Hauptinhalt

Äthiopien

Situation und Zusammenarbeit

Stadtansicht der äthiopischen Hauptstadt Addis Abbeba

Äthiopien ist ein armes Land; auf dem Index der menschlichen Entwicklung nimmt es unter den 187 aufgelisteten Staaten Rang 174 ein (HDI 2014). Zu den wichtigsten entwicklungspolitischen Herausforderungen, vor denen Äthiopien steht, gehören eine unterentwickelte Infrastruktur und eine kleinbäuerlich geprägte Landwirtschaft, die auf Eigenversorgung ausgerichtet und stark von Regenfällen abhängig ist. Ein großer Mangel an Fachpersonal, etwa in der öffentlichen Verwaltung, erschwert die Umsetzung von Reformvorhaben.

Das starke Wachstum der Bevölkerung (2015: 99,4 Millionen) belastet die Umwelt und die Ressourcen des Landes. Das Bevölkerungswachstum liegt seit über 20 Jahren bei jährlich mehr als 2,5 Prozent. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird Äthiopien im Jahr 2050 zu den zehn bevölkerungsreichsten Staaten der Welt gehören.

In Äthiopien sind militante Befreiungsbewegungen aktiv, die von der Regierung als terroristische Organisationen betrachtet werden. Dazu gehören Teile der "Ogaden National Liberation Front" (ONLF), die ein 2010 mit der äthiopischen Regierung abgeschlossenes Friedensabkommen ablehnen und weiterhin für die staatliche Unabhängigkeit der äthiopischen Somali-Region kämpfen wollen. Eine andere Gruppe, die "Oromo Liberation Front" (OLF), strebt die Gründung eines unabhängigen Oromo-Staates an. Beide Bewegungen haben mehrfach Terroranschläge verübt.

Entwicklungserfolge

Hirten vor Mobilfunkmast
Bildergalerie öffnen gallery26198564_2../../../../service/zusatzbildergalerien/20150323_Aethiopien/Aethiopien_0010_thumb.jpgBMZ Bildergalerie öffnen

Hirten vor Mobilfunkmast

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Ausgetrocknetes Flussbett

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Männer waschen ihre Kleider in einem Bewässerungskanal.

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Wiederaufforstung soll die Bodenerosion in einem ausgewaschenen Flussbett verringern.

Bild: © Thomas Köhler/photothek.net

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Ein Bauer betrachtet ein ausgetrocknetes Flussbett.

Bild: © Thomas Köhler/photothek.net

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Ein Bauer pflügt sein Feld mit einem Ochsengespann.

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Hirten im Abendlicht

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Kamelherde

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Frauen bauen eine traditionelle Lagerhütte.

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Frauen holen Wasser von einer Wasserstelle.

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Markttag

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Fußballplatz

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Terrassenfelder in den Bergen

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Bäuerin auf einer Bananenplantage

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Kaffeebohnen nach der Ernte. Kaffee stammt wahrscheinlich ursprünglich aus Äthiopien und ist dort eines der Hauptexportprodukte.

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Frisch geröstete Kaffeebohnen

Bild: © Thomas Köhler/photothek.net

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Bäuerinnen bei der Ernte

Bild: © BMZ

Bild {{counter}} von {{maxCount}}

Hirten vor Mobilfunkmast

Ausgetrocknetes Flussbett

Männer waschen ihre Kleider in einem Bewässerungskanal.

Wiederaufforstung soll die Bodenerosion in einem ausgewaschenen Flussbett verringern.

Ein Bauer betrachtet ein ausgetrocknetes Flussbett.

Ein Bauer pflügt sein Feld mit einem Ochsengespann.

Hirten im Abendlicht

Kamelherde

Frauen bauen eine traditionelle Lagerhütte.

Frauen holen Wasser von einer Wasserstelle.

Markttag

Fußballplatz

Terrassenfelder in den Bergen

Bäuerin auf einer Bananenplantage

Kaffeebohnen nach der Ernte. Kaffee stammt wahrscheinlich ursprünglich aus Äthiopien und ist dort eines der Hauptexportprodukte.

Frisch geröstete Kaffeebohnen

Bäuerinnen bei der Ernte

Die aktuelle Regierung verfolgt äußerst ehrgeizige Reformpläne, um den Staat zu modernisieren und die Armut zu reduzieren, setzt dabei aber auf die Durchsetzungskraft eines zunehmend autoritären Regierungsstils (siehe Regierungsführung).

