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Ruanda

Jugendliche in Ruanda

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Überblick

Licht und Schatten – 25 Jahre nach dem Trauma

Ruanda hat in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Entwicklungsfortschritte erzielt. Die Regierung zeigt ein hohes Maß an Entwicklungsorientierung und verfolgt zielstrebig ihre ehrgeizigen Ziele zur Umgestaltung des Landes. Allerdings haben sich in jüngster Zeit autoritäre Regierungsstrukturen verfestigt.

Trotz beeindruckender wirtschaftlicher Wachstumsraten ist es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, die Armut weiter zu verringern: Noch immer leben fast 40 Prozent der Bevölkerung Ruandas unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Im aktuellen Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) belegt das ostafrikanische Land Rang 158 von 189 Ländern.

Die Geschichte Ruandas ist von wiederkehrenden Konflikten zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi geprägt. Diese gipfelten 1994 in einem grausamen Völkermord an der Tutsi-Minderheit, dem nach Schätzungen innerhalb von 100 Tagen bis zu eine Million Menschen zum Opfer fielen. Der Genozid, die Traumatisierung großer Teile der Bevölkerung sowie die massenhafte Vertreibung und die spätere Rückkehr von rund 3,5 Millionen Flüchtlingen haben Ruandas Entwicklung geprägt und erheblich zurückgeworfen.

Die Folgen des Genozids zu bewältigen, bleibt eine große Herausforderung für das Land. Voraussetzungen für eine stabile Entwicklung sind die gesellschaftliche Aussöhnung sowie eine politische und wirtschaftliche Öffnung.

Entwicklungszusammenarbeit

Ruanda gehört zu den Kooperationsländern, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet. Mit den Schwerpunkten "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung" und "Dezentralisierung/Gute Regierungsführung" greift das deutsche Engagement zentrale Anliegen der ruandischen Entwicklungsstrategien, des Marshallplans mit Afrika und der G20-Initiative "Compact with Africa" auf.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Ruanda

  • Blick auf Kigali vom Kigali Genocide Memorial Centre
    Politische Situation

    Defizite bei Demokratie und Rechtsstaatlichkeit

    Nach der traumatischen Erfahrung des Genozids 1994 sind Stabilität und Sicherheit die vorrangigen Ziele der ruandischen Regierung. Neben beeindruckenden wirtschaftlichen und sozialen Erfolgen sind jedoch erhebliche Defizite in den Bereichen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu verzeichnen.

  • Straßenstand in Ruanda, an dem Karotten verkauft werden
    Soziale Situation

    Beachtliche Fortschritte

    Ruanda ist eines der wenigen Länder, die fast alle Millenniumsentwicklungsziele erreicht haben. Das Bruttonationaleinkommen pro Kopf ist gering, hat sich aber in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht.

  • Am Grenzübergang Petite Barrière zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo findet ein reger grenzüberschreitender Handelsaustausch statt.
    Wirtschaftliche Situation

    Dynamisches Wachstum

    Das erklärte Ziel der ruandischen Regierung ist es, durch wirtschaftliches Wachstum die Lebensbedingungen der gesamten Bevölkerung zu verbessern. Ein wichtiger Partner dafür ist die Privatwirtschaft.

Blick auf Kigali vom Kigali Genocide Memorial Centre
Politische Situation

Defizite bei Demokratie und Rechtsstaatlichkeit

Nach der traumatischen Erfahrung des Genozids 1994 sind Stabilität und Sicherheit die vorrangigen Ziele der ruandischen Regierung. Neben beeindruckenden wirtschaftlichen und sozialen Erfolgen sind jedoch erhebliche Defizite in den Bereichen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu verzeichnen.

Im Rahmen der Agenda 2063 der Afrikanischen Union hat sich Ruanda zu guter Regierungsführung, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie Respekt der Menschenrechte bekannt. Daran muss sich die ruandische Regierung messen lassen – auch im Sinne des Marshallplans mit Afrika. Die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiierte Partnerschaft zwischen Afrika und Europa gibt einen Dialog des "Förderns und Forderns" vor.

