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Mongolei

Vorort der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator

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Überblick

Weites, rohstoffreiches Land mit schwierigen Bedingungen

Mit zwei Einwohnern pro Quadratkilometer ist die Mongolei der am dünnsten besiedelte Staat der Welt. Nur rund drei Millionen Menschen leben in dem zentralasiatischen Land, das mehr als viermal so groß ist wie die Bundesrepublik Deutschland.

Mehr als 50 Prozent der Landesfläche bestehen aus Baum- und Grassteppe. Der Westen ist durch Gebirge, der Süden durch die Wüste Gobi geprägt. 30 Prozent der Beschäftigten sind in der Landwirtschaft (hauptsächlich Viehzucht) tätig. Doch die Bedingungen sind schwierig: In der Mongolei herrschen extreme klimatische Verhältnisse mit geringen Niederschlägen und großen Temperaturschwankungen zwischen mehr als 40 Grad Celsius im Sommer und bis zu minus 50 Grad im Winter.

Die Mongolei ist reich an Rohstoffen, die damit erzielten Exporteinnahmen hängen jedoch stark von den schwankenden Weltmarktpreisen ab. Durch die isolierte Lage zwischen Russland und China ist die Mongolei wirtschaftlich extrem von ihren großen Nachbarn abhängig.

Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) steht die Mongolei auf Platz 92 von 189 ausgewerteten Staaten. Als Folge der schweren Wirtschaftkrise der vergangenen Jahre lebten 2017 fast 30 Prozent der Bevölkerung in Armut.

Die Entwicklung des Landes wird durch die schwache Infrastruktur behindert, besonders in den Bereichen Energie und Transport. Vor allem die ländlichen Regionen sind von wirtschaftlichen Erfolgen abgekoppelt. Eine wachsende Umweltzerstörung droht vor allem den Nomaden die Lebensgrundlage zu entziehen.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus der Mongolei

  • Süchbaatar-Platz in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator
    Politische Situation

    Erfolgreicher Systemwechsel

    Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, von der sie bis dahin vollständig abhängig war, baute die Mongolei schnell und konfliktfrei demokratische und marktwirtschaftliche Strukturen auf. Seit 1990 finden regelmäßig allgemeine, freie und faire Wahlen statt, die Regierungswechsel verlaufen friedlich.

  • Verarbeitungsstätte der Boroo-Goldmine, Mongolei
    Wirtschaftliche Situation

    Großes Wachstumspotenzial

    Aufgrund seines Rohstoffreichtums hat die mongolische Wirtschaft noch großes Wachstumspotenzial. Es ist dabei jedoch in hohem Maße von der Nachfrage nach Rohstoffen – vor allem des Nachbarlandes China, das 90 Prozent der Exporte abnimmt – abhängig.

Süchbaatar-Platz in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator
Politische Situation

Erfolgreicher Systemwechsel

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, von der sie bis dahin vollständig abhängig war, baute die Mongolei schnell und konfliktfrei demokratische und marktwirtschaftliche Strukturen auf. Seit 1990 finden regelmäßig allgemeine, freie und faire Wahlen statt, die Regierungswechsel verlaufen friedlich.

Die Menschenrechte sind in der Mongolei in der Verfassung festgeschrieben und werden weitgehend geachtet. Das Land verfügt über eine aktive Zivilgesellschaft mit einer Vielzahl von Bürgerbewegungen und Selbsthilfegruppen. Obwohl sich alle politischen Akteure über den demokratischen und marktwirtschaftlichen Kurs des Landes einig sind, gibt es viele Herausforderungen zu bewältigen. Die Regierungsführung ist noch schwach und die Leistungsfähigkeit der staatlichen Institutionen gering. Wichtige Reformen im Finanz- und Energiesektor können darum nicht konsequent verwirklicht werden.

Herausforderung Korruption

Ein großes Problem ist die verbreitete Korruption. Zwar setzt sich in der mongolischen Öffentlichkeit zunehmend das Bewusstsein durch, dass Korruption die Entwicklung der Mongolei stark behindert. Es wurden Antikorruptionsgesetze verabschiedet und entsprechende Kontrolleinrichtungen geschaffen. Dennoch listet die Nichtregierungsorganisation Transparency International die Mongolei in ihrem Korruptionswahrnehmungsindex 2017 auf Rang 103 von 180 analysierten Ländern (2014: Rang 80, 2016: Rang 87). Weitere Reformen und eine konsequente strafrechtliche Verfolgung von Korruption sind dringend erforderlich.

