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Burkina Faso

Schulmädchen in Burkina Faso

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Seit Anfang der 1990er Jahre bemüht sich Burkina Faso schrittweise um mehr Demokratie. Große ethnische und religiöse Toleranz prägen das Land. Mehr als 60 Volksgruppen leben hier friedlich zusammen. Auch der Landesname bringt das zum Ausdruck: Die Begriffe "Burkina" und "Faso" stammen aus den zwei größten Landessprachen, gemeinsam bedeuten sie "Land der Aufrechten".

Wenn die Bevölkerung, so wie in den vergangenen Jahren, weiterhin jährlich um fast drei Prozent wächst, wird sich die Einwohnerzahl von Burkina Faso innerhalb der kommenden 25 Jahre verdoppeln. Das stellt das Land, das nur über sehr wenige natürliche Ressourcen verfügt, vor große Probleme bei der Ernährungssicherung, der Versorgung der Bevölkerung mit sozialen Diensten und der Bereitstellung von Wasser und Energie. Das Wirtschaftswachstum kann mit dem Bevölkerungswachstum kaum Schritt halten.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Burkina Faso

Burkina Faso gehört zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet. Deutschland ist einer der größten bilateralen Geber und ein wichtiger Partner des Landes. Die aus der internationalen Zusammenarbeit stammenden Gelder sind für Burkina Faso lebensnotwendig. Zuschüsse und Auslandskredite machen rund 70 Prozent des Staatshaushaltes aus.

Im Mittelpunkt der Beziehungen stehen die Bereiche Landwirtschaft und Ernährungssicherung, Dezentralisierung und Kommunalentwicklung sowie Trinkwasser- und Sanitärversorgung. Hinzu kommen Maßnahmen zum Schutz der Kinderrechte. Diese Schwerpunkte fügen sich in die nationale Armutsbekämpfungs- und Wachstumsstrategie (Plan de développement économique et social, PNDES) für die Jahre 2016 bis 2020 ein.

Straßenverkehr in Ouagadougou
Politische Situation

Parlamentarische Demokratie und moderne Verfassung

Die politischen Rahmenbedingungen in Burkina Faso verbessern sich seit Beginn der 1990er Jahre kontinuierlich. Das Land verfügt heute über eine parlamentarische Demokratie und eine moderne Verfassung. Die Gesellschaft ist ethnisch und religiös tolerant. Präsidentschafts- und Parlamentswahlen fanden zuletzt im November 2015 statt.

Burkina Faso hat auch auf weiteren Gebieten bedeutende Entwicklungsfortschritte erzielt. So sank der Anteil unterernährter Kinder innerhalb eines Jahrzehnts um mehr als ein Drittel, ist aber mit 30 Prozent (2015) immer noch sehr hoch. Die Müttersterblichkeit wurde mehr als halbiert, die Zahl der eingeschulten Kinder mehr als verdoppelt – von 30 Prozent (1990) auf über 67 Prozent (2014). Dabei ist insbesondere der Anteil der eingeschulten Mädchen stark angestiegen. Deutliche Verbesserungen gab es ebenso beim Zugang zu sauberem Trinkwasser (1990: 41 Prozent, 2015: 82 Prozent).

Auch die Absenkung der HIV-Infektionsrate von 2,1 Prozent (2001) auf 0,8 Prozent (2015) kann als großer Erfolg betrachtet werden. Und im Bereich der Senkung der Kindersterblichkeit sind ebenfalls langsame Fortschritte zu verzeichnen: Die Sterberate der Kinder unter fünf Jahren sinkt seit 1994 kontinuierlich, von rund 201 pro 1.000 Lebendgeburten auf zuletzt 89 (2015). Sie ist damit aber noch immer sehr hoch. Fast die Hälfte der Einwohner ist unter 15 Jahre alt. Die Lebenserwartung liegt bei 59 Jahren.