Ehrgeizige Ziele

Die Entwicklungsstrategien der ruandischen Regierung verfolgen das Ziel, den Anteil der armen Menschen deutlich zu senken und ein starkes Wirtschaftswachstum zu erreichen – basierend auf einem florierenden Dienstleistungssektor, einer dynamischen Industrie und einer modernen und produktiven Landwirtschaft. Mit ihrem Programm "Vision 2020" hat die Regierung im Jahr 2000 das ehrgeizige Ziel formuliert, Ruanda bis zum Jahr 2020 zu einem Land der mittleren Einkommensgruppe zu machen. Dieses Ziel ist nicht mehr erreichbar.

Mit der "Vision 2050" hat sich die Regierung inzwischen neue Ziele gesetzt: Aufstieg in die Ländergruppe mit "gehobenem mittlerem Einkommen" bis zum Jahr 2035 und in die Gruppe mit "hohem Einkommen" bis zur Mitte des Jahrhunderts. Dafür wäre ein durchschnittliches jährliches Wirtschaftswachstum von über zehn Prozent nötig. Die aus ihrer Sicht erforderlichen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen hat die Regierung in ihrer Nationalen Transformationsstrategie 2017–2024 formuliert.

Demokratie und Menschenrechte

Die demokratische Entwicklung des Landes hat mit der sozio-ökonomischen bislang nicht Schritt gehalten. Die Meinungs-, Medien- und Vereinigungsfreiheit sind eingeschränkt, der Bewegungsspielraum von Zivilgesellschaft und parlamentarischer Opposition ist begrenzt. Immer wieder werden politische Gegner des Präsidenten mit strafrechtlichen Mitteln verfolgt.

Menschenrechtsorganisationen werfen Militär, Polizei und Geheimdienst schwerwiegende Verstöße gegen die Grundrechte vor, unter anderem willkürliche Verhaftungen und Tötungen, Folter und das Verschwindenlassen von politischen Oppositionellen.

Die ruandische Verfassung verbietet es, in öffentlichen Äußerungen auf die ethnische Identität Bezug zu nehmen. Eine Ausnahme bildet nur das Gedenken an den Genozid. Die Null-Toleranz-Politik der Regierung verhindert allerdings eine wirkungsvolle Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten. Nach wie vor herrscht in Ruanda eine Tutsi-Minderheit, die alle Schlüsselpositionen besetzt, über eine Hutu-Mehrheit (etwa 84 Prozent der Bevölkerung). Das birgt Konfliktpotenzial für die Zukunft.

Bei der Bekämpfung der Korruption kann die Regierung Erfolge vorweisen: Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International erreichte Ruanda 2018 Rang 48 von 180 Ländern (2008: 102 von 180 Ländern).

Wahlen

Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen der vergangenen Jahre entsprachen nicht internationalen demokratischen Standards. Dennoch wurden sie von vielen als wichtiger Schritt zur weiteren Demokratisierung Ruandas eingestuft.

Im August 2017 wurde Präsident Paul Kagame mit 98,8 Prozent der Stimmen für eine siebenjährige Amtszeit wiedergewählt. 2015 war die ruandische Verfassung per Referendum geändert worden, um dem Präsidenten eine erneute Kandidatur zu ermöglichen. Die Verfassungsänderung berechtigt Kagame, für bis zu zwei weitere fünfjährige Amtszeiten (insgesamt bis 2034) zu kandidieren.

Die Vorbereitung der Präsidentschaftswahlen 2017 wurde von Beobachtern kritisch bewertet. Bemängelt wurde unter anderem die mangelnde Transparenz des Zulassungsverfahrens. Nur zwei oppositionelle Kandidaten konnten zur Wahl antreten, während alle anderen die Voraussetzungen nicht erfüllt haben sollten.

Zu den Parlamentswahlen 2018 wurden zwei Parteien der Opposition zugelassen. Doch auch diese Wahlen wurden von der Regierungspartei dominiert, die 40 der zu vergebenden 53 Parlamentssitze erhielt.

Frauenrechte

Die Regierung setzt sich nachdrücklich für Geschlechtergerechtigkeit ein. Die Rechte von Frauen auf Landbesitz, Erbschaft, Scheidung und Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt wurden gesetzlich verankert.

