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50 Jahre BMZ

Besuch des afghanischen Königs Zahir Shah in Bonn 1963

Walter Scheel verabschiedet Mohammed Zahir Schah, König von Afghanistan, auf dem Flughafen Köln.

Walter Scheel im Gespräch mit Alsaid Omar Al Sagaf, stellvertretender saudischer Außenminister, während eines Zwischenstopps auf dem Flug nach Äthiopien.

Walter Scheel im Gespräch mit Kaiser Haile Selassie von Äthiopien während eines Empfangs im Ghiou Hotel.

Amtszeit: 1961 bis 1966

Walter Scheel schreitet beim Besuch des Hafens mit Nicolas Grunitzky, togoischer Präsident, eine militärische Ehrenformation ab.

Im Deutschen Bundestag werden die neuen Bundesminister der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD vereidigt.

Amtszeit: 1966

Bundesminister Wischnewski besucht die Technische Schule.

Amtszeit: 1966 bis 1968

Bundesminister Eppler schreitet mit Kofi Busia bei dessen Ankunft am Flughafen Köln-Bonn eine Ehrenformation der Bundeswehr ab.

Amtszeit: 1968 bis 1974

Bundesminister Bahr bei der Besichtigung der Ruinen der alten Königsstadt Saba in Begleitung des Entwicklungsministers Iranyi.

Egon Bahr im Gespräch mit der indischen Premierministerin Indira Gandhi.

Amtszeit: 1974 bis 1976

Marie Schlei bei einer folkloristischen Darbietung.

Bundesministerin Schlei legt den Grundstein für ein neues Gebäude, das "Water Scheme Projekt".

Amtszeit: 1976 bis 1978

Bundesminister Offergeld empfängt den senegalesischen Präsidenten Leopold Sédar Senghor (Mitte) und den malaischen Präsidenten Moussa Traoré.

Amtszeit: 1978 bis 1982

Bundesminister Jürgen Warnke (rechts) und Costa Ricas Außenminister Carlos José Gutierrez tauschen im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit nach Unterzeichnung eines Finanzhilfeabkommens zwischen beiden Ländern die Urkunden aus.

Amtszeit: 1982 bis 1987 und 1989 bis 1991

Bundesminister Klein wird auf dem Flughafen Cagayan de Oro auf der Insel Mindanao begrüßt.

Amtszeit: 1987 bis 1989

Bundesminister Spranger besichtigt das Amphitheater.

Amtszeit: 1991 bis 1998

Bundesministerin Wieczorek-Zeul besichtigt das Erdwärmekraftwerk in Olkaria.

Amtszeit: 1998 bis 2009

Die Geschichte des Ministeriums

Bundesentwicklungsminister Egon Bahr trifft die indische Premierministerin Indira Ghandi in New Delhi,1976. Urheberrecht: Bundesbildstelle Bonn, Foto: SchipulleDeutschland erhält weltweit Anerkennung für seine Rolle im internationalen Dialog. Wir zeigen uns als verläss­licher Partner der Länder des Sü­dens und Ostens. Entscheidenden Anteil daran hat das Bundes­ministerium für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit und Ent­wick­lung, das jetzt auf 50 Jahre Geschichte zurück­blicken kann.

Die Bundesrepublik Deutschland ist seit 1952 in der Entwicklungs­zusammenarbeit tätig. Damals leistete sie erstmals einen finanziellen Beitrag zum "Erweiterten Beistandsprogramm der Vereinten Nationen". Diesem ersten Schritt folgten bald viele weitere. Ende der 1950er Jahre setzte sich der Bundestag für eine aktive und konstruktive Nord-Süd-Politik ein. 1956 wurde ein erster Fonds mit 50 Millionen DM für die Entwicklungs­zusammen­arbeit eingerichtet.

Gründung des Ministeriums

Staatspräsident Jomo Kenyatta in Begleitung von Bundespräsident Heinrich Lübke und Bundesentwicklungsminister Walter Scheel bei ihrem Besuch in Kenia, 1963. Urheberrecht: BundesbildstelleAnfangs lag die Verant­wortung für die entwicklungs­politischen Akti­vi­täten der Bundes­republik bei ver­schiedenen, schon vorhande­nen Ministerien und Abteilungen. Doch die wach­sen­de Bedeutung der Entwicklungs­zusammenarbeit und die Komplexität des Arbeits­bereiches führten dazu, dass die Bundes­regierung 1961 ein eigenes "Ministerium für wirt­schaftliche Zusammen­arbeit" einrichtete. Als "Geburtstag" des BMZ gilt der 14. Novem­ber 1961, der Tag, an dem Walter Scheel zum ersten Bundes­minister für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit ernannt wurde.