Kinder in Burkina Faso
Herausforderungen

Strukturelle Armut ist Kernproblem

Trotz dieser wichtigen Erfolge besteht weiterhin ein breiter sozioökonomischer und politischer Reformbedarf. Das Kernproblem Burkina Fasos ist seine strukturelle Armut: Deutlich mehr als vierzig Prozent der etwa 18 Millionen Einwohner leben unter der absoluten Armutsschwelle. Im Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen liegt Burkina Faso auf dem 185. Platz von 188 bewerteten Staaten (HDI 2015).

Der geringe Bildungsstand, das ungenügende Gesundheitswesen, die qualitativ und quantitativ nicht ausreichende Wasserversorgung und die unzureichende Nutzung der vorhandenen Potenziale in der Landwirtschaft hemmen die Entwicklung des Landes. Hinzu kommen ungünstige Produktionsfaktoren. So entstehen durch die Binnenlage Burkina Fasos sehr hohe Kosten für Transport und Energie. Außerdem ist das Ausbildungs- und Produktivitätsniveau gering. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung können nicht lesen und schreiben.

Das starke Bevölkerungswachstum erschwert die ohnehin schwierige Situation zusätzlich: Obwohl gutes Ackerland sehr knapp ist, müssen immer mehr Menschen ernährt werden. Die Bevölkerung weicht darum in Gebiete aus, die noch fruchtbar sind. Viele neu erschlossene Flächen werden so intensiv genutzt, dass die Böden auf Dauer unbrauchbar werden. Wenn die Bevölkerung weiter so stark wächst, wird Burkina Faso schon in wenigen Jahrzehnten an die Grenzen seiner eigenen Ernährungsmöglichkeiten stoßen. Voraussichtlich wird das zu einer zunehmenden Verstädterung führen. Derzeit liegt der Anteil der Stadtbewohner an der Gesamtbevölkerung bei etwa 30 Prozent.

Ein Kind in Burkina Faso mit einer Schüssel Brei
Arbeiter in einer Baumwollentkernungsanlage in Ouagadougou
Entwicklungspotenziale

Gute Wirtschaftsleistung im regionalen Vergleich

Die Wirtschaftsleistung von Burkina Faso ist im regionalen Vergleich gut. Trotz Herausforderungen wie der internationalen Finanzkrise und der Ernährungskrise in der Sahelzone konnte Burkina Faso auf makroökonomischer Ebene Fortschritte machen. Die Inflation ist seit mehreren Jahren relativ niedrig (2016: 0,9 Prozent), das Wirtschaftswachstum erreichte 2015 ungefähr 4 Prozent, das Haushaltsdefizit liegt bei rund 3,7 Prozent. Im Jahr 2013 lag die Eigeneinnahmenquote mit 17,8 Prozent erstmals innerhalb des Konvergenzziels der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) (17 Prozent). 2014 wurden 17,2 Prozent erreicht. 2015 lag sie allerdings bei nur 15,6 Prozent, unter anderem auf Grund des niedrigen Goldpreises und der politischen Krise im Jahr 2015.

Die Landwirtschaft und die ihr nachgelagerten Wirtschaftszweige bergen das größte Entwicklungspotenzial für die Wirtschaft des Landes. Vier Fünftel der Bevölkerung arbeiten im Agrarsektor, rund ein Drittel der volkswirtschaftlichen Leistung wird hier erbracht. Zunehmende Bedeutung gewinnt auch der Bergbau (insbesondere Gold). Industrie gibt es hingegen kaum und die Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft verbessern sich nur langsam.

Das Land hat erhebliche Standortnachteile: Weil Burkina Faso keinen Zugang zum Meer hat, sind die Transportkosten für die Exportwirtschaft hoch. Auch die wachsenden Kosten für Energie, die schlecht ausgebaute Infrastruktur und ein geringes Ausbildungsniveau behindern die Entwicklung.