Während viele Frauen auf dem Land traditionsbedingt noch benachteiligt sind, haben Frauen auf der Ebene der nationalen Politik großen Anteil an Entscheidungsprozessen. Die Verfassung schreibt vor, dass mindestens 30 Prozent der Abgeordneten im Parlament weiblich sein müssen. Mit derzeit 61 Prozent hat die ruandische Volksvertretung den höchsten Frauenanteil weltweit. Wichtige Positionen in der Regierung und der Wirtschaft werden ebenfalls von Frauen besetzt.

Aufarbeitung des Genozids

Im November 1994 richteten die Vereinten Nationen einen Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda ein, um den Genozid strafrechtlich aufzuarbeiten und Tatbestände wie Völkermord, Anstachelung zum Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verfolgen. 93 Personen wurden angeklagt, 62 von ihnen verurteilt. Ende 2015 wurde das Tribunal geschlossen.

In Ruanda waren zusätzlich zur regulären juristischen Verfolgung des Völkermordes sogenannte Gacaca-Gerichte mit der Aufarbeitung der Straftaten befasst. Es handelt sich dabei um Dorfgerichte, die auf dem traditionellen Rechtssystem Ruandas basieren. Das System dieser Laiengerichte wurde zwar als nach juristischen Standards unzureichend kritisiert, trug jedoch durch Anhörung der Täter, Überlebenden und ihrer Angehörigen entscheidend zur nationalen Versöhnung bei. Die mehr als 15.000 Gacaca-Gerichte haben rund 1,9 Millionen Fälle bearbeitet. Die Verfahren wurden 2012 offiziell abgeschlossen.

Außenpolitik

Die ruandische Regierung spielt in regionalen und internationalen Organisationen eine aktive und konstruktive Rolle. Unter dem Dach der Vereinten Nationen nimmt Ruanda an Friedensmissionen teil und engagiert sich für die Umsetzung der Agenda 2030. Im Rahmen der Ostafrikanischen Gemeinschaft (East African Community, EAC) treibt Ruanda die regionale Integration voran. Innerhalb der Afrikanischen Union gilt der ruandische Präsident Kagame als Wegbereiter der im Mai 2019 beschlossenen Panafrikanischen Freihandelszone (African Continental Free Trade Area, AfCFTA).

Die Beziehungen zu den Nachbarländern Uganda und Burundi sind angespannt. Die ruandische Regierung wirft ihnen vor, im Exil lebende politische Gegner Kagames sowie militante Rebellengruppen zu unterstützen. Das Verhältnis zur Demokratischen Republik Kongo hat sich dagegen in jüngster Zeit entspannt.

Deutschland begleitet den Friedensprozess in der Region im Rahmen seiner politischen Zusammenarbeit mit der Internationalen Konferenz der Großen Seen Region (ICGLR). Unter anderem unterstützt die Bundesregierung die ICLGR dabei, den Handel mit Konfliktrohstoffen einzudämmen, durch die sich verschiedene bewaffnete Gruppen in der Region finanzieren.

Fotografien von Opfern des Völkermords im Kigali Genocide Memorial Centre. Die Fotos wurden von überlebenden Familienmitgliedern zur Verfügung gestellt, die an ihre Angehörigen erinnern wollen.
Straßenstand in Ruanda, an dem Karotten verkauft werden
Soziale Situation

Beachtliche Fortschritte

Ruanda ist eines der wenigen Länder, die fast alle Millenniumsentwicklungsziele erreicht haben. Das Bruttonationaleinkommen pro Kopf ist gering, hat sich aber in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht. Der Anteil der armen Bevölkerung sank nach Angaben der ruandischen Regierung von fast 60 Prozent im Jahr 2000 auf 38 Prozent im Jahr 2016. Der Anteil der extrem Armen sank im gleichen Zeitraum von 40 auf 16 Prozent. Die Dynamik hat allerdings nachgelassen – seit 2013 haben sich die Werte kaum noch verbessert.

Mehr als ein Drittel der Bevölkerung ist chronisch unterernährt, besonders betroffen sind Kinder im ländlichen Raum.