Ziel ist, bis zum Jahr 2025 den Status eines Landes mit mittlerem Einkommen (Middle Income Country) zu erlangen. Die Entwicklungsorientierung der Regierung ist hoch. Sie verfolgt mit ihrem Fünfjahresplan 2016–2020 (Growth and Transformation Plan II) einen Wachstumskurs auf Grundlage einer staatsgelenkten Volkswirtschaft mit klaren Zielvorgaben: Ausbau der verarbeitenden Industrie, Exportorientierung und Industrialisierung der Landwirtschaft.

Die Erfolge der Entwicklungsorientierung werden sichtbar, Äthiopien konnte in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte erzielen: Die extreme Armut wurde seit 1995 um mehr als ein Drittel gesenkt, die Kindersterblichkeit sank seit 1990 um mehr als 60 Prozent, die Zahl der unterernährten Kinder ist stark gesunken, der Anteil der Bevölkerung, der Zugang zu sauberem Wasser hat, stieg deutlich und die Einschulungsrate lag 2014 bei rund 86 Prozent.


Regierungsführung

In der Regierungsführung Äthiopiens sind vor allem bei den politischen Mitwirkungsmöglichkeiten deutliche Defizite festzustellen. Die Parteienkoalition EPRDF (Ethiopian Peoples’ Revolutionary Democratic Front) regiert zunehmend autoritär. Bei den Parlamentswahlen im Mai 2015 verlor auch der letzte oppositionelle Abgeordnete seinen Sitz. Die Regierungskoalition EPRDF stellt nun alle 547 Abgeordneten im Parlament. Bei den gleichzeitig stattfindenden Wahlen für Regionalparlamente gingen nur 21 von 1.987 Sitzen an die Opposition. Die Parlamente können so eine Kontrollfunktion damit faktisch nicht wahrnehmen. Proteste, wie sie seit Ende 2015 vermehrt in verschiedenen Landesteilen Äthiopiens aufflammen, werden massiv unterdrückt.

Die Menschenrechtslage ist nach wie vor problematisch. Die bürgerlichen Freiheiten werden durch mehrere Gesetze beschnitten. Verhaftungen, auch von Oppositionspolitikern und Journalisten auf Grundlage eines Anti-Terror-Gesetzes, geben Anlass zur Sorge. Menschenrechtsorganisationen beklagen, dass in diesem Gesetz die Tatbestände sehr unklar formuliert sind und damit eine willkürliche Anwendung gegen politische Gegner ermöglicht wird.

Die Presse- und Meinungsfreiheit ist stark eingeschränkt, ebenso der Handlungsspielraum für zivilgesellschaftliche Organisationen. Ein 2009 verabschiedetes Gesetz sieht vor, dass sich äthiopische Organisationen, die sich politisch engagieren, zu höchstens zehn Prozent durch ausländische Mittel finanzieren dürfen. Unabhängigen Menschenrechtsorganisationen fehlt damit Geld für ihre Aktivitäten.

Trotz eines in der Verfassung verankerten Diskriminierungsverbots und einer aktiven Frauenpolitik seitens der Regierung sind die Frauenrechte in Äthiopien noch nicht durchgehend verwirklicht.

Im Korruptions-Wahrnehmungsindex (CPI) der Nichtregierungsorganisation Transparency International von 2015 steht Äthiopien auf Rang 103 von 168 ausgewerteten Staaten.


Wirtschaft

Studenten bei der Kfz-Ausbildung

Das Wirtschaftswachstum Äthiopiens war in den Jahren 2004 bis 2015 mit rund neun Prozent überdurchschnittlich hoch. Im Jahr 2016 fiel das Plus mit rund 7 Prozent etwas verhaltener aus. Seitdem ist es wieder auf rund zehn Prozent gestiegen und auch in den kommenden Jahren rechnet die Weltbank mit mehr als acht Prozent Wachstum.

Problematisch sind die niedrigen Staatseinnahmen, die hohe Auslandsverschuldung und die negative Handelsbilanz – Äthiopien importiert deutlich mehr Güter als es exportiert. 2014 belief sich das Exportdefizit auf 10,4 Milliarden US-Dollar.

Obwohl bereits einige Reformschritte unternommen wurden, übt der Staat noch immer einen beherrschenden Einfluss auf die Wirtschaft aus. In wichtigen Bereichen (zum Beispiel Telekommunikation, Luftverkehr, Energie) sind staatliche Firmen und parteinahe Unternehmen Monopolisten oder Marktführer. Privater Landbesitz ist gemäß Verfassung noch nicht zulässig. Die Privatwirtschaft kann sich unter diesen Rahmenbedingungen bisher nicht entfalten.

Basis der äthiopischen Wirtschaft ist die Landwirtschaft. Sie beschäftigt rund 80 Prozent der Erwerbstätigen und trägt etwa 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bei.