Die Deviseneinnahmen des Landes stammten bislang zum größten Teil aus dem Export von wenigen Produkten: Baumwolle, Lebendvieh, Cashewnüsse und Gold. Aufgrund der Abhängigkeit von zentralen Exportgütern ist Burkina Faso anfällig für externe Schocks. Das Sinken der Weltmarktpreise für Gold und Baumwolle hat somit beachtliche Folgen für das Wirtschaftswachstum.

Durch eine Abschaffung der Subventionen für Baumwollproduzenten in wohlhabenden Ländern könnte Baumwolle aus Burkina Faso wettbewerbsfähig werden. Dadurch könnte die Wirtschaft entscheidende Impulse bekommen. Im Rahmen der Baumwollinitiative kämpft Burkina Faso deshalb gemeinsam mit Mali, Tschad und Benin gegen die Subventionspolitik der USA, der EU und der Volksrepublik China.

Mit besseren Rahmenbedingungen ist auch die Steigerung der Produktivität in kleinen und mittleren Unternehmen für die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten möglich. Dies könnte auch Impulse für kleine Handwerksbetriebe geben.

In den vergangenen Jahren hat der Bergbausektor zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen, der Abbau von Gold hat sich im Zeitraum von 2008 bis 2011 versechsfacht. Inzwischen erzielt Burkina Faso mit Gold sogar fast dreimal höhere Exporteinnahmen als durch die Baumwollproduktion.

Für eine weitere positive Entwicklung muss das Land die Rechtssicherheit für Investitionen im Privatsektor verbessern und die Steuereinnahmen erhöhen. Zudem müssen leistungsfähige Banken, vor allem Mikrofinanzinstitute, aufgebaut werden.

Frauen bei der Feldarbeit in einem Dorf in der Region Fada N’Gourma, Burkina Faso
Ein Obsthändler in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso
Stabilität in der Region

Engagement für die politische und wirtschaftliche Integration Afrikas

Burkina Faso engagiert sich für die politische und wirtschaftliche Integration Afrikas. Das Land ist Mitglied in verschiedenen Regionalorganisationen, unter anderem in der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (UEMOA) sowie der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS). Der Ausbau der Beziehungen zu den Nachbarländern sowie die Vertiefung der Beziehungen zu den wichtigsten Geberländern (EU-Mitgliedsstaaten, Schweiz, Kanada, Taiwan sowie die USA) haben für die Regierung Priorität.

Das Land war und ist an verschiedenen Friedensmissionen der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen beteiligt, unter anderem in Côte d’Ivoire, Haiti, der Demokratischen Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik, Mali und dem Sudan. Burkina Faso spielt dank seiner relativen politischen Stabilität eine positive Rolle in der Region. So hat sich der ehemalige Präsident Blaise Compaoré 2010 als Mediator in Guinea und Côte d’Ivoire für die Sicherung eines stabilen Friedens und die Durchführung von freien Wahlen eingesetzt.

Am 30. Oktober 2014 sollte das burkinische Parlament über eine Änderung der Verfassung abstimmen, die dem seit 27 Jahren amtierenden Staatspräsidenten Compaoré eine weitere Amtszeit ermöglicht hätte. In Folge von Massenprotesten in der Hauptstadt Ouagadougou und der zweitgrößten Stadt Bobo-Dioulasso gab Compaoré am 31. Oktober 2014 seinen Rücktritt bekannt. Das Militär übernahm kurzzeitig die Macht und gab sie dann an eine zivile Übergangsregierung unter dem Diplomaten Michel Kafando ab. Im Februar 2015 kam es zu einem Putschversuch gegen die Übergangsregierung, ausgeführt von der Präsidialgarde des früheren Präsidenten Compaoré. Dieser konnte jedoch abgewendet werden. Die Präsidialgarde wurde danach aufgelöst.

Bei den frei und fair verlaufenen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im November 2015 wurde Roch Kaboré zum neuen Präsidenten gewählt. Er ist Parteichef des Mouvement du Peuple pour le Progrès (MPP).