Verarbeitungsstätte der Boroo-Goldmine, Mongolei
Wirtschaftliche Situation

Großes Wachstumspotenzial

Den Übergang zur Marktwirtschaft hat die Mongolei gut gemeistert. Heute werden rund 85 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von Privatunternehmen erwirtschaftet. Hinzu kommt, dass das Land einen grundlegenden strukturellen Wandel vollzieht – von einem Agrarland hin zu einer Volkswirtschaft, die hauptsächlich auf Rohstoffexporten basiert. Der Anteil der Landwirtschaft am BIP ist von rund 30 Prozent (2000) auf etwa 10 Prozent (2017) gesunken. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Industrie an der Wertschöpfung des Landes auf rund 30 Prozent gesteigert und macht 90 Prozent der Exporte aus.

Rohstoffe dominieren Wirtschaft

Aufgrund seines Rohstoffreichtums hat die mongolische Wirtschaft noch großes Wachstumspotenzial. Es ist dabei jedoch in hohem Maße von der Nachfrage nach Rohstoffen – vor allem des Nachbarlandes China, das 90 Prozent der Exporte abnimmt – abhängig.

Nachdem sich das Wachstum ab 2006 äußerst dynamisch entwickelte und im Jahr 2011 einen Spitzenwert von 17,3 Prozent erreichte, schwächte sich dieser Höhenflug in den darauf folgenden Jahren, unter anderem durch fallende Rohstoffpreise und ein mangelhaftes Finanzmanagement, massiv ab: 2016 betrug das Wirtschaftswachstum nur noch ein Prozent. Angesichts der äußerst angespannten Haushaltslage musste die Mongolei im Mai 2017 einen Beistandskredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) und weitere internationale Unterstützungszusagen in Anspruch nehmen.

Inzwischen verbessert sich die Lage: 2017 betrug das Wachstum wieder rund fünf Prozent und für 2018 werden 6,2 Prozent erwartet. Auch für die kommenden Jahre prognostiziert der IWF Wachstumsraten um die fünf Prozent. Durch die Erschließung neuer Rohstoffvorkommen und den Wiederanstieg der Rohstoffpreise am Weltmarkt haben auch die ausländischen Investitionen wieder zugenommen. Die mongolische Regierung hat sich in ihrer Strategie für nachhaltige Entwicklung bis 2030 das ehrgeizige Ziel gesetzt, langfristig jährliche Wachstumsraten von über 6,6 Prozent zu erreichen, um die angestrebte nachhaltige Entwicklung des Landes finanzieren zu können.

Armut führt zu Landflucht

Die Armut konnte in der Vergangenheit zwar verringert werden. Doch noch immer leben mehr als 30 Prozent der mongolischen Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die Arbeitslosenquote lag 2017 offiziell bei rund sieben Prozent. Experten gehen aber davon aus, dass sie tatsächlich wesentlich höher liegt.

Viele Landbewohner ziehen auf der Suche nach Einkommensmöglichkeiten in die Hauptstadt Ulan Bator, in der heute bereits etwa 45 Prozent aller Einwohner der Mongolei leben. Der dortige Arbeitsmarkt kann die Zuwanderer jedoch kaum mehr aufnehmen. Ulan Bator ist zwar Verwaltungs-, Handels- und Dienstleistungszentrum, es gibt jedoch praktisch keine verarbeitende Industrie. Die Migranten finden – wenn überhaupt – nur eine Beschäftigung im informellen Sektor.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit der Mongolei

Die deutsch-mongolische Entwicklungszusammenarbeit begann 1991/1992 nach der politischen und ökonomischen Wende des Landes. Deutschland ist heute drittgrößter bilateraler Geber nach Japan und Südkorea und wichtigster europäischer Partner der Mongolei.

Durch strukturbildende Maßnahmen trägt die Entwicklungszusammenarbeit dazu bei, die Teilhabe der Bevölkerung, vor allem der Armen, an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes zu stärken, ein ökologisch nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern und die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten.

Bei Regierungsverhandlungen mit der Mongolei wurde im Oktober 2018 in Ulan Bator vereinbart, die Zusammenarbeit in den folgenden Schwerpunktbereichen fortzusetzen, wobei der Schwerpunkt "Förderung eines nachhaltigen Rohstoffmanagements" thematisch erweitert wurde:

  • Biodiversität
  • Förderung nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung
  • Energieeffizienz

Die Bundesregierung machte der Mongolei im Rahmen der Regierungsverhandlungen Zusagen in Höhe von 55,4 Millionen Euro. Davon werden 32 Millionen Euro für Vorhaben der finanziellen Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt und 23,4 Millionen Euro für Vorhaben der technischen Zusammenarbeit.