Entwicklungspotenziale

Felder bei Harar in Ostäthiopien

Äthiopien hat große Entwicklungspotenziale: So ist Produktivität der Landwirtschaft noch enorm steigerungsfähig. Die wichtigsten Anbauprodukte sind Kaffee – Äthiopien ist größter Produzent Afrikas – sowie Mais, Zwerghirse (Teff), Weizen, Sorghumhirse, Hülsenfrüchte, Ölsaaten, Zuckerrohr und Gemüse. Das Land verfügt außerdem über Bodenschätze wie Gold, Tantalerz, Phosphor, Eisen, Salz, Kaliumcarbonat (Pottasche), Natriumcarbonat, Edelsteine und Kohle. Große Hoffnungen werden auf die Entdeckung von Goldvorkommen und Erdöllagerstätten im Ogaden-Becken gesetzt.

In Äthiopien gibt es zudem umweltfreundliche Energiequellen wie Wasserkraft und Erdwärme. Das Land hat 2010 drei neue Wassergroßkraftwerke in Betrieb genommen und damit seine Stromerzeugungskapazität mehr als verdoppelt. Weitere zehn Kraftwerke sind im Bau oder in Planung. Äthiopien exportiert Strom ins Nachbarland Dschibuti sowie nach Kenia und in den Sudan.

Die Erweiterung der Stromerzeugung sowie der Ausbau der Infrastruktur sollen auch dem Tourismus zugutekommen, der als neuer wachstumsfähiger Sektor gilt.


Schwerpunkte der deutschen Zu­sam­men­ar­beit mit Äthiopien

Bei den Regierungsverhandlungen im September 2014 sagte die Bundesregierung Äthiopien insgesamt 133,8 Millionen Euro für den Zeitraum 2015 bis 2017 zu – davon 129 Millionen Euro aus dem Haushalt des BMZ und 4,8 Millionen Euro aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" erhält Äthiopien außerdem rund 60 Millionen Euro für die langfristige Ernährungssicherung des Landes. Außerdem leistet Deutschland mit insgesamt 18 Millionen Euro Unterstützung bei der Versorgung von Flüchtlingen.

Äthiopien ist das am stärksten betroffene Land der 2015/16 von El Niño ausgelösten Dürre, die seit Herbst 2015 in Süd- und Ostafrika für eine Ernährungskrise sorgt. In Äthiopien leiden aktuell insgesamt rund 18 Millionen Menschen unter Hunger und sind akut hilfsbedürftig. Das BMZ hat für kurzfristige Hilfsmaßnahmen in Äthiopien bereits 56,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und unterstützt damit Maßnahmen der Ernährungssicherung, Gesundheitsvorsorge sowie Wasser- und Sanitärversorgung. Gleichzeitig erhalten vom Ernteausfall betroffene Bäuerinnen und Bauern Hilfe für die Beschaffung von neuem Saatgut und Tierfutter.

Die Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit konzentriert sich seit 2014 auf drei Schwerpunktbereiche:

  • Bildung
  • Sicherung der Ernährung, Land­wirt­schaft
  • Umweltpolitik, Schutz und Erhalt natürlicher Ressourcen, Bio­di­ver­si­tät

Die Zu­sam­men­ar­beit im bisherigen Arbeitsbereich Stadtentwicklung und De­zen­tra­li­sie­rung wurde in Absprache mit der äthiopischen Regierung beendet. Die laufenden Vorhaben werden bis Ende 2016 fortgeführt, um eine nach­hal­tige Wirkung zu gewährleisten.

Äthiopien ist Pilotland für die Gemeinsame Programmierung (Joint Programming) der Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten. Im EU-Kreis wurde im Frühjahr 2016 der Prozess für ein umfassendes EU-Joint-Programming gestartet, mit dem Ziel, die gemeinsame europäische Entwicklungszusammenarbeit mit Äthiopien besser abzustimmen und besser in Wert zu setzen.


Bildung

Studenten bei der Kfz-Ausbildung

Äthiopien hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte im Bildungssektor gemacht – sowohl in Bezug auf den Umfang als auch auf die Qualität des Angebots. Deutschland unterstützt Äthiopien dabei, die Berufsausbildung, Hochschullehre und -forschung praxisorientierter zu gestalten.

Die technische Ausbildung in Berufsschulen wird verbessert, indem sie an die Bedürfnisse der Wirtschaft und an das Beschäftigungspotenzial im formellen und informellen Sektor angepasst wird. Auch eine bessere Ausbildung von Ingenieuren und Berufsschullehrern an Universitäten wird gefördert. In Modellinstitutionen wird das Management verbessert, praxisrelevante Bildungsinhalte werden eingeführt und Lehrkräfte fortgebildet.