Bundesentwicklungsministerin Marie Schlei im Gespräch mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen Kurt Waldheim in New York, 1977. Urheberrecht: BPADas BMZ wurde mit der Absicht gegründet, die entwicklungs­politischen Akti­vitäten der Bundes­republik zu bündeln und stärker in den Vorder­grund zu stellen. Aber erst durch die Über­tragung der Zuständig­keit für die finanzielle Zu­sam­men­arbeit mit Partner­ländern und in inter­nationalen Organi­sationen (1972) konnte das BMZ eine wirklich eigen­ständige Entwicklungs­politik gestalten. 1998 wurde dem BMZ als letzter großer Zuständigkeits­bereich die Feder­führung inner­halb der Bundes­regierung für die Entwicklungs­zusammenarbeit der Euro­päischen Union zugeordnet.

1952-1970

Bundesentwicklungsminister Rainer Offergeld im Gespräch mit einer jungen Frau in der alten Landeshauptstadt von Côte d'Ivoire, Grand Bassam, 1978. Urheberrecht: Bundesbildstelle BonnWährend in den ersten zwei Jahr­zehnten der Zusammen­arbeit die Förderung des Wirtschafts­wachstums der Partner­länder im Vorder­grund stand, wurde ab Ende der 1960er Jahre eher davon gesprochen, die Lebens­qualität in den Ent­wick­lungs­ländern zu bessern. Zum Beispiel durch den Zugang zu einer angemessenen Gesundheits­versorgung, durch Bildungs­angebote und durch die Möglichkeit, an politischen Prozessen teilnehmen zu können.

1970-1990

In Bolivien verbrennt Bundesentwicklungsminister Dr. Jürgen Warnke gemeinsam mit bolivianischen Partnern 1985 symbolisch eine Tonne Kokain, um seine Unterstützung im internationalen Kampf gegen den Drogenhandel zum Ausdruck zu bringen.Ab Mitte der 1970er Jahre wurde verstärkt die Rolle von Frauen in der Entwicklungs­zusammenarbeit zum Thema. Gleichzeitig ver­schärften sich angesichts der Ölkrise und der folgenden Weltwirt­schaftskrise die Gegensätze zwischen armen und reichen Ländern immer mehr. Unterstützung für die ärmsten Länder der Welt wurde immer wichtiger.

Bundesentwicklungsminister Hans Klein im Kontakt - hier bei einem Besuch der Gesundheitsstation von Amed im jemenitischen Hochland,1987. Urheberrecht: Bundesbildstelle BonnWeitere Wirt­schafts­krisen, der Verfall von Roh­stoff­preisen, die Ausbreitung von AIDS, wachsender Drogen­handel, die Umweltzerstörung und die zu­neh­men­de Verschul­dung vieler Entwicklungsländer führten zu einem Umdenken in der Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit. So verabschiedete man sich von der Vorstellung, den Partner­ländern feste Ziele vorzuschreiben. Gleichzeitig wuchs das Bewusstsein, dass die Entwicklung in den ärmeren Ländern auch von Veränderungen in den Industrie­ländern abhängig ist.

1990 bis heute

Zhu Rongji, Vizepremierminister der Volksrepublik China, empfängt Bundesentwicklungsminister Carl-Dieter Spranger in Peking, China 1997. Urheberrecht: imo Das Ende des Ost-West-Kon­fliktes führte erneut zu Veränderungen der Entwicklungs­zusammen­arbeit. Die Politik des wieder­vereinigten Deutsch­lands berücksichtigte nun auch die entwicklungs­politische Arbeit der ehemaligen DDR: Von insgesamt 106 entwicklungspolitischen Projekten der DDR wurden 64 weiter gefördert.

Internationale Konferenzen, wie zum Beispiel die Konferenz für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung (Rio 1992) und die Konferenz für Bevölkerung und Entwicklung (Kairo 1994), schufen ein globales Verständnis für die Herausforderungen, vor denen die Welt steht. Gleichzeitig wurden neue politische Grundsätze für die Zusammen­arbeit festgelegt. Sie forderten unter anderem, dass die Partnerländer die Menschenrechte und demokratische Prinzipien beachten und vor allem die soziale Lage der armen Bevölkerung berücksichtigen müssen.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel besucht den Open Market in Onankali (Namibia) und spricht dort mit Kleinstunternehmerinnen, die ihr Geld über das Projekt "Banking under the tree" bekommen haben. Urheberrecht: Photothek.netSeit 2009 ist Dirk Niebel der zwölfte Ent­wick­lungs­minister der Bundes­repu­blik Deutsch­land. Er fusionierte drei ent­wick­lungs­poli­tische Organi­sa­tio­nen zur Deut­schen Ge­sell­schaft für Inter­natio­nale Zu­sam­men­arbeit (GIZ). Seine Schwer­punkte sind mehr Wirtschaft für mehr Entwicklung, die Mobilisierung neuer Partner und die Verankerung der Entwicklungs­politik in der Mitte der Gesell­schaft.

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Lexikon der Entwicklungspolitik
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