Pferde an einem See nahe Bulgan, Mongolei
Schwerpunkt "Biodiversität"

Ökosysteme schützen – Artenvielfalt erhalten

Um die einzigartige Natur der Mongolei zu erhalten und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern, müssen Naturschutzgebiete besser gefördert und verwaltet werden. Deutschland unterstützt aktuell elf mongolische Naturschutzgebiete, die sich im Norden, Osten und in der zentralen Mongolei befinden. Diese Zusammenarbeit wird zukünftig auf den Westen des Landes ausgeweitet.

Die Schwerpunkte der Kooperation bilden die Verbesserung der Schutzgebietsverwaltung, die Erstellung von Management- und Businessplänen und die Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen. Durch die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten für die Menschen, die angrenzend an die Naturschutzgebiete leben, zum Beispiel durch den Tourismus, wird ein Beitrag zur Armutsbekämpfung im ländlichen Raum geleistet.

In einem neuen Projekt der technischen Zusammenarbeit soll das mongolische Umweltministerium sowie ausgewählte Regionalverwaltungen bei der Entwicklung und Umsetzung eines gesetzlichen Rahmens zur Förderung umweltverträglicher Bergbaumethoden beraten werden.

Die Mongolei verfügt über eine große Zahl verschiedener Ökosysteme und eine reiche Artenvielfalt. Die Biodiversität ist jedoch durch die zu intensive Nutzung der natürlichen Ressourcen und den Klimawandel bedroht. Besondere Gefahren gehen vom größten Wirtschaftszweig des Landes aus, dem Bergbau. Vor allem die Abbaumethoden von kleineren privaten Bergbauunternehmen sowie illegale Abbauaktivitäten belasten die Umwelt. Da für die Förderung von Rohstoffen sehr viel Wasser benötigt wird, droht dem Land zunehmend Wasserknappheit. Abholzung und Überweidung führen in vielen Regionen dazu, dass der Boden auslaugt und irreparabel geschädigt wird. Nach Schätzungen sind 70 Prozent der Landesfläche von Desertifikation bedroht. Holzeinschlag und Brandrodungen haben dazu geführt, dass die Waldbestände nur noch etwa acht Prozent der Landesfläche ausmachen.

Die Folgen des Klimawandels, vor allem ein Anstieg der Temperaturen und eine Abnahme der ohnehin geringen Niederschläge, werden gravierende Auswirkungen auf die mongolischen Ökosysteme und deren Artenvielfalt haben.

In den vergangenen Jahren wurden die Voraussetzungen für den Schutz der mongolischen Biodiversität durch umweltpolitische Reformen erheblich verbessert, deren Umsetzung ist jedoch noch verbesserungswürdig. Die Regierung hat bislang rund 18 Prozent des Landes unter Schutz gestellt, doch angesichts des riesigen Territoriums ist eine Überwachung extrem schwierig.

Ausbildungswerkstatt für Schweisser im Ausbildungszentrum Hasu Megawatt, Ulan Bator, Mongolei
Schwerpunkt "Förderung nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung"

Rahmenbedingungen verbessern – Wachstumspotenziale entfalten

Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in diesem 2018 neu strukturierten Arbeitsfeld ist es, die Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges, breitenwirksames und rohstoffbasiertes Wirtschaftswachstum zu verbessern. Dazu gehören insbesondere die praxisorientierte berufliche Bildung, die Stärkung der Rechtssicherheit, die Professionalisierung der Justiz und die Stärkung der politischen Kompetenzen für die Strategieentwicklung im Rohstoffbereich.

Darüber hinaus werden im Berufs- und im Hochschulbereich Fach- und Führungskräfte ausgebildet. Die Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie (DMHT), die 2013 gegründet wurde und vom BMZ finanziell gefördert wird, bietet praxisbezogene Bachelor-Studiengänge in den Bereichen Umwelttechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Rohstoffingenieurwesen an. Ein berufsbegleitender Masterstudiengang in Internationalem Rohstoffmanagement startete zum Wintersemester 2017/18.

Die deutsche und die mongolische Regierung sind sich einig, dass der Privatsektor stärker in die Zusammenarbeit einbezogen werden sollte. Er soll dazu beitragen, vielfältigere Wirtschaftsstrukturen zu schaffen und die Wertschöpfung innerhalb des Landes zu steigern. Angestrebt werden unter anderem Entwicklungspartnerschaften (PPP) mit deutschen Firmen. Bislang sind trotz des wirtschaftlichen Potenzials verhältnismäßig wenige deutsche Unternehmen in der Mongolei aktiv.

Die Mongolei verfügt unter anderem über Kohle, Kupfer, Gold, zahlreiche Mineralien und Erze sowie über sogenannte seltene Erden. Diese werden zum Beispiel für die Herstellung von Bildschirmen, Windkraftanlagen, Energiesparlampen und medizinischen Geräten benötigt.