Bildung und Gesundheit

Im Bildungsbereich wurden beachtliche Fortschritte erzielt. So ließ die Einführung einer kostenlosen Schulbildung die Einschulungsrate deutlich steigen: 2017 besuchten 94 Prozent aller schulpflichtigen Kinder eine Grundschule, 2002 waren es nur 83 Prozent. Auch die Dauer des Schulbesuchs hat sich deutlich verlängert. Allerdings bricht noch immer fast ein Viertel der Kinder die Grundschule vorzeitig ab und auch die Qualität der Grundbildung weist noch erhebliche Mängel auf.

Die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren sank im Zeitraum von 2000 bis 2017 von 181 auf 38 Todesfälle pro 1.000 Kinder. Auch die Müttersterblichkeit konnte erheblich gesenkt werden: Im Jahr 2000 starben in Ruanda noch mehr als 1.000 Frauen je 100.000 Lebendgeburten, bis 2015 hatte sich diese Zahl auf 290 reduziert.

Die Lebenserwartung ist von 48 Jahren (2000) auf 67 Jahre (2017) gestiegen.

Am Grenzübergang Petite Barrière zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo findet ein reger grenzüberschreitender Handelsaustausch statt.
Wirtschaftliche Situation

Dynamisches Wachstum

Das erklärte Ziel der ruandischen Regierung ist es, durch wirtschaftliches Wachstum die Lebensbedingungen der gesamten Bevölkerung zu verbessern. Ein wichtiger Partner dafür ist die Privatwirtschaft. Die Regierung ist daher sehr bemüht, insbesondere ausländische Investoren anzuziehen. Im "Doing Business"-Bericht 2019 der Weltbank – er bewertet die Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Aktivitäten – belegt Ruanda Platz 29 von 190 aufgelisteten Staaten. Das Land liegt damit, nach Mauritius, an zweiter Stelle unter allen Subsahara-Staaten.

Die ruandische Wirtschaft wuchs in den vergangenen fünf Jahren um sechs bis 8,9 Prozent. Für die kommenden Jahre rechnet die Weltbank ebenfalls mit Wachstumsraten von sieben bis acht Prozent.

Hindernisse

Die Regierungspartei von Präsident Kagame prägt wesentliche Wirtschaftsaktivitäten des Landes. Die staatsnahen Unternehmen geben zwar durchaus wichtige Entwicklungsimpulse. Ihre vorherrschende Stellung hemmt jedoch private Unternehmen, in Ruanda zu investieren.

Gebremst wird die wirtschaftliche Entwicklung außerdem durch geografische und strukturelle Rahmenbedingungen: Runda ist ein kleines, extrem dicht besiedeltes Bergland, in dem den Unternehmen im regionalen Vergleich hohe Energie- und Transportkosten entstehen. Es fehlt an ausgebildeten Fachkräften und einer gut ausgebauten Infrastruktur. Mängel bestehen insbesondere bei der Stromversorgung; bislang hat nur etwa ein Drittel der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität.

Im Rahmen regionaler Programme wird mit deutscher Unterstützung die Energieversorgung verbessert, indem Übertragungsleitungen zwischen Ruanda, Burundi und der Demokratischen Republik Kongo installiert werden. Außerdem wird die Instandsetzung beziehungsweise der Bau von drei Wasserkraftwerken am Ruzizi-Fluss finanziert.

Die hohe Dichte und das Wachstum der Bevölkerung (2018: 2,6 Prozent) führen zu einer sehr intensiven Nutzung der natürlichen Ressourcen des Landes. Dadurch werden unter anderem immer mehr Böden zerstört und die landwirtschaftlich nutzbare Fläche schrumpft. Gleichzeitig sind vor allem ländliche Gegenden immer öfter von extremen Wetterereignissen wie Dürren und Starkregen und von Schäden durch Erosion betroffen.

Entwicklungspotenziale

Wachstumsbranchen Ruandas sind die Bauwirtschaft, der Bergbau und vor allem der Dienstleistungssektor. Dieser hat inzwischen einen deutlich größeren Anteil am Bruttoinlandprodukt als die Landwirtschaft. Vor allem in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Informationstechnik stecken große Potenziale für die Entwicklung des Landes.

