Beispiele
Bildung für alle
Die schlechte Bildungssituation gehört zu den großen Problemen im Jemen. Nur etwa drei Viertel der Kinder besuchen eine Schule. Fast die Hälfte der Mädchen ist von der Schulausbildung ausgeschlossen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die schlechte Qualität der Bildungseinrichtungen, der Mangel an Schulen, die ineffiziente Arbeit der Verwaltung, die große Armut der Bevölkerung. Zudem ist die Berufstätigkeit von Frauen in dem islamischen Land wenig akzeptiert und die Motivation, Mädchen auszubilden, entsprechend niedrig. Es fehlt daher auch an qualifizierten weiblichen Lehrkräften.
Projektname: Programm zur Verbesserung der Grundbildung
Ziel: Zugang und erfolgreicher Abschluss der Grundschule für alle Kinder, Förderung der Gleichberechtigung der Mädchen
Strategie: Beratung der Regierung und der Provinzverwaltungen, Qualifizierung des Lehrpersonals, Einbeziehung der Eltern
Deutscher Beitrag: 47 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: Juli 2002 bis Juni 2011
Beispiele
Wasserverluste reduzieren
Jemen ist eines der wasserärmsten Länder der Welt. Das starke Bevölkerungswachstum und die Bewässerungslandwirtschaft verschärfen das Problem: Es wird mehr Wasser verbraucht, als auf natürlichem Wege erneuert wird. Doch trotz dieser schwierigen Ausgangslage wird noch immer Wasser verschwendet. In vielen Städten sind die Wasserleitungsnetze undicht, auf dem Weg zu den Nutzern geht ein großer Teil des Wassers verloren. Auch die Abwasserentsorgung ist unzureichend. Die Folge: Viele Menschen leiden an Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser hervorgerufen werden. Ein Programm der jemenitisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit soll die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in den südjemenitischen Küstenstädten Al Shehr, Ja`ar und Zinjibar verbessern.

Projektname: Wasserver- und Abwasserentsorgung in Provinzstädten II (PTP II)
Ziel: Verbesserung der Wasserver- und Abwasserentsorgung in drei Provinzstädten, Verbesserung der Gesundheitssituation der Bevölkerung, nachhaltige Nutzung der regionalen Wasserressourcen
Strategie: Erneuerung und Restrukturierung der Leitungsnetze, Beratung der Unternehmen, Maßnahmen zur Aus- und Fortbildung
Deutscher Beitrag: 32 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2006 bis 2011
Beispiele
Gesundheit und Familienplanung
Der Gesundheitssektor im Jemen ist unterentwickelt: Die Kinder- und die Müttersterblichkeit sind sehr hoch, die Lebenserwartung niedrig. Es fehlt an medizinischen Einrichtungen und qualifiziertem Personal. Die arme Bevölkerung und vor allem Frauen und Kinder leiden besonders unter den Defiziten der medizinischen Versorgung. Ein weiteres Problem ist die mangelnde Verbreitung von modernen Methoden der Familienplanung, die ein Grund für das hohe Bevölkerungswachstum im Jemen ist.

Projektname: Programm zur Förderung der reproduktiven Gesundheit
Ziel: Verbesserung der Basisgesundheit, Eindämmung des Bevölkerungswachstums durch Familienplanung
Strategie: Beratung bei der Reform des Gesundheitssektors und der Organisation dezentraler Gesundheitsdienste, Qualifizierung des Personals, Erhöhung der Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln im privaten und öffentlichen Sektor, Kommunikation zur Verhaltensänderung
Deutscher Beitrag: 9,35 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: August 2004 bis Juli 2013



