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Kapitel 1.2

Afrika hat großes Potential


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Afrika ist ein reicher Kontinent. Er verfügt über erhebliche Land- und landwirtschaftliche Ressourcen und hat damit das Potential, um alle dort lebenden Menschen versorgen zu können. Armut, Hunger, Mangelernährung und Not könnten in einem Jahrzehnt überwunden werden. Ein Afrika ohne Hunger ist möglich.

Afrika verfügt darüber hinaus über 15 Prozent der weltweiten Ölvorkommen, 40 Prozent der Goldreserven, 80 Prozent der Platinmetalle und die größten Anbauflächen der Welt (Quelle: AfDB, 2015). Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt neben Schatten auch Licht: Das Bruttoinlandsprodukt hat sich seit 1990 verfünffacht, die Kinder- und Müttersterblichkeit hat sich halbiert und 80 Prozent aller Kinder besuchen heute die Grundschule. Die Menschen in Afrika leisten viel. Fast ein Drittel aller Flüchtlinge weltweit werden in Afrika versorgt – 20 Millionen Menschen (Quelle: UNHCR, 2015). Afrika hat große Potentiale: Neben dem Ressourcenreichtum und einer jungen Bevölkerung auch eine kulturelle Vielfalt, Unternehmergeist und Innovationskraft sowie große unerschlossene Potentiale für erneuerbare Energien und die Landwirtschaft.

McKinsey unterlegt das in einer aktuellen Studie mit konkreten Prognosen für 2025 (Quelle: McKinsey Global Institute: Lions on the Move II, 2016): Eine Verdoppelung der Produktionsleistung, 2,1 Billionen US-Dollar an privatem Konsum und 3,5 Billionen US-Dollar Investitionen durch Unternehmen.

Auch die kulturelle und religiöse Vielfalt gehören zu den Potentialen des Kontinents. Seit jeher leisten die Kirchen und Religionsgemeinschaften einen wichtigen Beitrag zur sozialen Versorgung der Menschen – insbesondere bei der Bildung und Gesundheit. Sie erreichen die Menschen auch dort, wo staatliche Strukturen fehlen. In Ländern mit einer schwachen Opposition oder Zivilgesellschaft sind Religionsvertreter oft die Einzigen, die gegen Korruption und soziale Ungerechtigkeit ihre Stimme erheben.

Viele dieser Potentiale sind noch ungenutzt. Das hat Gründe, die wir klar benennen müssen. In zu vielen Ländern Afrikas haben korrupte Eliten noch zu viel Einfluss. Eliten, die ihr Geld lieber außer Landes schaffen, statt es vor Ort zu investieren; die ihre Ackerflächen und Fischgründe lieber an andere verkaufen, statt damit die eigene Bevölkerung zu ernähren; die es Konzernen erlauben, die Bodenschätze auszubeuten, ohne dass Wertschöpfung im Land entsteht.

Weite Teile der afrikanischen Bevölkerung leiden unter einer politischen Kultur, die unter "Regieren" nicht die Pflicht versteht, dem Gemeinwohl zu dienen, sondern das Recht, sich selbst zu bedienen. Damit wird die Jugend Afrikas ihrer Zukunft beraubt. Dazu kommt, dass Frauen und Minderheiten oft ausgeschlossen sind, obwohl die Fähigkeiten aller gebraucht werden. Keine Gesellschaft kann es sich leisten, das Potential der Hälfte seiner Bevölkerung ungenutzt zu lassen. Afrikas Frauen halten den Schlüssel zur Zukunft des Kontinents in der Hand. Sie müssen ihn auch benutzen können.

Aber auch internationale Konzerne haben noch Schwächen bei der Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards vor Ort und der Erfüllung von Compliance-Vorgaben. In den letzten 50 Jahren sind Afrika dadurch über eine Billion US-Dollar für nachhaltige Entwicklung verloren gegangen – aktuell belaufen sich die illegalen Finanzströme auf 50 Milliarden US-Dollar pro Jahr. 60 Prozent des Schadens entsteht durch aggressive Steuervermeidung internationaler Konzerne (Quelle: Abschlussbericht des High Level Panel on Illicit Financial Flows from Africa der AU/VN, 2015).

