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50 Jahre BMZ

Walter Scheel verabschiedet Mohammed Zahir Schah, König von Afghanistan, auf dem Flughafen Köln.
Walter Scheel im Gespräch mit Alsaid Omar Al Sagaf, stellvertretender saudischer Außenminister, während eines Zwischenstopps auf dem Flug nach Äthiopien.
Walter Scheel im Gespräch mit Kaiser Haile Selassie von Äthiopien während eines Empfangs im Ghiou Hotel.
Amtszeit: 1961 bis 1966
Walter Scheel schreitet beim Besuch des Hafens mit Nicolas Grunitzky, togoischer Präsident, eine militärische Ehrenformation ab.
Im Deutschen Bundestag werden die neuen Bundesminister der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD vereidigt.
Amtszeit: 1966
Bundesminister Wischnewski besucht die Technische Schule.
Amtszeit: 1966 bis 1968
Bundesminister Eppler schreitet mit Kofi Busia bei dessen Ankunft am Flughafen Köln-Bonn eine Ehrenformation der Bundeswehr ab.
Amtszeit: 1968 bis 1974
Bundesminister Bahr bei der Besichtigung der Ruinen der alten Königsstadt Saba in Begleitung des Entwicklungsministers Iranyi.
Egon Bahr im Gespräch mit der indischen Premierministerin Indira Gandhi.
Amtszeit: 1974 bis 1976
Marie Schlei bei einer folkloristischen Darbietung.
Bundesministerin Schlei legt den Grundstein für ein neues Gebäude, das "Water Scheme Projekt".
Amtszeit: 1976 bis 1978
Bundesminister Offergeld empfängt den senegalesischen Präsidenten Leopold Sédar Senghor (Mitte) und den malaischen Präsidenten Moussa Traoré.
Amtszeit: 1978 bis 1982
Bundesminister Jürgen Warnke (rechts) und Costa Ricas Außenminister Carlos José Gutierrez tauschen im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit nach Unterzeichnung eines Finanzhilfeabkommens zwischen beiden Ländern die Urkunden aus.
Amtszeit: 1982 bis 1987 und 1989 bis 1991
Bundesminister Klein wird auf dem Flughafen Cagayan de Oro auf der Insel Mindanao begrüßt.
Amtszeit: 1987 bis 1989
Bundesminister Spranger besichtigt das Amphitheater.
Amtszeit: 1991 bis 1998
Bundesministerin Wieczorek-Zeul besichtigt das Erdwärmekraftwerk in Olkaria.
Amtszeit: 1998 bis 2009
Inhalt
Die Geschichte des Ministeriums
Deutschland erhält weltweit Anerkennung für seine Rolle im internationalen Dialog. Wir zeigen uns als verlässlicher Partner der Länder des Südens und Ostens. Entscheidenden Anteil daran hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das jetzt auf 50 Jahre Geschichte zurückblicken kann.
Die Bundesrepublik Deutschland ist seit 1952 in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Damals leistete sie erstmals einen finanziellen Beitrag zum "Erweiterten Beistandsprogramm der Vereinten Nationen". Diesem ersten Schritt folgten bald viele weitere. Ende der 1950er Jahre setzte sich der Bundestag für eine aktive und konstruktive Nord-Süd-Politik ein. 1956 wurde ein erster Fonds mit 50 Millionen DM für die Entwicklungszusammenarbeit eingerichtet.
Gründung des Ministeriums
Anfangs lag die Verantwortung für die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Bundesrepublik bei verschiedenen, schon vorhandenen Ministerien und Abteilungen. Doch die wachsende Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit und die Komplexität des Arbeitsbereiches führten dazu, dass die Bundesregierung 1961 ein eigenes "Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit" einrichtete. Als "Geburtstag" des BMZ gilt der 14. November 1961, der Tag, an dem Walter Scheel zum ersten Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit ernannt wurde.
Das BMZ wurde mit der Absicht gegründet, die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Bundesrepublik zu bündeln und stärker in den Vordergrund zu stellen. Aber erst durch die Übertragung der Zuständigkeit für die finanzielle Zusammenarbeit mit Partnerländern und in internationalen Organisationen (1972) konnte das BMZ eine wirklich eigenständige Entwicklungspolitik gestalten. 1998 wurde dem BMZ als letzter großer Zuständigkeitsbereich die Federführung innerhalb der Bundesregierung für die Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Union zugeordnet.
1952-1970
Während in den ersten zwei Jahrzehnten der Zusammenarbeit die Förderung des Wirtschaftswachstums der Partnerländer im Vordergrund stand, wurde ab Ende der 1960er Jahre eher davon gesprochen, die Lebensqualität in den Entwicklungsländern zu bessern. Zum Beispiel durch den Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung, durch Bildungsangebote und durch die Möglichkeit, an politischen Prozessen teilnehmen zu können.
1970-1990
Ab Mitte der 1970er Jahre wurde verstärkt die Rolle von Frauen in der Entwicklungszusammenarbeit zum Thema. Gleichzeitig verschärften sich angesichts der Ölkrise und der folgenden Weltwirtschaftskrise die Gegensätze zwischen armen und reichen Ländern immer mehr. Unterstützung für die ärmsten Länder der Welt wurde immer wichtiger.
Weitere Wirtschaftskrisen, der Verfall von Rohstoffpreisen, die Ausbreitung von AIDS, wachsender Drogenhandel, die Umweltzerstörung und die zunehmende Verschuldung vieler Entwicklungsländer führten zu einem Umdenken in der Entwicklungszusammenarbeit. So verabschiedete man sich von der Vorstellung, den Partnerländern feste Ziele vorzuschreiben. Gleichzeitig wuchs das Bewusstsein, dass die Entwicklung in den ärmeren Ländern auch von Veränderungen in den Industrieländern abhängig ist.
1990 bis heute
Das Ende des Ost-West-Konfliktes führte erneut zu Veränderungen der Entwicklungszusammenarbeit. Die Politik des wiedervereinigten Deutschlands berücksichtigte nun auch die entwicklungspolitische Arbeit der ehemaligen DDR: Von insgesamt 106 entwicklungspolitischen Projekten der DDR wurden 64 weiter gefördert.
Internationale Konferenzen, wie zum Beispiel die Konferenz für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung (Rio 1992) und die Konferenz für Bevölkerung und Entwicklung (Kairo 1994), schufen ein globales Verständnis für die Herausforderungen, vor denen die Welt steht. Gleichzeitig wurden neue politische Grundsätze für die Zusammenarbeit festgelegt. Sie forderten unter anderem, dass die Partnerländer die Menschenrechte und demokratische Prinzipien beachten und vor allem die soziale Lage der armen Bevölkerung berücksichtigen müssen.
Seit 2009 ist Dirk Niebel der zwölfte Entwicklungsminister der Bundesrepublik Deutschland. Er fusionierte drei entwicklungspolitische Organisationen zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Seine Schwerpunkte sind mehr Wirtschaft für mehr Entwicklung, die Mobilisierung neuer Partner und die Verankerung der Entwicklungspolitik in der Mitte der Gesellschaft.