Im Januar 2016 wurde die Hauptstadt Ouagadougou Ziel eines terroristischen Anschlags der Gruppe AQIM (Al Quaida im islamischen Maghreb), bei dem 30 Menschen getötet und über 50 Personen schwer verletzt wurden. Der regionale Terror in der Sahel-Region ist damit auch in Burkina Faso angekommen. Der demokratische Neuanfang wurde dadurch deutlich überschattet.

Eine Frau mit Kindern an einer Wasserstelle in Burkina Faso
Menschenrechte

Frauen kaum an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt

Die Lage der Menschenrechte hat sich verbessert. Die ehemalige Regierung hat in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte ergriffen. Unter anderem wurde ein Fonds für die Opfer politischer Gewalt gegründet und es wurden Reformen im Justizwesen eingeleitet. Die Menschenrechte sind nun dem Justizressort zugeordnet.

Doch auf dem Land werden die Grundrechte – und besonders die Frauenrechte – noch wenig respektiert; Frauen sind kaum an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt. Seit 2009 ist deshalb bei allgemeinen Wahlen eine Frauenquote von 30 Prozent vorgeschrieben. Die burkinische Armutsbekämpfungsstrategie baut auf der Gleichberechtigung von Männern und Frauen auf. 2009 wurde erstmals eine nationale Genderstrategie verabschiedet.

Die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist gesetzlich verboten. Studien zufolge ist die Zahl der Verstümmelungen insbesondere bei Mädchen unter 14 Jahren deutlich rückläufig (Rate für die Altersgruppe 0 bis 14 Jahre 2010: 13,3 Prozent, 1996 waren es noch rund 66 Prozent). In der erwachsenen Bevölkerung sind immer noch die meisten Frauen betroffen.

Im regionalen Vergleich hat das politische Engagement Burkina Fasos zur Überwindung von FGM Modellcharakter. Burkina Faso war eines der ersten afrikanischen Länder, das 1996 ein Gesetz gegen FGM erlassen hat. Der Einsatz für die Überwindung von FGM begann bereits Mitte der 1970er Jahre mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Engagement. 1990 wurde das Nationale Komitee zur Überwindung von FGM (CNLPE) gegründet, dessen Vorsitzende die Frau des ehemaligen Staatspräsidenten Compaoré war. 2011 wurde das Komitee durch die Regierung in einen Nationalrat umgewandelt, um der Überwindung von FGM zusätzliche Dynamik zu verleihen. Der Tatbestand von FGM wird mit Gefängnisstrafen zwischen sechs Monaten bis zu drei Jahren geahndet. Bei FGM mit Todesfolge wird eine Gefängnisstrafe von fünf bis zehn Jahren verhängt.

Trotz gesetzlich festgeschriebener Kinder- und Jugendrechte sind die Lebensbedingungen dieser Bevölkerungsgruppe schwierig: Kinderarbeit und Kinderhandel sind nach wie vor verbreitet; über 40 Prozent der Kinder arbeiten, davon der überwiegende Teil in sogenannten "schädlichen und gefährlichen Beschäftigungen" (zum Beispiel in Goldminen). Der Anteil der Kinder, die aus Arbeitsgründen von ihren Eltern getrennt leben (zum Beispiel als illegale Migranten in Nachbarstaaten), wird auf 5 Prozent geschätzt. 52 Prozent aller Mädchen sind vor Erreichen des 18. Lebensjahres verheiratet.

