch immer begeistert vom multikulturellen (Arbeits-)Umfeld. Das JPO-Programm hat uns einen sehr guten Einstieg in die Weltbank als einen der grossen 'player' der multilateralen EZ ermöglicht. Genau dieses Multilaterale und das Kennenlernen völlig neuer Perspektiven macht es so abwechslungsreich und spannend - egal ob der bei der Entwicklung neuer Sektor- und Länderstrategien oder beim weihnachtlichen Lebkuchenessen mit Freunden und Kollegen aus 19 Nationen."

"Seit Oktober 2010 bin ich Beigeordnete Sachverständige bei UN Women in New York und arbeite dort im Wissensmanagement in der Programm-Abteilung, was sowohl den Aufbau einer neuen Intranet Plattform, als auch die Unterstützung verschiedener Programme im Feld beinhaltet.

Besonders interessant an den JPO-Stellen ist die Möglichkeit, ein paar Jahre fest in einer internationalen Organisation zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln und dabei zu lernen und professionell zu wachsen. Die Programmbetreuung ist sehr gut organisiert und wird auf lokaler Ebene durch die Ständige Vertretung unterstützt, die regelmäßigen Austausch und Beratung für deutsche Beigeordnete Sachverständige anbietet.

Meine JPO-Jahre, die bald ihrem Ende zugehen, waren bisher sehr spannend weil sie zum einen Einblick in die Arbeit der Vereinten Nationen ermöglichen; ferner war es eine bereichernde Erfahrung beim Aufbau von UN Women mitzuwirken und den Zusammenschluss von vier Organisationen des UN-Systems, die sich mit Geschlechtergleichstellung und Empowerment befassen, mitzuerleben und inhaltlich mitzugestalten. Besonders faszinierend war in diesem Zusammenhang für mich die Möglichkeit, zwei Monate im Rahmen meines Lernplans und finanziert durch das uns zustehende Trainingsbudget in zwei Länderbüros/Regionalbüros zu verbringen und dort in der Programmarbeit mitzuwirken."

Junior Professional Officer  Nicole Igloi im Gespräch. Urheberrecht: Nicole Igloi

Nicole Igloi, UNDP, New York

"Ich arbeite bei UNDP, als Teil des 'One UN Secretariat on Post-2015', an der Ausarbeitung des zukünftigen entwicklungspolitischen Rahmenwerks der UN. Zusammen mit zahlreichen anderen UN Entwicklungsorganisationen, führen wir weltweit Konsultationen durch, um vor allem diejenigen Stimmen in den politischen Prozess einzubringen, die meist nicht gehört werden. Über die World We Want Webseite (www.worldwewant2015.org) und MY World Umfrage (www.myworld2015.org) haben wir bisher über eine Millionen Menschen erreicht. Meine Schwerpunkte sind die Energie- und Wasserpolitik und ich bin die Liaisonperson für Stiftungen und die Privatwirtschaft. Außerdem unterstütze ich die rund 90 Länderbüros, die nationale Konsultationen durchführen, und das Projekt- und Budgetmanagement der gesamten Initative.

Ich hatte schon früher versucht, einen Job bei der UN zu ergattern, aber erst das JPO-Programm hat es mir ermöglicht. Es hat eine Weile gedauert, bis ich innerhalb UNDPs meine Rolle gefunden und verstanden hatte. Aber es hat sich gelohnt. In meinem jetzigen Team bin ich ein vollwertiges Mitglied und habe genügend Freiraum, um die Arbeit zu gestalten und neue Ideen einzubringen. Es macht Spaß… und New York ist ein toller Dienstort!"

"Als Mitarbeiterin in UNDP's "Effective Development Cooperation Team" in New York bekomme ich einen prima Einblick in die Arbeit von UNDP als multilateraler Partner der Entwicklungszusammenarbeit. In UNDP's Büro für Entwicklungspolitik In New York habe ich die Möglichkeit, globalen Politikdialog zu Themen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit hautnah mitzuerleben. Außerdem finde ich meinen Job sehr spannend, da ich als Ansprechpartnerin zum Thema Süd-Süd und Dreieckskooperation innerhalb meiner Abteilung "Knowledge, Innovation, Capacity Group" mit verschiedenen Partnern innerhalb der UN, wie auch mit externen Partnern aus Entwicklungs-und Schwellenländern, sowie anderen internationalen Organisationen im engen Austausch stehe. Ich kann daher das Programm für alle diejenigen sehr empfehlen, die an Themen der multilateralen Entwicklungspolitik interessiert sind."

Junior Professional Officer Sebastian Grundberger während eines JPO-Treffens im "Deutschen Haus". Urheberrecht: Sebastian Grundberger

Sebastian Grundberger, UN, New York

"Unsere Abteilung unterstützt derzeit UN-Wahlhilfeprojekte in mehr als 55 Ländern auf fünf Kontinenten. Derzeit bin ich als Desk Officer für mehrere Länder zuständig, vor allem in Lateinamerika. Zudem konnte ich an UN-Richtlinien für Wahlhilfe mitarbeiten - zum Beispiel zur Förderung der Beteiligung von Frauen und Menschen mit Behinderungen an Wahlprozessen. Es ist ein großes Privileg, einen kleinen Beitrag dazu leisten zu dürfen, Völker in ihrem Streben nach glaubhaften Wahlprozessen zu unterstützen. Gelernt habe ich, wie komplex Wahlprozesse in verschiedenen kulturellen und politischen Kontexten sind und wie wichtig es ist, dass sich Wahlhilfe diesen Gegebenheiten individuell anpasst statt auf vorgefertigte Pauschallösungen zu setzen."

Lexikon der Entwicklungspolitik

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