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Projektbeispiel: Jugend fördern, Frieden sichern


Jugendliche aus Timor-Leste spielen Fußball.

Timor-Leste ist ein Post-Konflikt-Land mit einer sehr jungen Bevölkerung: Mehr als zwei Drittel der Menschen sind dort jünger als 30 Jahre. Das Leben vieler Jugendlicher ist von Arbeitslosigkeit geprägt. Sie sind nur schlecht in staatliche und soziale Strukturen eingebunden und können sich meist nicht aus eigener Kraft aus dieser Situation befreien. Frustration und Perspektivlosigkeit führen häufig zu einer Radikalisierung der jungen Menschen. Hinzu kommt, dass viele Jugendliche Gewalterfahrungen in der Familie und im öffentlichen Leben gemacht haben und Gewalt als rechtmäßiges Mittel der Konfliktbeilegung betrachten. In Timor-Leste gibt es bisher nur wenige Ansätze, diesem Gewaltpotenzial durch erfolgreiche Ansätze der Jugendförderung zu begegnen.

Ein vom BMZ in Auftrag gegebenes Vorhaben der GIZ zur Friedensentwicklung und Jugendförderung zielt darauf ab, Jugendlichen Methoden und Strategien für eine gewaltlose Konfliktbearbeitung zu vermitteln. Um dieses Ziel zu erreichen, unterstützt das Projekt verschiedene Organisationen und auch das Staatssekretariat für Jugend und Sport, das für alle Kernfragen der Jugendpolitik zuständig ist.

Außerdem fördert das Projekt die Ausbildung von sogenannten Jugendarbeitern und unterstützt Jugendzentren in verschiedenen Distrikten dabei, Qualifizierungsangebote für Jugendliche zu entwickeln und umzusetzen. Bisher haben 47 staatliche und nichtstaatliche Jugendarbeiter aus vier verschiedenen Distrikten die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Mehr als 50.000 Jugendliche haben von Trainingsangeboten zu Themen wie Kinder- und Menschenrechte, Gleichstellung der Geschlechter, Demokratie und Korruptionsbekämpfung profitiert.

Deutscher Beitrag: 6,35 Millionen Euro

Laufzeit: August 2013 bis Dezember 2018

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Siehe auch

Externer Link

Lexikon der Entwicklungspolitik

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