Eine Gesundheitshelferin spricht über Mütter- und Kindergesundheit und Hygiene in Djomga, Burkina Faso
Frau auf einem Motorroller in Ouagadougou
Armutsbekämpfung

Entwicklungsstrategie 2016 bis 2020 orientiert sich an den globalen Zielen

Burkina Faso hat im Jahr 2000 seine erste Armutsbekämpfungsstrategie (Cadre Stratégique de Lutte contre la Pauvreté, CSLP) erstellt und 2003 komplett überarbeitet. Die dritte Fassung wurde seit 2009 in einem partizipativen Prozess erarbeitet und im Dezember 2010 verabschiedet. Die Strategie (Stratégie de Croissance Accélérée et de Développement Durable, SCADD) orientierte sich stärker am Wirtschaftswachstum, bezog aber auch die bisherigen Ziele Zugang zu sozialen Grunddiensten für Arme, Arbeit und Einkommen schaffende Maßnahmen sowie gute Regierungsführung mit ein. Bei der Überprüfung der Armutsbekämpfungsstrategie ist die Zivilgesellschaft beteiligt, sie hat jedoch keine Entscheidungskompetenz. Die armutsorientierte, an den globalen Entwicklungszielen (SDGs) ausgerichtete Entwicklungsstrategie PNDES (2016 bis 2020) wurde durch die neue Regierung im Sommer 2016 verabschiedet und führt die nachhaltige Ausrichtung der vorherigen nationalen Entwicklungsstrategie (SCADD) fort.

Der burkinischen Regierung fällt es schwer, die vorgesehenen Reformen umzusetzen. Gründe dafür sind unter anderem die Finanzschwäche des Landes, ein Mangel an qualifiziertem Personal und funktionsfähigen Verwaltungsstrukturen sowie die unzureichende Infrastruktur. Die Dezentralisierung der Verwaltungsstrukturen und die Übertragung von mehr Planungs- und Entscheidungskompetenzen auf die Kommunen könnte die Umsetzung einiger Reformen fördern. Die Herausforderung besteht nun darin, den Gemeinden zu ermöglichen, ihre neuen Aufgaben zu erfüllen.

Männer in einem Dorf in Burkina Faso
Kooperation

Schwerpunkte der deutsch-burkinischen Entwicklungszusammenarbeit

Die Unterstützung durch Entwicklungszusammenarbeit ist für Burkina Faso existenziell wichtig. Zuschüsse und Auslandskredite machen über 70 Prozent des Staatshaushaltes aus.

Im Oktober 2014 sagte Deutschland für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit Mittel in Höhe von 113,42 Millionen Euro zu. Die nächsten Regierungsverhandlungen sind für 2017 geplant.

Mit der Regierung von Burkina Faso wurden drei Schwerpunkte der Zusammenarbeit vereinbart. Sie ergänzen das Engagement anderer Geber in Burkina Faso:

  • Landwirtschaft und Ernährungssicherung
  • Dezentralisierung und Kommunalentwicklung
  • Trinkwasser- und Sanitärversorgung 

Außerdem engagiert sich Deutschland für den Schutz von Kinderrechten.

  • Frauen in Dori, Burkina Faso, stellen Käse her.
    Landwirtschaft und Ernährungssicherung

    Marktorientierte Produktion und Verarbeitung

    Für die Ernährung der Menschen in Burkina Faso und für die Bekämpfung der Armut spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Die Regierung hat darum mit deutscher Unterstützung eine Strategie für die ländliche Entwicklung entwickelt.

  • Eine Frau in Burkina Faso arbeitet an einem Laptop.
    Dezentralisierung und Kommunalentwicklung

    Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen fördern

    Die Förderung der Demokratie und der Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen an der Entwicklung von Burkina Faso ist das wichtigste Ziel des Schwerpunktbereichs "Dezentralisierung und Kommunalentwicklung" der burkinisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

  • Ausbildung zum Klempner im Berufsbildungszentrum der nationalen Wasserbehörde in Burkina Faso
    Trinkwasser- und Sanitärversorgung

    Bessere Infrastruktur für den Wassersektor

    Gegenwärtig konzentriert sich die burkinisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit auf die Trinkwasser- und Sanitärversorgung in Klein- und Mittelstädten. Das Programm zielt darauf, die notwendigen rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen im Wassersektor zu verbessern und die notwendige Infrastruktur zu finanzieren.