Gleichzeitig hat Europa über Jahrzehnte seine Afrikapolitik häufig an kurzfristigen Wirtschafts- und Handelsinteressen ausgerichtet. Es fehlte an einer konsequenten und zielgerichteten Politik aus einem Guss und an der hierfür erforderlichen Struktur zur Umsetzung.

Afrika ist reich an Ressourcen:


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Kommentare (14)

 

Sven Göbel schrieb am 26.02.2017 um 12:15 Uhr

Wie kann ein Kontinent so reich an Ressourcen immer noch arm sein? Mangelnde Entwicklung ist nur ein Faktor - wir müssen faire Handelsgesetze schaffen und Afrikas Wert anerkennen, nicht nur ausbeuten. Die Einbindung in das globale Handelssystem ist eine zwingende Notwendigkeit. Entwicklungsfelder sind vielleicht eine nette Geste, aber sie bringen wenig, wenn die dort mangelhafte Verwaltungskraft und manifestierte Korruption immer noch die Überhand haben. Daneben geht es auch darum, das Feindbild "Westen" aufzulockern. Ich appelliere an alle: Wenn ihr das Bild des hungernden Afrikaners vor euch habt, denkt nicht drüber nach, wie viel ihr spenden wollt, sondern macht euch lieber darüber Gedanken, wie der Mensch den ihr vor euch habt produktiver werden kann.

 

 

marion.aberle schrieb am 24.02.2017 um 11:49 Uhr

"Schwächen" von Unternehmen bei der Erfüllung von Umwelt- und Sozialstandards und Compliance ist sehr vorsichtig formuliert angesichts des weiter um sich greifenden Landraubs. Auch für sie gelten die Menschenrechte und darauf basierende Regelwerke (Z.B. die UN-Landleitlinien (VGGT). Auch sollte an dieser Stelle an die extraterritorialen Staatenpflichten bei der Einhaltung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte (Maastrichter Prinzipien) erinnert werden.

 

 

für ewa3: Andres Spangemacher, Engelbert schrieb am 23.02.2017 um 20:20 Uhr

Stichworte: Bodenschätze + natürliche Ressourcen. Der Ausverkauf afrikanischen Landes und der Bodenschätze ist den korrupten afrikanische Eliten nur möglich, weil sie im globalen Westen Partner finden. Die Zugriffe großer internationaler – und auch deutscher – Konzerne auf die natürlichen Ressourcen Afrikas, sei es auf Land für riesige Plantagen, sei es auf Fisch, Kakao, Kaffee, Baumwolle und Tropenhölzer oder auf Erdöl, Erdgas, Uran und Steinkohle, auf Bauxit, Eisenerz, Kupfer, Coltan oder Mangan lassen Afrika ausbluten. Darüber hinaus sind sie oft mit massiven Umweltverschmutzungen und -zerstörungen, mit schwersten Gesundheitsgefährdungen und mit Menschenrechtsverletzungen der einheimischen Bevölkerung verbunden. Unzähligen, denen so die Lebensgrundlagen entzogen werden, bleibt derzeit häufig nichts anderes als Emigration. Um mehr Einnahmen aus den Rohstoffsektoren für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu erzielen, bedarf es unbedingt einer Offenheit und Transparenz der Zahlungsströme, wie sie von der Initiative für Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor EITI (Extractive Industries Transparency Initiative) oder nach den Transparenzregeln der EU, die eine verbindliche Offenlegung der Zahlungen großer und börsennotierter Rohstoffunternehmen an Regierungen weltweit verlangen, bereits vorgesehen sind. für ewa3: Andreas Spangemacher, Aachen, Jörg Siebert, Aachen, Dr. Christian Hajduk, Lonsee

 

 

