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Kapitel 1.3

Der Kontinent der Chancen


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Afrika ist neben allen Konflikten und Problemen auch ein Kontinent der Chancen, der Dynamik und der Jugend. Von den 1,2 Milliarden Einwohnern ist derzeit die Hälfte jünger als 25 Jahre. Afrikas Bevölkerung wird sich bis 2050 verdoppeln. Das dynamische Bevölkerungswachstum ist dabei Herausforderung und Chance. Die Dynamik einer jungen Gesellschaft sollte Auslöser wirtschaftlicher Entwicklung sein. Afrikas Jugend braucht hierfür Zugang zu Bildung und Ausbildung. Das dynamische Bevölkerungswachstum ist zugleich epochale Herausforderung, beispielsweise bei der Sicherung der Ernährung und beim Schutz der Umwelt und des Klimas.

Die Jugend Afrikas weiß, welche Chancen junge Menschen in Europa haben. Sie fordert für sich zu Recht die gleichen Chancen. Deshalb müssen sich alle Maßnahmen daran messen lassen, inwieweit sie neue Zukunftsperspektiven für Afrikas Jugend schaffen. Den Dreiklang Bildung, Ausbildung und Arbeit gilt es zum Schwerpunkt unserer Zusammenarbeit auszubauen.

Die wichtigste Frage, auf die ein Marshallplan Antworten geben muss, ist: Wie entstehen jedes Jahr 20 Millionen neue Jobs, um der Jugend eine Perspektive zu bieten, ohne dabei die Umwelt zu zerstören?


Bevölkerungswachstum (2015 – 2050)
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Bevölkerungswachstum (2015 – 2050)


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Kommentare (9)

Claudia J. Jerger schrieb am 24.02.2017 12:57

1.3. Hochwertige & inklusive Bildung und Ausbildung bleiben Schlüsselfaktoren, um jedes Ziel, auch in Bezug auf die SDGs zu erreichen. Skill Training-Akademien & Think Tanks, Start-Up-Mikro-Förderungsprogramme zur Entfaltung von Eigeninitiativen und Mikro-Unternehmertum sind wichtige Faktoren in der Jobentwicklung.

 

marion.aberle@welthungerhilfe.de schrieb am 24.02.2017 10:56

Die Silicon Valleys dieser Welt schaffen keine Arbeitsplätze für die breite Masse an Jugendlichen. Und die Landwirtschaft ist immer noch der zentrale Wirtschaftsfaktor. Die Förderung von Großplantagen mit einhergehender Mechanisierung oder ausbeuterischen Jobs ist jedenfalls der falsche Weg. Weiterverarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten vor Ort kann mehr Arbeitsplätze schaffen: buy proudly African!!! (statt europäische Geflügelreste)

 

Judy Müller-Goldenstedt schrieb am 23.02.2017 14:33

Zu Kapitel 1.3 Chancenkontinent Afrika „Afrikas Jugend“ sucht gleiche Rechte und Chancen wie Jugend in Europa, der Schwerpunkt sollte auf dem „Dreiklang Bildung, Ausbildung und Arbeit“ liegen. Kinderrechte, insbesondere Entwicklung des Kindes, frühkindliche Bildung sind die grundlegende Basis und dürfen nicht vernachlässigt werden und sind grundlegend für tertiäre Bildung und Ausbildung. Besonders verwundbare Kinder und Jugendliche sollten zudem durch den Aufbau von flächendeckenden Kindesschutzsystemen mit berücksichtigt und ihre Rechte geschützt werden.

 

Peter Wiessner schrieb am 09.02.2017 10:38

Bei den Herausforderungen in Bezug auf das dynamische Bevölkerungswachstum muss neben den Aspekten Sicherung der Ernährung, Schutz des Klimas und der Umwelt auch das Thema Gesundheitsförderung benannt werden. Ungeachtet der bedeutenden Fortschritte bei der Bewältigung der HIV-Epidemie und anderer verheerender Krankheiten liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Afrika südlich der Sahara noch immer mehr als 20 Jahre unter der von Deutschland und in manchen besonders von HIV und anderen Krisen betroffenen Ländern sogar um 30 Jahre. Wie schon zuvor angemerkt ist das Risiko eines viel zu frühen Todes in Afrika um das Vielfache höher. Das beschreibt die zentrale Herausforderung, die es in den unterschiedlichen Handlungsbereichen anzugehen gilt. Jungen Menschen, die einen viel zu frühen Tod - oft durch HIV oder andere vermeidbare oder behandelbare Krankheiten - erleiden, nutzt auch die beste Ausbildungs- und Job-Offensive nichts.

 

BORDA e.V. schrieb am 01.02.2017 10:52

Der Wasser- und Sanitärsektor in den meisten afrikanischen Ländern weist einen eklatanten Fachkräftemangel auf. Die Förderung von Berufsausbildungsmaßnahmen im Bereich Wasser- und Abwasser kann daher nicht nur junge Menschen nachhaltig beschäftigen, sondern auch dazu beitragen, eine der großen Krisen vieler Regionen zu lösen. Es gibt Beispiele aus Südafrika,Tansania ua, wie die Einbindung der Jugend und Frauen in diesen relevanten Sektoren aussehen kann.

 

Dr.-Ing. Dieter Seifert schrieb am 01.02.2017 07:19

Einen Beitrag zur Beantwortung dieser „wichtigsten Frage, auf die ein Marshallplan Antworten geben muss“, kann die Dokumentation "Vorschläge zu OSAT und ARTIS“ im Internet geben, die dem Gemeinwohl verpflichtete Innovationsinstitute (African Research and Technology Institutes for Sustainability – ARTIS) vorschlägt, die sich um die Weiterentwicklung und Verbreitung frei zugänglicher, angepasster Technik (OSAT) in Afrika kümmern, also um Chancen, die im Einklang mit den Ressourcen Afrikas stehen, die Millionen erfreulicher Arbeitsplätze schaffen, Eigeninitiative und Leben in Würde fördern und die Imitation verhängnisvoller Entwicklungen vermeiden.

 

Hildegard Meier schrieb am 26.01.2017 17:02

Viele gut ausgebildete Exilanten kehren auf ihren Kontinent zurück und nehmen die Chance auf eine eigenständige Zukunft in Form von selbständigen Kleinunternehmen bereits wahr. Diese Menschen in eine Aufklärung und Ausbildung der eigenen Bevölkerung miteinzubeziehen wäre sicher nützlich.

 

Albrecht Kern schrieb am 19.01.2017 10:33

Dem Bevölkerungswachstum kann und muss gegengesteuert werden. Nur so ist die Herausforderung beherrschbar.

 

Albrecht Kern schrieb am 19.01.2017 09:25

Dem Bevölkerungswachstum kann und muss gegengesteuert werden. Nur so ist die Herausforderung beherrschbar.

 

 

Lexikon der Entwicklungspolitik

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