Deutsche Experten beraten zudem das Bildungsministerium und seine nachgeordneten Behörden bei der Steuerung der Reformen und der Kooperation mit der äthiopischen Privatwirtschaft. Dazu gehört zum Beispiel die Integration von Arbeitsmarktdaten in die Bildungsplanung. In den Regionen werden beschäftigungsfördernde Pilotprojekte gestartet. Auch unterstützt die Bundesregierung den Aufbau von Technologie- und Gründerzentren an Hochschulen.

Die Maßnahmen haben Erfolg: Mittlerweile bieten mehr als 40 äthiopische Berufsschulen, drei Universitäten sowie vier Prüfungszentren neue Aus- und Fortbildungsbereiche und eine bessere praktische Ausbildung an. Mehr als 500 Dozenten wurden in Hochschuldidaktik trainiert. 2012 waren rund 353.000 Schülerinnen und Schüler an mehr als 800 Berufsschulen eingeschrieben. Bisher haben mehr als 80.000 Studenten ihr Studium abgeschlossen und mehr als 6.500 promoviert, davon rund die Hälfte in Ingenieurberufen.


Sicherung der Ernährung, Landwirtschaft

Tröpfchenbewässerung auf einem Feld in Äthiopien

Die äthiopische Regierung hat sich das Ziel gesetzt, die Ernährung der Bevölkerung zu sichern. Voraussetzung dafür ist ein verbessertes Landmanagement. Durch den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der Ressourcen Boden, Wald und Wasser, verbesserte Ackerbaumethoden und effektiven Erosionsschutz wird die Bodendegradation – also die Verschlechterung der Leistungsfähigkeit der Böden – verringert. Dadurch können die Erntemengen deutlich gesteigert werden.

In Abstimmung mit der äthiopischen Regierung wird das deutsche Engagement in diesem Bereich über die ländlichen Regionen Oromia, Tigray und Amhara hinaus auch auf andere Regionen ausgedehnt. Hier leben mehr als 50 Prozent der Bevölkerung unter dem ständigen Risiko der Ernährungsunsicherheit.

Die Bauern werden dabei unterstützt, ihre Produktion vielseitiger zu gestalten, um ungenutzte Potenziale zu aktivieren. Zu den Maßnahmen gehören die Verbreitung produktionssteigernder und bodenerhaltender Verfahren sowie die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Wasserressourcen. Es werden neue Pflanzensorten und verbessertes Saatgut eingeführt, Methoden des biologischen Erosionsschutzes vermittelt und spezielle Bearbeitungstechniken für die Böden Äthiopiens entwickelt.

Durch die Maßnahmen wurden bislang rund 180.000 Hektar degradiertes Land wieder nutzbar gemacht. Davon profitieren etwa 200.000 Haushalte. In den unterstützten Gebieten stieg die landwirtschaftliche Produktion und damit auch das Einkommen der Bauern.

Darüber hinaus plant die Bundesregierung, durch die Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" Äthiopien speziell bei der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität zu unterstützen. Dazu wurde unter anderem ein landwirtschaftliches Innovationszentrum gegründet sowie Vorhaben zur Stärkung der Dürreresilienz und Verbesserung der Bodennutzung durchgeführt.

Die Bundesregierung berät die äthiopischen Behörden außerdem bei der Verbesserung der institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Um die Verteilungs- und Vermarktungsprobleme der Nahrungsmittel im Land zu mindern, werden zudem die Transportwege verbessert.


Umweltpolitik, Schutz und Erhalt natürlicher Ressourcen, Biodiversität

Äthiopien ist eines der artenreichsten Länder der Erde. Das Land beheimatet eine Vielzahl von Tier-und Pflanzenarten und ist Teil zweier Biodiversitäts-Hotspots von globaler Bedeutung. Rund 14 Prozent des Landes sind als Schutzgebiet ausgewiesen. In der Vergangenheit hat die Artenvielfalt aufgrund von Besiedelung, intensiver Beweidung und großflächigen Investitionen in den Agrarsektor jedoch dramatisch abgenommen.

Im neu vereinbarten Schwerpunkt "Umweltpolitik, Schutz und Erhalt natürlicher Ressorcen, Biodiversität" wird die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in vier Bereichen ansetzen, um den Schutz und die Nutzung der ausgewiesenen biodiversitätsreichen Gebiete in Äthiopien zu verbessern und damit einen Beitrag zum Erhalt der Lebensgrundlagen und der Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung zu leisten:

  • Erhalt und Inwertsetzung der Schutzgebiete,
  • Nachhaltiges Management der Biosphärenreservate,
  • Regelung der Nutzung genetischer Ressourcen und Vorteilsausgleich,
  • Erhalt des immer weiter schrumpfenden Waldbestands in Äthiopien.

Weitere Informationen

Publikationen

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen