Beispiele
Berufliche Perspektiven in einer schwierigen Zeit
Die Arbeitslosigkeit in den Palästinensischen Gebieten ist seit dem Jahr 2000 stark angestiegen. Viele Palästinenserinnen und Palästinenser erhalten aus Sicherheitsgründen keine Arbeitserlaubnis für Israel oder haben ihre Arbeit verloren, weil sie wegen der Absperrung der Palästinensischen Gebiete nicht mehr regelmäßig nach Israel einreisen können. Daher sollen in den Gebieten selbst neue Arbeitsplätze entstehen. Der Arbeitsmarkt braucht außerdem qualifizierte Fachkräfte.

Projektname: Förderung des Berufsbildungssystems
Ziel: Verbesserung der beruflichen Qualifikation und Ausbildung von Fachkräften
Strategie: Schaffung eines flexiblen, offenen Berufsbildungssystems mit international anerkannten Abschlüssen
Deutscher Beitrag: 4,8 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2004 bis 2010
Beispiele
Wasser effizienter nutzen
Nablus ist ein Wirtschafts- und Handelszentrum im nördlichen Westjordanland. Hier leben etwa 172.000 Menschen, darunter 36.000 Flüchtlinge. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt haben besonders stark unter den Auswirkungen der letzten Intifada gelitten. Nablus leidet wie die gesamte Region unter Wasserknappheit, weshalb es nötig ist, Wasser so effizient wie möglich zu nutzen. Doch das Wasserversorgungssystem ist nur unzureichend ausgebaut und stark veraltet. Die Folgen sind hohe Leitungsverluste, Rohrbrüche und ungenügende Wasserqualität durch Verschmutzung.

Projektname: Wasserverlustreduzierung Nablus
Ziel: Verbesserung der Wasserversorgung
Strategie: Ausbau der Wasserver-
sorgungssysteme, Unterstützung des Dienstleistungsbetriebs durch Beratung sowie Aus- und Fortbildungsmaßnahmen
Deutscher Beitrag: 18 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: bis 2011
Beispiele
Schulbau schafft Arbeitsplätze
Für viele Palästinenserinnen und Palästinenser ist es nach Jahren der Intifada schwer geworden, Arbeit zu finden. Die angespannte Sicherheitslage hat dazu geführt, dass sie nicht mehr in Israel arbeiten können. In den besetzten Gebieten entstehen jedoch kaum neue Arbeitsplätze. Ein wirtschaftlicher Aufschwung ist nicht in Sicht, solange keine politische Lösung des Nahostkonfliktes gefunden ist. Arbeitsintensive Bauvorhaben können zumindest zeitweilig die Einkommenssituation der Menschen verbessern. Das BMZ fördert daher ein Schulbau- und -renovierungsprogramm. Davon profitieren nicht nur die Eltern, die Arbeit finden, sondern auch ihre Kinder, die bisher oft in engen und baufälligen Schulen unterrichtet werden.

Projektname: Beschäftigungsprogramm Schulbau
Ziel: Neubau und Renovierung von Schulgebäuden und Beschaffung schulischer Ausrüstung, Schaffung von Arbeitsplätzen
Strategie: Arbeitsintensive Baumaßnahmen, die möglichst viele Arbeitsplätze schaffen, Verbesserung der schulischen Infrastruktur
Deutscher Beitrag: 50 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: bis 2011
Beispiele
Zukunftsmodell Industriepark Jenin
Die Region um die Stadt Jenin im nördlichen Westjordanland ist besonders hart von der fortdauernden politischen Instabilität und den Auswirkungen des Konflikts betroffen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei über 60 Prozent, mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze.

Projektname: Industriepark Jenin
Ziel: Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung des nördlichen Westjordanlands
Strategie: Unterstützung bei Planung, Konzeption und Erschließung eines Industrieparkgeländes nahe Jenin zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Förderung der grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit
Deutscher Beitrag: 10,2 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2008 bis 2010