Judy Müller-Goldenstedt schrieb am 23.02.2017 um 15:32 Uhr

Menschenrechte und damit auch Kinder- und Jugendrechte müssen ein zentrales Element eines Europäisch-Afrikanischen Partnerschaftsabkommens sein. Die besondere europäische Verantwortung durch die Kolonialzeit und die Folgen des politischen und wirtschaftlichen Neokolonialismus mit der Beeinflussung von Regierungen oder der Ausbeutung afrikanischer Ressourcen müssen miteinbezogen werden. Bei den Jobs und Chancen für die Jugend Afrikas werden ausschließlich ökonomische Faktoren benannt, Kinder bzw. eine Kindheit, die die Entwicklung und Entfaltung der Potentiale junger Menschen ermöglicht, werden nicht erwähnt. Dabei ist dies mit dem Recht auf Entwicklung ausdrücklich Inhalt der Kinderrechtskonvention, sowie in den Artikel 28, 29 zu Bildung in der Erklärung der Menschenrechte. Im Oktober 2016 wurde der Zivilgesellschaft der Entwurf für den BMZ Aktionsplan Kinder- und Jugendrechte zur Diskussion vorgelegt, in dem auch verschiedene Arbeitsfelder in Afrika benannt wurden. Dieser Themenschwerpunkt ist nicht ausreichend im Marshallplanentwurf berücksichtigt. Es fehlt angesichts der jungen afrikanischen Bevölkerung eine Kinder- und Jugendrechtsorientierter Ansatz, um faire Chancen für eine Zukunftsfähigkeit zu betonen.

 

 

Christopher Biller schrieb am 20.02.2017 um 09:27 Uhr

„Afrika verfügt darüber hinaus über 15 Prozent der weltweiten Ölvorkommen, 40 Prozent der Goldreserven, 80 Prozent der Platinmetalle“ - dies wird als ein zentrales Wachstumspotenzial dargestellt… In der Vergangenheit haben solche natürlichen Vorkommen häufig negative Auswirkungen auf die Entwicklung in Afrika gehabt (bekannte Stichworte dazu sind resource curse, paradox of plenty, blood diamonds…). Diese Erfahrungen haben gezeigt dass der Abbau dieser nicht nachwachsenden Rohstoffe, in Ländern ohne starke Governance Strukturen, nicht zu einem armutsorientiertem oder umweltschonenden Wachstum führen wird. Daraus lässt sich schließen, dass Investitionen in nachwachsende Rohstoffe, nachhaltige Industrien und gute Regierungsführung deutlich sinnvoller sind. Oder woher rührt die Hoffnung dass es diesmal klappen wird, die Geldströme aus nicht erneuerbaren Ressourcen für Entwicklungsziele zu nutzen?

 

 

Jenni Jerabek schrieb am 13.02.2017 um 16:53 Uhr

6. Absatz: Sie sprechen hier insbesondere Frauen und Minderheiten an, vergessen aber benachteiligte Gruppen, wie Menschen mit Behinderung. Weder Minderheiten noch benachteiligte Gruppen werden in diesem Absatz tatsächlich addressiert. Es ist wichtig auf Geschlechtergerechtigkeit und die Förderung von Frauen zu achten, aber gerade Menschen mit Behinderung sind lauf WHO 15 Prozent der Bevölerung und daher auch maßgeblich wichtige Akteure, wenn es um wirtschaftliche Entwicklung gehen soll.

 

 