Enorme Zuwächse werden außerdem im Tourismus verzeichnet. Nicht zuletzt wegen der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Branche bemüht sich die ruandische Regierung intensiv darum, die unkontrollierte Abholzung der Wälder einzudämmen und die verbliebenen Wälder unter Schutz zu stellen.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Ruanda

Die ruandisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Dezentralisierung/Gute Regierungsführung
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Bei Regierungsverhandlungen im Mai 2017 in Kigali hat Deutschland der Republik Ruanda 71 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren zugesagt. Davon sind 42 Millionen Euro für die finanzielle und 29 Millionen Euro für die technische Zusammenarbeit vorgesehen.

Darüber hinaus wurden seit 2017 verschiedene Zwischenzusagen in Höhe von insgesamt 59 Millionen Euro für die technische und die finanzielle Zusammenarbeit gemacht – unter anderem im Rahmen der Sonderinitiativen "Flucht" und "Ausbildung und Beschäftigung" sowie für regionale Energiemaßnahmen und die Förderung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Weiter Zwischenzusagen sind geplant.

Im Mai 2019 eröffnete in der ruandischen Hauptstadt Kigali das erste vom BMZ geförderte Digitalzentrum. Es soll digitale Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung entwickeln.

Versorgung von Flüchtlingen

In Ruanda sind derzeit fast 149.000 Geflüchtete registriert, darunter mehr als 76.000 aus der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) und etwa 72.000 aus Burundi (Stand: Juni 2019).

Im Rahmen der Sonderinitiative "Flucht" trägt das BMZ dazu bei, dass Flüchtlinge aus Burundi und der DR Kongo am wirtschaftlichen Leben in Ruanda teilhaben können. Dabei werden auch die Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten in den ruandischen Gemeinden verbessert, die an die Flüchtlingslager angrenzen. Auf diese Weise sollen Verteilungskonflikte zwischen Flüchtlingen und lokaler Bevölkerung vermieden werden.

Dorfläden in Ruanda
Schwerpunkt "Dezentralisierung/Gute Regierungsführung"

Mehr Bürgerbeteiligung in den Gemeinden

Mehr als 80 Prozent der Menschen in Ruanda leben auf dem Land. Um ihre Lebensbedingungen zu verbessern, unterstützt Deutschland den Dezentralisierungsprozess. Die Verwaltungen auf Distrikt- und Gemeindeebene können am besten beurteilen, wo die örtliche Infrastruktur ausgebaut werden muss und welche öffentlichen Dienstleistungen besonders fehlen. Die Zivilgesellschaft wiederum kann auf lokaler Ebene leichter von ihrem Mitbestimmungsrecht Gebrauch machen und die Arbeit der Verwaltung besser kontrollieren.

Grundversorgung verbessern, Mitbestimmung sichern

Finanziert werden die lokalen Infrastrukturmaßnahmen aus Mitteln des kommunalen Entwicklungsfonds (Local Development Agency, LODA). Mit diesen Geldern werden zum Beispiel Schulen, Marktplätze oder Busbahnhöfe gebaut oder Ackerflächen terrassiert, um Bodenerosion zu verhindern. Deutschland unterstützt den Fonds im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit.

Im Rahmen der technischen Zusammenarbeit trägt Deutschland dazu bei, die Leistungsfähigkeit von Behörden auf nationaler und lokaler Ebene zu steigern. Das BMZ fördert eine bessere finanzielle Ausstattung der Gemeinden durch den Staat und unterstützt diese dabei, ihre Eigeneinnahmen zu erhöhen. Außerdem arbeitet Deutschland mit der Verwaltung und mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, um die Bürgerbeteiligung in lokalen Planungs- und Entscheidungsprozessen zu stärken.

Transparenz fördern, Rechte stärken

Deutschland engagiert sich auch für eine Reform des öffentlichen Finanzwesens, durch die die Effizienz und Transparenz staatlicher Investitionen erhöht werden soll. Ruanda hat sich als eines der ersten Länder der sogenannten Addis Tax Initiative angeschlossen. Diese unterstützt die Regierung bei der Reform der Steuer- und Zollsysteme, um langfristig die Steuerquote des Landes zu erhöhen.

Darüber hinaus fördert die Bundesregierung die Arbeit von ausgewählten Nichtregierungsorganisationen, um die Rechte besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen gegenüber staatlichen Institutionen in verschiedenen Bereichen zu stärken (zum Beispiel Land-, Jugend-, Gender- und Gesundheitsrechte).