  • Kinder in Ouagadougou üben lesen und rechnen. Universitätsstudenten arbeiten als Freiwillige, um ihnen bei ihren Schulaufgaben zu helfen.
    Kinderrechte

    Zugang zu Grundbildung verbessern

    Mit der Vergabe von Schulstipendien und dem Bau von Schulkantinen wird der Zugang der Kinder zu Grundbildung verbessert. Mit dem Auf- und Ausbau von Kinderschutznetzwerken sollen Kinder vor Gewalt und Ausbeutung geschützt werden, damit sich ihre Lebenssituation und ihre Zukunftschancen verbessern.

Frauen in Dori, Burkina Faso, stellen Käse her.
Landwirtschaft und Ernährungssicherung

Marktorientierte Produktion und Verarbeitung

Für die Ernährung der Menschen in Burkina Faso und für die Bekämpfung der Armut spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Die Regierung hat darum mit deutscher Unterstützung eine Strategie für die ländliche Entwicklung entwickelt. Sie bildet den Rahmen für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Gleichzeitig arbeiten beide Seiten mit weiteren afrikanischen und internationalen Partnern daran, die nationale Entwicklungsstrategie sinnvoll einzugliedern in einen neuen umfassenden Ansatz für landwirtschaftliche Entwicklung in Afrika, dem sogenannten "Comprehensive Africa Agriculture Development Programme" (CAADP) der Neuen Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (New Partnership for Africa's Development, NEPAD).

Deutschland unterstützt Burkina Faso außerdem bei der Einführung einer marktorientierten landwirtschaftlichen Produktion und Verarbeitung. Dazu wird ermittelt, welche landwirtschaftlichen Produkte gute Chancen am Markt haben. Ein "Grünes Innovationszentrum", das im Rahmen der Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger gegründet wurde, soll helfen, neue Dienstleistungen zur Marktanbindung, zur Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten und zur Verbesserung von Qualitätsstandards zu entwickeln. So konnte die Produktivität beim Anbau und der Verarbeitung von Reis und Sesam bereits um 25 Prozent gesteigert werden.

Dadurch werden auch Arbeitsplätze geschaffen und die Einkommen der Bäuerinnen und Bauern sowie der Beschäftigten in den weiterverarbeitenden Klein- und Kleinstbetrieben steigen. Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Einführung verbesserter Finanzierungsmechanismen. Maßnahmen zum Erosionsschutz und zur Nutzung von Tal-Auen sollen helfen, die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen und neue Anbauflächen zu schaffen.

Eine Frau in Burkina Faso arbeitet an einem Laptop.
Dezentralisierung und Kommunalentwicklung

Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen fördern

Die Förderung der Demokratie und der Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen an der Entwicklung von Burkina Faso ist das wichtigste Ziel des Schwerpunktbereichs "Dezentralisierung und Kommunalentwicklung" der burkinisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

In Burkina Fasos Verfassung von 1991 ist Dezentralisierung als Teil des demokratischen Reformprozesses verankert. Im Jahr 2006 wurde ein umfassender Dezentralisierungsprozess des zuvor stark zentralistisch organisierten Landes in Gang gesetzt. Das gesamte Land wurde in Gemeinden eingeteilt, die seit 2009 die Verantwortung für die Versorgung der Bevölkerung in den Bereichen Wasser und Sanitär, Gesundheit, Grundbildung sowie Jugend, Sport und Freizeit tragen. Auch in der burkinischen Strategie zur Armutsbekämpfung wird die Bedeutung leistungsfähiger Verwaltungsstrukturen für die Armutsbekämpfung hervorgehoben. Ein wichtiger Erfolg: Durch die Unterstützung der Gemeindereformen werden Kommunalverwaltungen in die Lage versetzt, effizienter und bürgernah zu arbeiten. Die Zufriedenheit der Bevölkerung mit der Verwaltung konnte sich dadurch von 2009 bis 2015 von 37 Prozent auf 75 Prozent steigern.