Samuel L. Mukasa schrieb am 09.02.2017 um 16:53 Uhr

1. Verhältnis zu den Eliten monokausal. Kein Bezug zur Rolle privaten Investitionen, beziehungsweise Kapitalmarktzugang als eine notwendige Voraussetzung von Finanzmittelabfluss. 2. Politische Kultur als solches, im Rahmen der gesamten afrikanischen Bevölkerung, unpassend. Dieser ist ehr im nationalen bzw. subnationalen Kontext zu verankern. Die Herausbildung einer breiten Kultur , die diesen Begriff verdient, war bzw. ist in der kurzen Zeit nach der Kolonialisierung schwer möglich, da es kaum universelle Massenparteien wie in Westeuropa. - Befreiungsbewegungen bzw. -parteien haben eine andere Dynamik. - bei 54 Ländern ist von „einer“ politischen Kultur kaum zu sprechen. Selbst in der EU hinkt der Vergleich der politische Kultur zwischen Westeuropa und Osteuropa -Der eingeschobene Kulturbegriff ist somit lediglich für elitäre Kreise relevant. Das Verhalten der restlichen Akteure ist in diesem Sinne primär das Ergebnis der bestehenden Strukturen und dient primär dem Erhalt der eigenen Existenz. Dies stellt somit keine gemeinschaftlich kultivierte Normen & Regeln dar, welche Kultur im eigentlichen Sinne ausmacht. 3. Bild der afrikanischen Frau: Ein breiter Teil der Frauen auf dem afrikanischen Kontinent ist zwangsläufig ins Wirtschaftsleben eingebunden , Straßenverkäuferinnen etc., und spielt eine pivotale Rolle für die Familie und Gesellschaft. Vollständige Exklusion aus dem wirtschaftlichen Leben realitätsfern – Defizite im politische Leben vorhanden, jedoch nicht wirtschaftlich zu forcieren. Im Hinblick auf die Durchsetzung deutscher Interssen ist eine solche Forcierung, auch wenn es für Deutsche gut klingt, ein Eingriff in die nat. Souveränität. Zudem fehlt in Bezug auf Kultur, der Bezug zur traditionellen Rolle der Frau in Afrika, welche teilweise auch matriarchalische Strukturen umfasste und erst durch Kolonialisierung und Missionierung aufgehoben wurde. Nicht zu vergessen, ist die aktuelle Rolle der Frau, beispielsweise, in Ruanda. 4. Der letzte Punkt scheint – in Bezug auf die Priorisierung der Rolle von Konzernen - unglücklich. Keine Berücksichtigung der eigenen europäischen Einfuhrbestimmungen und der Problematik von den aktuellen EBAs auf die Diversifizierung der lokalen Wirtschaft.

 

 

Samuel L. Mukasa schrieb am 09.02.2017 um 16:34 Uhr

Betonung der kulturelle Vielfalt, jedoch kein einziger Bezug zur afrikanische Kulture als solche. – Stattdessen die Betonung der Kirche und der Rolle der kirchlicheren Organisationen im sozialen Bereich. Im Rahmen der Ideen "afrikanische Lösungen für Afrika" absurd.

 

 

Peter Wiessner schrieb am 09.02.2017 um 11:36 Uhr

Dass Kirchen und Religionsgemeinschaften einen wichtigen Beitrag zur sozialen Versorgung der Menschen im Bildungs- und Gesundheitsbereich leisten, ist richtig. Jedoch darf das nicht dazu führen, dass Regierungen ihren Verpflichtungen im Bildungs- und Gesundheitsbereich nicht nachkommen und religiöse Gemeinschaften Lückenbüßer spielen. Hier müssen Regierungen ganz klar in die Pflicht genommen werden sowohl im betroffenen Land selbst von der Zivilgesellschaft und ReligionsvertreterInnen wie auch von anderen Regierungen. Partnerschaft heißt auch, Kritik zu üben, wo diese angebracht ist. Afrika hat großes Potential Nicht nur ein Afrika ohne Hunger, sondern auch ohne verheerende Epidemien ist möglich und muss verwirklicht werden. Afrikanische Ideen… Es ist nicht zulässig, aus der Perspektive von außen (oder von oben?) bestimmte Länder als Musterschüler herauszuheben. Eine Bewertung muss sich vor allem an der Verwirklichung der Menschenrechte und anderer Grundwerte ausrichten und den Willen der Menschen in den Ländern selbst berücksichtigen.

 

 

BORDA e.V. schrieb am 01.02.2017 um 11:48 Uhr

Ein wichtiger aber oft nicht erkannter Zusammenhang besteht zwischen Hunger und Mangelernährung mit unzureichender Wasser- und Sanitärversorgung (WASH and Nutrition). Wer oft unter Wasser- und hygienebedingten Krankheiten leidet, kann verfügbare Nährstoffe kaum aufnehmen. Für die Bekämpfung von Mangelernährung, gerade bei Kindern, ist eine Investition in nachhaltige Wasster-und Sanitärversorgung unabdinglich. Um Frauen und Mädchen eine bessere Teilhabe an Bildung, Gesellschaft und Wirtschaft zu ermöglichen, ist eine nachhaltige und hygienische Wasserversorgung Voraussetzung. Viele Frauen und Mädchen in Afrika verbringen viele Stunden jeden Tag mit Wasserholen und der Versorgung durch mangelnde sanitärversorgung und Hygiene erkranker Familienmitglieder. Frauen sind durch Wasser-, Hygiene- und Sanitärkrise am stärksten betroffen durch hohe Kinder- und Müttersterblichkeitsraten.

