Beispiele
Straßen zum Erfolg
In Bangladesch gibt es ein dichtes Straßennetz. Von den Dörfern und Ortschaften führen ländliche Wege, so genannte "Feeder Roads", zu den wichtigen, überregionalen Straßen, den Märkten und Städten. Fast alle ländlichen Straßen sind Erdstraßen, also unbefestigt.

Projektname: Ländliche Straßen und Märkte
Ziel: Förderung von Transparenz und Beteiligung der Bevölkerung an Entscheidungsprozessen, Verbesserung der ländlichen Verkehrs- und Marktinfrastruktur in den Divisionen Khulna und Barisal, um der ländlichen Bevölkerung – auch während der Regenzeit – eine bessere Anbindung an die Wachstumszentren zu verschaffen
Strategie: Finanzierung des Ausbaus bestehender ländlicher Straßen und Märkte, Aus- und Fortbildung lokaler Akteure
Deutscher Beitrag:
In Khulna/Barisal: 15 Millionen Euro für Finanzielle Zusammenarbeit, 8,5 Millionen Euro für Technische Zusammenarbeit
In Rajshahi/Dhaka/Chittagong: 18,4 Millionen Euro für Finanzielle Zusammenarbeit, 3,2 Millionen Euro für Technische Zusammenarbeit
Geplante Laufzeit:
Khulna/Barisal: 2004 bis 2009
Rajshahi/Dhaka/Chittagong: 2007 bis 2013
Beispiele
Frauen fordern ihre Rechte ein
Obwohl Frauen hohe politische Ämter in Regierung und Opposition bekleiden, sind geschlechtsspezifische Ungleichheiten in Bangladesch tief verwurzelt. Der niedrige gesellschaftliche Status der Frauen zeigt sich unter anderem in einem eingeschränkten Zugang zu Bildung und qualifizierten Arbeitsplätzen. Die Teilhabe von Frauen an politischen Entscheidungen ist gering und ihre Rechte werden oft diskriminierend ausgelegt. Frauen verdienen in Bangladesch im Schnitt nur 58 Prozent des Einkommens von Männern. 71 Prozent der Frauen über 15 Jahre können nicht lesen und schreiben.

Projektname: Förderung der rechtlichen und sozialen Gleichstellung von Frauen in Bangladesch
Ziel: : Die Stärkung von Kapazitäten nationaler und lokaler formaler und informeller Institutionen für einen verbesserten Zugang von Frauen zu ihren Rechten.
Strategie: Beratung des zuständigen Ministeriums für Frauen und Kinder, Unterstützung und Fortbildung lokaler Akteure (zum Beispiel Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Gemeinderäten, informellen Dorfgerichten sowie der Polizei) im Bereich Frauenförderung und Menschenrechte
Deutscher Beitrag: 4,39 Millionen Euro für Technische Zusammenarbeit
Geplante Laufzeit: 2005 bis 2011
Beispiele
Solaranlagen für 160.000 Haushalte
Rund 80 Prozent der Bevölkerung Bangladeschs leben auf dem Land – und weniger als ein Viertel dieser Haushalte ist an das Stromnetz angeschlossen. Ohne Zugang zu elektrischer Energie ist für diese Menschen der Zugang zu Bildung und Krankenversorgung erschwert.

Projektname:
Finanzielle Zusammenarbeit:
Erneuerbare Energien I – Solarenergieanlagen
Technische Zusammenarbeit:
Förderung der Nutzung regenerativer Energien in ausgewählten ländlichen Regionen von Bangladesch/Programm Erneuerbare Energie und Energieeffizienz
Ziel: Verbesserung der Lebensbedin-
gungen durch dezentrale Stromversorgung, Verbesserung der Umweltsituation, nachhaltige und effiziente Energienutzung
Strategie: Errichtung von 160.000 häuslichen Solaranlagen, Unterstützung bei der Kreditfinanzierung, Installation und Kontrolle der Systeme
Deutscher Beitrag:
16,5 Millionen Euro Mittel der Finanziellen Zusammenarbeit,
10,245 Millionen Euro Mittel der Technischen Zusammenarbeit und Kombifinanzierungsmittel
Geplante Laufzeit:
Finanzielle Zusammenarbeit:
Juni 2006 bis August 2010
Technische Zusammenarbeit:
2007 bis 2010
Beispiele
Arsenfilter retten Leben
In den Böden von Bangladesch ist naturgemäß Arsen vorhanden. Über Brunnen gelangt es ins Trinkwasser. Die Gefahr, die davon ausgeht, wurde erst vor einigen Jahren erkannt: Menschen, die über lange Zeit hinweg mit Arsen verseuchtes Wasser trinken, können eine schleichende Vergiftung erleiden.

Projektname: Integriertes Projekt zur Reinigung von arsenverseuchtem Trinkwasser und Förderung öffentlicher Gesundheit
Ziel: Verbesserung der gesundheitlichen Situation durch Reinigung von arsenverseuchtem Trinkwasser, Gesundheitsförderung durch vorbeugende Maßnahmen und Behandlung von Menschen, die an einer Arsenvergiftung erkrankt sind
Strategie: Installation von Wasserfiltern in 10.000 Haushalten, Aufklärung über Gesundheitsgefahren und Vorsorgemöglichkeiten, medikamentöse Versorgung von Patienten mit Arsenvergiftung (Arsenicosis)
Deutscher Beitrag:
409.736 Euro (307.300 Euro BMZ, 102.436 Euro privater Träger)
Geplante Laufzeit:
September 2005 bis Dezember 2008