Um die große wirtschaftliche Abhängigkeit des Landes vom Export dieser Rohstoffe zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit der mongolischen Produkte zu steigern, strebt die Regierung an, mehr mineralische Ressourcen in einheimischen Betrieben weiterzuverarbeiten sowie die mongolische Wirtschaft zu diversifizieren.

Transparenz und Zusammenarbeit in der Rohstoffwirtschaft

Im Dezember 2005 trat die Mongolei der Initiative zur Verbesserung der Transparenz in der Rohstoffindustrie (Extractive Industries Transparency Initiative, EITI) bei. Der EITI-Prozess soll gewährleisten, dass die Einnahmen aus der Rohstoffförderung auf nachvollziehbare Art und Weise in die öffentlichen Haushalte gelangen und dann zur Verminderung der Armut eingesetzt werden.

Die Mongolei ist das erste Land, mit dem Deutschland ein Rohstoffpartnerschaftsabkommen geschlossen hat. Das im Oktober 2011 unterzeichnete Abkommen sieht eine verstärkte Zusammenarbeit im Rohstoff-, Technik- und Industriebereich vor. Die deutsche Wirtschaft soll bei der Sicherung ihrer Rohstoffversorgung begleitet werden und gleichzeitig soll die wirtschaftliche Entwicklung in der Mongolei, insbesondere die Nachhaltigkeit der Rohstoffwirtschaft, unterstützt werden.

Ulan Bator, Mongolei: Neubausiedlung mit Solaranlage zur Wassererwärmung. Im Hintergrund ein Kohlekraftwerk.
Schwerpunkt "Energieeffizienz"

Brennstoffe effizienter nutzen und Luftverschmutzung stoppen

Deutschland fördert in der Mongolei die Modernisierung von Kraftwerken, Umspannwerken und Versorgungsnetzen. So wird die Energieeffizienz gesteigert und zugleich der Ausstoß von Treibhausgasen verringert.

Nachdem die mongolische Regierung in der Vergangenheit dabei unterstützt wurde, Konzepte und Strategien zur Verbesserung der Energieeffizienz weiterzuentwickeln und bei der Erarbeitung eines verbrauchsorientierten, kostendeckenden und sozial verträglichen Tarifsystems beraten wurde, sollen diese Konzepte nun verwirklicht werden. Die mongolischen Behörden und Privatunternehmen werden daher von deutschen Expertinnen und Experten dabei unterstützt, Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in Planungs- und Verwaltungsprozesse zu integrieren.

Um die Luftverschmutzung und damit verbundene Gesundheitsrisiken in Ulan Bator zu reduzieren, werden außerdem in enger Zusammenarbeit mit Lokalverwaltungen und örtlichen Bauunternehmen öffentliche Gebäude wie Schulen und Kindergärten in traditionellen Jurten-Siedlungen (mongolisch: Ger) energetisch saniert. Diese Maßnahmen dienen zugleich der Weiterbildung der mongolischen Fachkräfte, damit diese künftig Sanierungen selbst vornehmen können.

Angesichts der extremen klimatischen Bedingungen ist eine verlässliche Strom- und Wärmeversorgung für die Menschen in der Mongolei überlebenswichtig. Der wachsende Energiebedarf des Landes wird zum größten Teil durch alte, ineffiziente Kohlekraftwerke gedeckt. Die überalterten Strom- und Wärmeversorgungssysteme können die steigende Nachfrage kaum abdecken, so dass die Mongolei von Stromimporten abhängig ist.

Auch die Übertragungs- und Verteilungsinfrastruktur im Land ist überaltert und anfällig. Insbesondere in ländlichen Gebieten drohen aufgrund der desolaten Heizungssysteme Ausfälle in der Wärmeversorgung. Auch öffentliche Gebäude wie Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser können im Winter häufig nicht ausreichend geheizt werden.

In den Städten, vor allem in der Hauptstadt Ulan Bator, leidet die Bevölkerung insbesondere in den Wintermonaten unter extremer Luftverschmutzung. Sie entsteht in den Kohlekraftwerken und außerdem dadurch, dass viele Menschen in ihren Öfen neben Kohle und Holz auch Müll verbrennen. Durch die ungeregelte, ineffiziente Nutzung von Brennstoffen schlechter Qualität entsteht eine sehr hohe, gesundheitsgefährdende Schadstoffbelastung. Die Luftverschmutzung sorgt inzwischen für eine epidemieähnliche Verbreitung von Atemwegserkrankungen, die auch die Volkswirtschaft belasten.

Karte der Mongolei

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Mongolei Deutschland
Ländernamea16173184 Mongolei Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Ulan Bator, etwa 1,4 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 1.564.120 km² (2017) 357.380 km² (2017)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 92 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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