 

 

Hildegard Meier schrieb am 26.01.2017 um 17:58 Uhr

Bei der Vielfalt der bereits bestehenden wirtschaftlichen Beziehung seitens der deutschen Industrie muß es doch möglich sein, Fachkräfte vor Ort auch dahingehend auszubilden, dass sie in der Lage sind auch Positionen zu bekleiden, die mehr Einflussnahme auf die technische und gesellschaftspolitische Stellung der Unternehmen gestatten. Eine Abkehr vom Ausbeutungsgedanken in Form angemessener Regelungen zu Abgaben an das Gemeinwesen könnte diese Entwicklungsrichtung unterstützen.

 

 

Klaus Lachetta schrieb am 24.01.2017 um 12:58 Uhr

Das Problem der korrupten Eliten und der gewissermaßen ebenfalls korrupten internationalen Konzerne, die sich dieser Eliten bedienen, ist ein gemeinsames, für dessen Lösung die Konzerne die Mittel in der Hand haben. Sie anzuwenden würde allerdings den Verzicht auf eigene Vorteile bedeuten. Von seiten der Politik sind deshalb klare Ansagen an die Konzerne erforderlich, damit deren Mittel genutzt werden. Wie so etwas funktionieren kann, hat Prädident Trump mit amerikanischen Firmen demonstriert. Dazu sind allerdings die feste Absicht, eine ausdauernd starke Haltung und Fantasie erforderlich. Man muß zeigen, dass man gewillt ist, Einfluß auf die Firmen und damit auf die Geldströme zu den "Eliten" zu nehmen. Die Firmen, die dabei die wichtigste Rolle spielen, sind der Politik zweifellos bekannt. Jetzt und schon seit langer Zeit sind die politischen Vertreter der christlich abendländischen Wertekultur am Zug, ihren Charakter zu beweisen. Dem Minister wünsche ich viel Erfolg, vor allem auch bei der unverzichtbaren Abstimmung mit anderen Geberländern.

 

 

Klaus Lachetta schrieb am 24.01.2017 um 12:56 Uhr

Das Problem der korrupten Eliten und der gewissermaßen ebenfalls korrupten internationalen Konzerne, die sich dieser Eliten bedienen, ist ein gemeinsames, für dessen Lösung die Konzerne die Mittel in der Hand haben. Sie anzuwenden würde allerdings den Verzicht auf eigene Vorteile bedeuten. Von seiten der Politik sind deshalb klare Ansagen an die Konzerne erforderlich, damit deren Mittel genutzt werden. Wie so etwas funktionieren kann, hat Prädident Trump mit amerikanischen Firmen demonstriert. Dazu sind allerdings die feste Absicht, eine ausdauernd starke Haltung und Fantasie erforderlich. Man muß zeigen, dass man gewillt ist, Einfluß auf die Firmen und damit auf die Geldströme zu den "Eliten" zu nehmen. Die Firmen, die dabei die wichtigste Rolle spielen, sind der Politik zweifellos bekannt. Jetzt und schon seit langer Zeit sind die politischen Vertreter der christlich abendländischen Wertekultur am Zug, ihren Charakter zu beweisen. Dem Minister wünsche ich viel Erfolg, vor allem auch bei der unverzichtbaren Abstimmung mit anderen Geberländern.

 

 

Roland Eschweiler schrieb am 21.01.2017 um 00:48 Uhr

Das Afrika großes Potenzial hat, ist sicher schon seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Deswegen entstanden ja die Kolonien. Wir müssen helfen das Afrika lernt verantwortungsvoll mit seinen Ressourcen umzugehen und Kraft aus den vorhandenen Mitteln zu schöpfen. Hier müssen wir die Fehler die bei der Freilassung der Kolonien gemacht wurden, zu reparieren. Afrika ist mit seiner Fläche in der Lage mehr als einen Kontinent zu ernähren, wenn wir ihnen zeigen wie sie Wasser und Strom bekommen und dies ausschließlich aus erneuerbarer Energie von der es in Afrika mehr als genug gibt. Wasser, Sonne und Wind im Überfluss dazu noch die Gezeiten und riesigen Flüsse.

 

 

Lexikon der Entwicklungspolitik

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