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Kapitel 3

Die Säulen des Marshallplans

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Kommentare (4)

Siemens Stiftung schrieb am 24.02.2017 13:38

Die operative Tätigkeit der Siemens Stiftung in Afrika zeigt uns, wie wichtig Beschäftigung, die Schaffung von Jobs sowie eine substanzielle Aus- und Weiterbildung besonders für junge Menschen sind. Gerade die Entwicklung agrargeprägter ländlicher Gebiete durch Schaffung von Einkommensmöglichkeiten zur Bekämpfung der Land-Stadt-Flucht und weiterer Migration entscheidend. In diesen Regionen sind jedoch kaum wirtschaftliche und soziale Perspektiven vorhanden. Es mangelt an technischer Infrastruktur, Grundversorgung und Einkommensmöglichkeiten. Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftszweig mit noch ungenutztem Potenzial, z.B. in Bezug auf den Einsatz angepasster Technologien. Dezentrale technische Lösungen sind in vielen Bereichen und Regionen weiterhin essenziell und sollten auch verstärkt für die Versorgung mit Trinkwasser, Nahrung, und Gesundheit gefördert und eingesetzt werden. Erst wenn diese Grundbedürfnisse gestillt sind, können Gemeinden einen Entwicklungsschub machen. Es folgt der Zugang zu erneuerbaren Energien, zu IT und Internet. Wenn diese gewährleistet sind, bietet die Digitalisierung vielfältige Möglichkeiten der Teilhabe, wie im Marshallplan beschrieben.

 

Jan-Thilo Klimisch schrieb am 13.02.2017 14:54

Bitte einfügen in Säule „Wirtschaft, Handel und Beschäftigung – Was muss passieren?“ - Afrika: Berufsbildung ausweiten, inklusive Zugänge zu beruflicher Bildung für alle sicherstellen und stärker an der Nachfrage der lokalen Arbeitsmärkte ausrichten. - Deutschland: Staatliche Entwicklungsgelder zur Vermittlung von Know-how und Ansätzen für inklusive berufliche Bildung und gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt bereitstellen. - Deutschland: Anreize für private Investitionen in die gleichberechtigte Teilhabe an beruflicher Bildung und Beschäftigung sicherstellen. Bitte einfügen in Säule „Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte – Was muss passieren?“ - Afrika: gleichberechtigter und barrierefreier Zugang zu unabhängigen Gerichten auch für arme Bevölkerungsschichten sicherstellen. - Afrika: Eine freie Entfaltung der Zivilgesellschaft sowie die maßgebliche Partizipation von Vertretungen besonders benachteiligter Menschen, bspw. Selbsthilfe- und Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen, sicherstellen. - Afrika: Menschenrechte für alle Menschen, insbesondere auch Minderheiten und besonders benachteiligte Gruppen, durchsetzen. - Afrika: Monitoring und Review der 2030-Agenda-Umsetzung, die Partizipation der Zivil- und Bürgergesellschaft hieran, sicherstellen. Die Vorgabe an Deutschland unter dieser Säule, die Instrumente der Entwicklungszusammenarbeit zu flexibilisieren, sollte näher erläutert werden. Dabei ist klarzustellen, dass bestehende Standards – wie etwa menschenrechtsbasierte Entwicklungszusammenarbeit – nicht zur Disposition stehen.

 

Peter Wiessner schrieb am 09.02.2017 10:52

Gesundheit sollte als eine der wesentlichen Voraussetzungen für wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung benannt werden. Die Investition in Gesundheit ist daher auch eine Investition für Wachstum und Beschäftigung. Dazu kommt, dass der Gesundheitssektor selbst ein Wachstumssektor mit vielen Arbeitsplätzen ist. Wir fordern anzuerkennen, dass die erste Priorität der staatlichen Systeme in der Befriedigung der Grundbedürfnisse der Bürger und Bürgerinnen liegen muss. Was muss passieren? (S. 17-18) Das Aktionsbündnis gegen AIDS hält die Einsetzung öffentlicher Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit (ODA) zur Mobilisierung privaten Kapitals für einen Irrweg. Neben und zusätzlich zu der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit in der vereinbarten Höhe und mit der erforderlichen Wirksamkeit können staatliche Institutionen Kredite für private Investitionen vermitteln, die nicht auf die finanziellen Anstrengungen anzurechnen sind. Aufgenommen werden sollte die Sicherung der TRIPS Flexibilitäten im Zusammenhang der Ratifizierung von Handelserleichterungen. Beim Abschluss von bi- und multilateralen Handels-abkommen muss sichergestellt sein, dass diese fair und transparent sind und den Einsatz der TRIPS- Flexibilitäten nicht beschränken. Gefördert und unterstützt werden sollten die Länder Afrikas in ihrer Kapazität, Medikamente lokal selbst herzustellen. Eine höhere Unabhängigkeit von der Unterstützung (und dem Marktgebaren) anderer Länder wäre dadurch möglich.

 

Rolf Armbruster schrieb am 20.01.2017 17:57

Die Stadt Albstadt unterstützt seit 1993 die Gemeinde Bisoro in Burundi vor allem im Bildungs- und Gesundheitsbereich (Einrichtung von Gesundheitsstationen und Ausstattung der medizinischen Fakultät der Universität Mwaro,zahlreiche Verbesserungen der Trinkwasserversorgung, Verbesserungrn im Agrarbereich und Tierzucht ) bei ihren Entwicklungsbemühungen. Durch Unruhen in Burundi sind seit 2015 Hilfsmaßnahmen aller Art (s. www.bisoro.de) nur noch sehr eingeschränkt möglich. Die Preise steigen gerade immens. Die Geldüberweisungen müssen über eine staatlich Bank laufen (Sicherung der Devisen für den Staat). Auf die Einfuhr von Sachspenden aller Art im medizinischen und technischen Bereich werden horrente Einfuhrgebühren erhoben. Die Sicherheit von deutschen Fachleuten zur Einführung in den Gebrauch von Geräten der Medizin bzw. der Berufsschulen ist gefährdet, weshalb wir unser Personal abziehen mussten.Wegen friedlicher Opposition gegen eine korrupte Regierung mussten unsere Partner das Land verlassen. Hier sind Vereinbarungen zwiechen Deutschland und Burundi im Rahmen des Marshall-Planes dringend erforderlich.

 

 

Lexikon der Entwicklungspolitik

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