Beispiele
Mit moderner Technik gegen die Energiekrise
Uganda zählt weltweit zu den Ländern mit dem geringsten Zugang zu modernen Energiedienstleistungen: Mehr als 90 Prozent der Uganderinnen und Ugander decken ihren Energiebedarf durch die Nutzung von Biomasse, das heißt durch das Verfeuern von Holz, Holzkohle und landwirtschaftlichen Abfällen. In ländlichen Regionen haben nur fünf Prozent der Bevölkerung einen Stromanschluss. Gerade in den besonders armen Gegenden verhindert der mangelnde Zugang zu Elektrizität die Ansiedlung von Unternehmen – und damit eine nachhaltige Entwicklung.

Projektname: Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in Uganda
Ziel: Verbesserte Energieversorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft durch die Nutzung moderner und effizienter Techniken, Schutz der natürlichen Ressourcen, Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung
Strategie: Energiepolitikberatung, Aus- und Fortbildung, Förderung von Energieeffizienz in Wirtschaftsbetrieben, Verbreitung moderner Kochherde in Haushalten, Institutionen sowie kleinen und mittleren Unternehmen, vor allem im Norden Ugandas
Deutscher Beitrag: 11 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2008 bis 2017
Beispiele
Modernisierung der Sanitärversorgung
Etwa 1,8 Millionen der rund 30 Millionen Einwohner Ugandas leben in der Hauptstadt Kampala. Jedes Jahr wächst die Stadtbevölkerung um knapp vier Prozent. Dadurch entsteht ein großer Druck auf die Infrastruktur, der durch illegale Ansiedlungen noch verstärkt wird. Ein erhebliches Problem stellt die Abwasserentsorgung dar: Nur etwa sieben Prozent der Einwohner Kampalas sind an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Ein großer Teil der privaten und industriellen Abwässer gelangt ungeklärt in den Viktoriasee, der zugleich das wichtigste Trinkwasserreservoir Ugandas ist.

Projektname: Schutz des Viktoriasees II
Ziel: Verbesserung der Gesundheitssituation der Bevölkerung in der Hauptstadt Kampala, Schutz des Viktoriasees als wichtigste Trinkwasserquelle
Strategie: Bau von zwei Kläranlagen, Modernisierung und Erweiterung des Kanalnetzes, Verbesserung der dezentralen Sanitärversorgung und des Fäkalschlamm-Managements, Gesundheitskampagne
Deutscher Beitrag: 10 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2008 bis 2012