Die Bundesrepublik unterstützt den Aufbau von demokratisch legitimierten dezentralen Selbstverwaltungsstrukturen. Für die Zielgruppe der armen Bevölkerung soll dadurch eine Verbesserung der Lebensqualität und eine Verminderung ihrer Armut erreicht werden. Schlüsselbereiche der Zusammenarbeit in diesem Sektor sind die Präzisierung und die Abgrenzung kommunaler und zentralstaatlicher Aufgabenbereiche, die Qualifizierung des Personals und die Beratung bei der Erstellung und Umsetzung der lokalen Entwicklungspläne. Mit einem Fonds zur Verbesserung der kommunalen Infrastruktur sollen die finanziellen Möglichkeiten der kommunalen Gebietskörperschaften verbessert werden. Zwischen 2013 und 2016 wurden mehr als 4.000 kommunale Bedienstete in den staatlichen Verwaltungsschule ausgebildet.

Ausbildung zum Klempner im Berufsbildungszentrum der nationalen Wasserbehörde in Burkina Faso
Trinkwasser- und Sanitärversorgung

Bessere Infrastruktur für den Wassersektor

Die Wasserversorgungssysteme Burkina Fasos reichen nicht aus, um die Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. In Zukunft wird diese Situation noch durch schwindende Grund- und Oberflächenwasservorräte verschärft.

Im Dezember 2006 hat die Regierung ein nationales Programm im Bereich Trinkwasser und Abwasser verabschiedet. Das Programm bildet den Rahmen für Beiträge der Regierung und der Geber. Die Versorgung der Bevölkerung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser hat sich seit Beginn des nationalen Programms erheblich verbessert. Die Sanitärversorgung bleibt jedoch eine große Herausforderung.

Gegenwärtig konzentriert sich die burkinisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit auf die Trinkwasser- und Sanitärversorgung in Klein- und Mittelstädten. Das Programm zielt darauf, die notwendigen rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen im Wassersektor zu verbessern und die notwendige Infrastruktur zu finanzieren. Hierzu gehören zum Beispiel der Bau von Pumpstationen und Aufbereitungsanlagen, der Bau von Latrinen sowie der Ausbau und die Instandsetzung der städtischen Versorgungsnetze. Ergänzend dazu werden Maßnahmen zur Hygieneaufklärung gefördert. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Menschen mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser zu versorgen und die Sanitärversorgung zu verbessern. Damit sollen die Lebensverhältnisse und die Gesundheitssituation verbessert werden, insbesondere von Frauen und Mädchen. Durch das Programm konnten 470.000 Menschen zusätzlich mit sauberem Trinkwasser versorgt werden und 109.000 Menschen bekamen einen Zugang zu Latrinen.

Kinder in Ouagadougou üben lesen und rechnen. Universitätsstudenten arbeiten als Freiwillige, um ihnen bei ihren Schulaufgaben zu helfen.
Kinderrechte

Zugang zu Bildung verbessern

Dem Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen, zu denen Kinder gehören, kommt in Burkina Faso besondere Bedeutung zu. Trotz eines insgesamt guten rechtlichen Rahmens werden Kinderrechte häufig missachtet und verletzt.

Zwangsheirat und Frühschwangerschaften sowie Genitalverstümmelung sind besondere Risiken für Mädchen; gefährliche Kinderarbeit und Kinderhandel sind weit verbreitet. Mit der Vergabe von Schulstipendien und dem Bau von Schulkantinen wird daher der Zugang der Kinder zu Grundbildung verbessert. Mit dem Auf- und Ausbau von Kinderschutznetzwerken sollen Kinder vor Gewalt und Ausbeutung geschützt werden, damit sich ihre Lebenssituation und ihre Zukunftschancen verbessern.

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

  Burkina Faso Deutschland
Ländernamea16173184 Burkina Faso Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Ouagadougou, etwa 1,5 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,5 Millionen Einwohner
Flächea16173142 274.220 km² (2016) 357.380 km² (2016)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 185 von 188 (2015) 4 von 188 (2015)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

IATI

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