Zwei Auszubildende im Bereich Metallbau am Integrated Polytechnical Regional College (IPRC) in Kigali, Ruanda, bedienen eine Maschine.
Schwerpunkt "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung"

Ausbildung und Beschäftigung

Zwei Drittel der Beschäftigten in Ruanda arbeiten in der Landwirtschaft – vorwiegend zur Eigenversorgung. Um die Armut zu verringern, müssen möglichst viele Menschen unabhängig von dieser sogenannten Subsistenzlandwirtschaft werden und Einkommensmöglichkeiten im Handwerk, im Dienstleistungsgewerbe oder der Industrie finden. Die ruandische Regierung strebt daher die Schaffung entsprechender Arbeitsplätze an. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Privatwirtschaft.

Perspektiven für junge Menschen

Die deutsche Unterstützung umfasst mehrere Bereiche. Zum einen sollen die Rahmenbedingungen für die private Wirtschaft verbessert werden. Kleine und mittlere Unternehmen sollen besseren Zugang zu Finanzdienstleistungen erhalten. Dazu müssen verschiedene Ministerien, Behörden und Organisationen unterstützt und miteinander vernetzt werden.

Zum anderen soll die Berufsausbildung verbessert und praxisnäher gestaltet werden, um den Bedürfnissen der Unternehmen besser zu entsprechen. Rund 60 Prozent der Ruanderinnen und Ruander sind unter 26 Jahre alt. Für all diese jungen Menschen müssen berufliche Perspektiven entwickelt werden. Der Bedarf an Ausbildungsplätzen und Beschäftigungsmöglichkeiten ist hoch.

Deutschland unterstützt den Aufbau eines Berufsbildungssystems, das an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes ausgerichtet ist. Dies geschieht durch Unterstützung der Ausbildungsstätten sowie Weiterbildung des Lehrpersonals. Um Arbeitssuchende und Arbeitgeber effizienter in Kontakt zu bringen, fördert das BMZ außerdem die Entwicklung eines Arbeitsmarktinformationssystems und den Aufbau öffentlicher Jobcenter.

Sonderinitiative "Ausbildung und Beschäftigung"

Im Frühjahr 2019 wurde Ruanda in die BMZ-Sonderinitiative "Ausbildung und Beschäftigung" aufgenommen. Für die Zusammenarbeit in diesem Bereich werden 2019 9,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, 2020 sollen weitere Mittel folgen.

Mit der Sonderinitiative will das BMZ die Attraktivität von Wirtschaftsstandorten in Entwicklungsländern für deutsche und europäische Unternehmen steigern, einen afrikanischen Mittelstand aufbauen und gezielt unterstützen sowie Job-, Ausbildungs-und Entwicklungspartnerschaften zwischen deutschen und afrikanischen Unternehmen fördern.

Compact with Africa

Im Rahmen der G20-Initiative Compact with Africa unterstützt Deutschland im Verbund mit anderen Gebern Ruanda dabei, die Rahmenbedingungen für private Investitionen zu verbessern. Dadurch sollen die Grundvoraussetzungen für ein starkes und nachhaltiges Wachstum geschaffen werden.

So richtet Deutschland zum Beispiel in der ruandischen Hauptstadt Kigali ein German Business Desk ein, das Investitionen im entwicklungspolitischen Umfeld fördern soll. In den Bereichen Mittelstandsförderung und duale Berufsausbildung kooperiert das BMZ mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sowie deutschen Handwerkskammern.

Digitalzentrum eröffnet

Im Mai 2019 eröffnete der Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin und des Bundesentwicklungsministeriums, Günter Nooke, in Kigali das erste vom BMZ geförderte Digitalzentrum. Es soll digitale Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung des Landes entwickeln und eine Brückenfunktion zwischen deutschen und europäischen Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Ruanda übernehmen. Deutschland unterstützt damit die Anstrengungen der ruandischen Regierung, Kigali zu einem Dienstleistungszentrum für Informations- und Kommunikationstechnologien in Afrika auszubauen.

Karte von Ruanda

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Ruanda Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Ruanda Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Kigali, etwa 1,26 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 26.340 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 158 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Vulkangebirge im Norden Ruandas
Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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